Neuer Ärger für Carsten Linnemann: "Wie sehr hasst du Familien?" Netz tobt über Kinderkrankentage-Pläne
Gesundheitsminister Carsten Linnemann will bei den Kinderkrankentagen zurück zum Vor-Corona-Normalzustand. Statt 15 sollen Eltern künftig wieder nur zehn Tage pro Kind und Jahr Kinderkrankengeld bekommen. Im Netz sorgt der Vorstoß für heftigen Ärger.
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Kinderkrankentage sollen von 15 auf 10 Tage sinken
- Linnemann will damit zur Regelung vor Corona zurückkehren
- Im Netz hagelt es heftige Kritik von Eltern
Carsten Linnemann sorgt mit seinem Vorstoß für neue Aufregung: Der Gesundheitsminister will die während der Corona-Pandemie ausgeweitete Regelung bei den Kinderkrankentagen nicht verlängern. Für Eltern bedeutet das: Ab 2027 soll es wieder zehn statt 15 Tage Kinderkrankengeld pro Kind und Elternteil geben.
Streit um Kinderkrankentage: Linnemann plant Rückkehr zu zehn Tagen
Aktuell können gesetzlich versicherte Eltern für jedes Kind bis zu 15 Arbeitstage Kinderkrankengeld beantragen. Für Alleinerziehende gilt ein Anspruch von 30 Tagen. Diese Regelung wurde wegen der Corona-Pandemie ausgeweitet und gilt derzeit noch für 2026.
Linnemann will diese Verlängerung nicht erneut aufrechterhalten. In der Regierungsbefragung im Bundestag erklärte der CDU-Politiker: "Das ist eine Regel, die wir eingeführt haben während Corona". Die Politik tue gut daran, "dass Sonderregeln, die es zu Corona gab, wieder zurückgenommen werden."
Damit würde ab 2027 wieder der Normalzustand vor der Corona-Pandemie gelten. Damals standen Eltern zehn Kinderkrankentage pro Jahr und Kind zu. Bei zwei Elternteilen konnten damit insgesamt 20 Tage genutzt werden. Für Alleinerziehende lag der Anspruch bei 20 Tagen.
Eltern machen ihrem Ärger über Linnemann Luft
Der Vorstoß stößt im Netz auf heftigen Gegenwind. Zahlreiche Nutzer kritisieren, dass Eltern künftig weniger Möglichkeiten hätten, zu Hause zu bleiben, wenn ihr Kind krank ist.
"#CDU #Linnemann sind Lügner oder völlig inkompetent. Hört euch das an, es ist unfassbar", poltert ein User.
Ein anderer Kritiker schreibt: "Nee, Linnemann/ CDU senden eine klare politische Botschaft zu ihrem Familienbild. Leidtragende sind arbeitende Frauen + vulnerable Familien."
Auch dieser Nutzer zeigt sich empört: "Wie sehr hasst du Familien?"
Kinderkrankengeld: Das ändert sich 2027 für Eltern
Beim Kinderkrankengeld geht es darum, den Verdienstausfall auszugleichen, wenn Eltern wegen eines kranken Kindes nicht arbeiten können. Der Anspruch besteht grundsätzlich für gesetzlich versicherte Kinder unter zwölf Jahren. Das Kinderkrankengeld beträgt in der Regel 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts.
Genau deshalb sehen Kritiker die geplante Rückkehr zu zehn Tagen kritisch. "Und wir, die jeden Tag hart arbeiten müssen jetzt Angst haben unseren Job zu verlieren wenn unsere Kinder krank werden, weil Linnemann die Kinderkrankentage willkürlich begrenzt!", heißt es in einem weiteren Kommentar.
Besonders scharf fällt dieser Beitrag aus: "Prima Herr Linnemann, immer schön bei den Familien und Alleinerziehenden sparen! So bekommen Sie bestimmt die Wähler zurück! Kinder kann man ja auch krank alleine Zuhause lassen! Ist ja nicht so, dass man hunderte andere Ansätze hätte zu sparen!"
Linnemann weist zugleich den Eindruck zurück, die Kinderkrankentage würden komplett abgeschafft. "Es werden 10 Tage sein, mal zwei sind 20 Tage im Jahr. Und das hatten wir auch in den ganzen Jahren vor Corona."
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sba/loc/news.de
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