Donald Trump: Erschreckende Weltkarte veröffentlicht – Trump sorgt für Entsetzen

Donald Trump sorgt mit einem neuen Truth-Social-Post erneut für Aufsehen: Unter dem Titel "His Hemisphere" zeigt er sich vor einer Karte der nördlichen Hemisphäre. Der Beitrag kommt kurz nach dem von ihm verkündeten Sicherheitsabkommen zu Grönland. Kritiker werfen ihm territoriale Machtfantasien vor.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump sorgt mit einer neuen Weltkarte für Entsetzen. (Foto) Suche
Donald Trump sorgt mit einer neuen Weltkarte für Entsetzen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Trump sorgt mit Weltkarte auf Truth Social für Aufsehen
  • Sicherheitsabkommen mit Grönland ermöglicht den USA erweiterte Militärpräsenz
  • Kritiker greifen Trump für seine territorialen Darstellungen scharf an

Mit einem ungewöhnlichen Blick auf die Weltkarte sorgt Donald Trump für Wirbel. Auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichte der US-Präsident am Sonntag einen Beitrag mit dem Titel "His Hemisphere" (auf Deutsch: "Seine Hemisphäre"). Das Bild zeigt Trump vor einer Darstellung der nördlichen Erdhalbkugel und reiht sich damit in eine Serie von Social-Media-Posts ein, in denen der US-Präsident immer wieder territoriale Ansprüche oder expansive Vorstellungen inszeniert. Der Zeitpunkt sorgt dabei für zusätzliche Aufmerksamkeit: Erst am Freitag hatte Trump ein Sicherheitsabkommen mit Dänemark und Grönland verkündet, das den USA nach seinen Angaben dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit der Arktisinsel und eine Ausweitung der amerikanischen Militärpräsenz ermöglichen soll. Dänemark und Grönland betonen allerdings ausdrücklich, dass ihre Souveränität und das Recht der Grönländer auf Selbstbestimmung gewahrt bleiben.

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Anfang September veröffentlichte er bereits eine Karte, auf der unter anderem Kanada, Grönland und Island unter einer US-amerikanischen Flagge dargestellt wurden. Island reagierte damals scharf: Außenministerin Thorgerdur Gunnarsdottir ließ den US-Botschafter einbestellen und bezeichnete den Beitrag als "completely inappropriate". Auch Kanada und Grönland sind seit Langem Teil von Trumps territorialen Gedankenspielen. Bei Grönland ging der US-Präsident sogar deutlich weiter und hatte wiederholt einen möglichen Erwerb der Insel ins Spiel gebracht.

Grönland-Abkommen: USA dürfen Militärpräsenz ausbauen

Nur wenige Tage vor dem neuen "His Hemisphere"-Post hatte Trump einen Durchbruch bei den Verhandlungen mit Dänemark und Grönland verkündet. Nach seinen Angaben gibt die Vereinbarung den USA "permanent control" über die Sicherheit Grönlands. Zudem kündigte Trump an: "We will immediately begin the process of developing a large Military presence in the appropriate part of Greenland". Außerdem soll verhindert werden, dass Staaten, die Washington als Gegner betrachtet, auf der Insel militärische Stützpunkte errichten oder bestimmte strategische Investitionen tätigen. Ganz so weit, wie Trumps Formulierung zunächst vermuten lassen könnte, geht das Abkommen allerdings nicht. Dänemark und Grönland stellen klar, dass die Vereinbarung die Souveränität und territoriale Integrität des Königreichs sowie das Selbstbestimmungsrecht der grönländischen Bevölkerung anerkennt. Ein Verkauf oder eine Übertragung Grönlands an die USA ist damit nicht verbunden. Auch formal ist die Sache noch nicht vollständig abgeschlossen: Die Vereinbarung soll im Rahmen der UN-Generalversammlung unterzeichnet werden und muss anschließend parlamentarische Verfahren in Dänemark und Grönland durchlaufen.

Trump wollte Grönland zunächst sogar übernehmen

Die aktuelle Vereinbarung steht vor dem Hintergrund einer monatelangen Auseinandersetzung. Trump hatte immer wieder erklärt, dass die USA Grönland aus Sicherheitsgründen unter ihre Kontrolle bringen müssten. Zeitweise schloss er auch eine gewaltsame Übernahme nicht ausdrücklich aus. Dänemark und Grönland wiesen solche Pläne zurück und betonten, dass die Insel nicht zum Verkauf stehe.

Das nun verkündete Abkommen stellt deshalb einen deutlichen Unterschied zu Trumps früheren Forderungen dar: Die USA erhalten Möglichkeiten für eine stärkere militärische Präsenz, Grönland bleibt jedoch Teil des Königreichs Dänemark.

"Psychotisches Verhalten": Kritiker greifen Trump scharf an

Der "His Hemisphere"-Beitrag löste bei Trump-Kritikern heftige Reaktionen aus. Ben Meiselas vom Medienunternehmen MeidasTouch fragte auf X, wie die Öffentlichkeit wohl reagieren würde, wenn ein anderer Staatschef vergleichbare Bilder veröffentlichen würde. Er schrieb: "Es gibt keine vergleichbaren historischen Beispiele für dieses Ausmaß an psychotischem Verhalten", und fügte hinzu: "Das ist nicht lustig. Das ist kein Trolling. Das ist krankes Verhalten." Der progressive Influencer Harry Sisson bezeichnete den Beitrag als "völlig irrsinnig". Die Organisation "Republicans against Trump" kommentierte: "Zweieinhalb weitere Jahre dieses Wahnsinns." Auch Forderungen nach einem Amtsenthebungsverfahren wurden laut. Ein X-Nutzer schrieb: "Er ist nicht stabil und muss sofort abgesetzt werden." Ein anderer fragte: "Warum lassen die Amerikaner diesen Unsinn zu?" Solche Äußerungen sind allerdings Reaktionen einzelner Kritiker in sozialen Netzwerken und keine repräsentative Messung der öffentlichen Meinung.

Trump-Kritiker setzen Hoffnungen auf die Midterms

Viele Gegner des US-Präsidenten richten ihren Blick bereits auf die Kongresswahlen im November. Sie sehen darin eine Möglichkeit, Trumps politischen Handlungsspielraum zu begrenzen. "Dieser Wahnsinn wird ziemlich unangenehm, sobald das amerikanische Volk den Kongress übernimmt", schrieb ein X-Nutzer. "Trump kann ohne Zustimmung des Kongresses nichts tun." Andere Kommentatoren warnen dagegen davor, bis zu den Midterms mit einer politischen Wende zu rechnen. "Ich vermute, der Irrsinn-Regler wird auf obszöne Stufen gedreht, besonders wenn die Demokraten die Midterms gewinnen", schrieb ein weiterer X-Nutzer. Besonders richtet sich die Kritik an republikanische Abgeordnete. "Ich wünschte, nur ein einziger dieser rückgratlosen, feigen Republikaner würde vortreten und unmissverständlich sagen, dass das nicht in Ordnung ist", forderte ein Nutzer.

Ob der neue "His Hemisphere"-Post tatsächlich eine konkrete politische Forderung darstellen soll, lässt sich aus dem Beitrag allein nicht ableiten. Sicher ist jedoch: Die Kombination aus Trumps territorialen Karten, seinen früheren Grönland-Forderungen und dem gerade verkündeten Sicherheitsabkommen sorgt erneut für internationale Aufmerksamkeit.

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