Donald Trump: Entsetzen nach Eklat bei Rede - neuer Amtsenthebungs-Wirbel für Trump

Zehn Millionen Menschen in Los Angeles und San Diego opfern - für Donald Trump ein "sehr kleiner Preis" im Konflikt mit dem Iran. Nach diesen Worten fordern Kaliforniens Gouverneur und Senatoren die Absetzung des US-Präsidenten.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump sieht sich mit neuem Amtsenthebungswirbel konfrontiert. (Foto) Suche
Donald Trump sieht sich mit neuem Amtsenthebungswirbel konfrontiert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump nennt Zerstörung von Los Angeles einen "sehr kleinen Preis"
  • Donald Trump: Absetzung gefordert nach verbalem Ausfall
  • Entsetzen nach Trump-Äußerungen: Forderung nach Absetzung
  • Weißes Haus deutet Trumps Worte nachträglich um

Nach einer verstörenden Rede über den Krieg mit dem Iran sieht sich US-Präsident Donald Trump mit erneuten Forderungen nach seiner Absetzung konfrontiert. Bereits zuvor hatte der 80-Jährige bei einer Wahlkampfrede mit einem irritierenden Auftritt für Schlagzeilen gesorgt. Später wütete er sogar gegen eine ihm unliebe TV-Moderatorin.

Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.

Donald Trump nennt Zerstörung von Los Angeles und San Diego einen "sehr kleinen Preis"

In seiner Rede im Pinnacle Bank Expo Center in Grand Island (Nebraska) zum Iran-Konflikt spielte Trump die mögliche Zerstörung zweier amerikanischer Großstädte offen herunter.

  • "Sie könnten eine Stadt auslöschen", sagte der US-Präsident. "Lasst sie Los Angeles auslöschen. Lasst sie San Diego auslöschen."
  • Anschließend ordnete er dieses Szenario als hinnehmbar ein: "Das ist ein sehr kleiner Preis, und es wird sehr bald vorbei sein."
  • Trump begründete seine Haltung damit, dass es darum gehe, "die Welt sicher zu halten, unser Land sicher zu halten."

In der Metropolregion Südkalifornien leben rund zehn Millionen Menschen.

Donald Trump: Absetzung gefordert nach verbalem Ausfall

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom reagierte mit einer Videobotschaft beim Netzwerk X, in der er die Amtsenthebung des US-Präsidenten verlangte.

  • "Das ist nicht nur Wahnsinn, das ist gefährlich und gestört", erklärte Newsom.

Dem Gouverneur, dem Ambitionen auf eine Präsidentschaftskandidatur 2028 nachgesagt werden, ging es dabei auch um die Verantwortung der republikanischen Führung.

  • "Wo zum Teufel ist der Kongress? Wo zum Teufel sind Sie, Speaker Johnson? Marco Rubio, der großartige J.D. Vance - wo ist Ihre Empörung? Zeigt Rückgrat. Macht euren verdammten Job", wetterte er.

Zugleich richtete Newsom einen Appell an die Wählerinnen und Wähler mit Blick auf die bevorstehenden Zwischenwahlen im November 2026. "Wir werden dieses Land zurückholen", kündigte er an und rief dazu auf, Trumps Präsidentschaft an der Wahlurne zu beenden.

Entsetzen nach Trump-Äußerungen: Forderung nach Absetzung

Kalifornien-Senator Alex Padilla reagierte knapp und unmissverständlich: "25. Zusatzartikel JETZT." San Diegos Bürgermeister Todd Gloria wies Trumps Worte ebenfalls scharf zurück. Seine Stadt sei weder "Kollateralschaden" noch "entbehrlich". An den US-Präsidenten gerichtet forderte er: "Halten Sie unsere Stadt aus Ihrem rücksichtslosen Kriegsgerede heraus."

Die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, betonte, die Aufgabe eines US-Präsidenten bestehe darin, das Land zu schützen - "nicht es aktiv zu bedrohen und zu Angriffen auf amerikanische Leben zu ermutigen."

Auch in den Medien sorgte Trumps Auftritt für Fassungslosigkeit. Die Moderatorin Sunny Hostin erinnerte in der ABC-Sendung "The View" daran, dass es um zehn Millionen Amerikaner gehe, und forderte, den 25. Verfassungszusatz ernsthaft in Betracht zu ziehen.

Weißes Haus deutet Trumps Worte nachträglich um

Die Regierungszentrale versuchte nach dem Aufschrei, die Äußerungen des Präsidenten in ein anderes Licht zu rücken. Laut der offiziellen Darstellung habe Trump mit dem "kleinen Preis" lediglich hohe Benzinpreise gemeint - nicht etwa die Zerstörung südkalifornischer Städte.Kommunikationsdirektor Steven Cheung erklärte, Trump habe deutlich machen wollen, dass US-Städte ohne die Verhinderung eines nuklear bewaffneten Iran bedroht gewesen wären.

Über den X-Kanal des Weißen Hauses wurde ebenfalls behauptet, Trump habe ausdrücken wollen, dass die USA kämpften, um den Iran daran zu hindern, Los Angeles und San Diego mit einer Nuklearwaffe anzugreifen. Teheran würde dies tun, "wenn es die Möglichkeit hätte", hieß es in dem Beitrag. Diese nachträgliche Interpretation steht allerdings in deutlichem Widerspruch zu Trumps tatsächlichen Worten.

Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.