Melania Trump: Während Trump tobt, schwärmt seine Ehefrau von Kindheit im Kommunismus

Damit hatte der US-Präsident nicht gerechnet: Donald Trump brandmarkt den Kommunismus als größte Gefahr für Amerika - seine Ehefrau Melania schwärmt derweil im Fernsehen von ihrer "sehr schönen Kindheit" in genau jenem System. 

Von news.de-Redakteur - Uhr

Melania Trump hat sich über ihre Kindheit im Kommunismus geäußert. (Foto) Suche
Melania Trump hat sich über ihre Kindheit im Kommunismus geäußert. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Andrew Leyden
  • Melania Trump schwärmt von Kindheit im Kommunismus
  • First Lady: "Man hat aufgepasst, was man tut"
  • Donald Trump tobt gegen den Kommunismus

Während Donald Trump den Kommunismus regelmäßig als Schreckgespenst gegen seine politischen Gegner ins Feld führt, zeichnet seine Ehefrau Melania ein überraschend mildes Bild ihrer Kindheit im sozialistischen Jugoslawien.Es ist nicht der einzige Widerspruch bei den Trumps, mit dem sie zuletzt in die Schlagzeilen gerieten. Die First Lady hatte jüngst kurzerhand eine Anordnung ihres Ehemannes schlichtweg übergangen. Wie die Situation zwischen den Eheleuten beim jüngsten Staatsbesuch war, analysierte darüber hinaus eine Körpersprache-Expertin.

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Melania Trump schwärmt von Kindheit im Kommunismus

Melania Trump, geboren 1970 als Melanija Knavs im slowenischen Novo Mesto, wuchs in einem System auf, das ihr Mann heute als existenzielle Bedrohung für Amerika darstellt. In einem Interview mit Fox News Business erklärte die First Lady jetzt:

  • "Ich bin im Kommunismus aufgewachsen, und tatsächlich hat mir nichts gefehlt. Ich hatte eine sehr schöne Kindheit."

Eine bemerkenswerte Aussage - bedenkt man, dass der US-Präsident erst kürzlich auf einem republikanischen Parteitreffen in Dallas über progressive Demokraten sagte:

  • "Sie nennen sich demokratische Sozialisten, aber in Wirklichkeit sind sie Kommunisten."

Wo der eine den Kommunismus als politische Waffe einsetzt, verbindet die andere ihre Kindheit offenbar mit positiven Erinnerungen.

Melania Trump: "Man hat aufgepasst, was man tut"

Melanias Heimatland Slowenien gehörte als eine von sechs Teilrepubliken zur Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien - einem Staat, der sich vom sowjetischen Modell unterschied. Nachdem Staatschef Josip Broz Tito 1948 mit Stalin gebrochen hatte, schlug das Land einen eigenen Weg ein, der unter anderem auf Arbeiterselbstverwaltung setzte und sich vom Ostblock unabhängig hielt. Slowenien galt dabei als wirtschaftlich am weitesten entwickelte Teilrepublik. Im Interview beschrieb die First Lady zugleich Einschränkungen der persönlichen Freiheit.

  • "Es gibt bestimmte Dinge, derer man sich bewusst sein muss", sagte sie.
  • "Man hat aufgepasst, was man tut." Die Freiheiten seien nicht mit denen in den heutigen USA vergleichbar gewesen.

Nach Titos Tod 1980 wuchsen die Spannungen, bis Slowenien 1991 seine Unabhängigkeit erklärte - Melania war damals 21 Jahre alt.

Donald Trump tobt gegen den Kommunismus

Donald Trump hingegen hat den Begriff zum festen Bestandteil seines rhetorischen Arsenals gemacht. In seiner Rede zum 4. Juli erklärte Trump zum Beispiel:

  • "Kommunismus ist ein Verlierer und wird es immer sein."
  • Amerikanische Soldaten hätten nicht auf Schlachtfeldern weltweit gegen den Kommunismus gekämpft, nur damit "diese Bedrohung hier in Amerika ihr hässliches Haupt erhebt".

Besonders gern zielt er dabei auf den progressiven Flügel der Demokraten. Bei einer Veranstaltung der Faith and Freedom Coalition im Juni bezeichnete er manche Demokraten als "eingefleischte, gottlose Kommunisten". Die Demokratische Partei sei dabei, "eine kommunistische Partei zu werden".

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