Donald Trump: Lebende Fische als Kinderspaß? Video aus Trump-Club sorgt für Empörung

Ein Video aus einem Trump-Golfclub in Virginia sorgt in den sozialen Netzwerken für heftige Reaktionen. Zu sehen sind Kinder und Erwachsene, die in einem flachen Becken nach lebenden Fischen greifen, die zuvor hineingesetzt wurden. Kritiker sprechen von Tierquälerei.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump beim Golfen. (Foto) Suche
Donald Trump beim Golfen. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Brian Lawless
  • In einem Video aus dem Trump National Golf Club Washington, D.C. fangen Kinder lebende Fische in einem flachen Becken
  • Kritiker bemängeln, dass die Tiere dem behandelten Poolwasser ausgesetzt wurden
  • Mehrere Trump-Golfanlagen waren zuletzt wegen Verstößen gegen Hygienevorschriften aufgefallen

Eigentlich soll der Poolbereich eines Golfclubs ein Ort für Familien und Freizeitspaß sein. Ein Video aus dem Trump National Golf Club Washington, D.C. in Sterling im US-Bundesstaat Virginia sorgt nun allerdings für heftige Kritik. Darauf sind Kinder zu sehen, die in einem flachen Kinderbecken nach lebenden Fischen greifen. Auch Erwachsene machen bei der fragwürdigen Aktion mit.

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Eklat in Trump-Golfclub: Inder machen Jagd auf lebendige Fische in Chlor-Pool

Das Video wurde am Donnerstag vom X-Account PatriotTakes verbreitet. Nach dessen Darstellung wurden die kleinen Fische in das Becken gesetzt, damit Kinder sie fangen können. Besonders umstritten ist dabei das Wasser: Beim Becken handelt es sich laut den Berichten um einen Pool beziehungsweise ein Kinderbecken mit gechlortem Wasser. Der Trump-Golfclub selbst beschreibt den Bereich als Wading Pool für seine jüngsten Mitglieder.

Die Aufnahmen lösten in den sozialen Netzwerken zahlreiche kritische Reaktionen aus. "Das ist widerlich und grausam. All diese Fische werden unter Schmerzen sterben", schrieb Sport- und Politikkolumnistin Janice Hough. Der progressive Kommentator Lucas Sanders reagierte mit den Worten: "Das ist empörend." Auch Desinformationsexperte Jim Stewartson kommentierte die Szene scharf: "Alles muss bei diesen Leuten seltsam und sadistisch sein." Autorin Amy Lynn Phillips Thatcher kritisierte ebenfalls den Umgang mit den Tieren. Sie schrieb sinngemäß, man müsse schon krank sein, um Fische zur Unterhaltung in ein chemisch behandeltes Becken zu setzen. Allerdings ist bislang nicht dokumentiert, was mit den Fischen nach der Aktion geschah. Die Kritik im Netz richtet sich deshalb vor allem gegen die Entscheidung, lebende Tiere überhaupt in das behandelte Poolwasser zu setzen.

Gummienten statt lebender Fische?

Eine Kritikerin hatte sogar eine tierfreundliche Alternative parat. Die Journalistin und Podcasterin Juliet Jeske, die den Account "Decoding Fox News" betreibt, verwies auf eine ähnliche Aktion mit Plastik-Gummienten. "Ich kenne solche Aktionen mit Plastik-Gummienten – dabei kommt kein Fisch zu Schaden", schrieb Jeske. Die Kinder könnten die Gummienten anschließend behalten und hätten trotzdem ihren Spaß. Ihr Fazit: "Es gibt keinen Grund, das mit lebenden Fischen zu machen."

Auch der progressive Nachrichtenmoderator Alex Cole reagierte mit schwarzem Humor. Sein Kommentar lautete lediglich: "Fische lieben Chlor." Damit spielte er auf den entscheidenden Kritikpunkt an: Poolwasser wird mit Chemikalien wie Chlor desinfiziert und ist nicht als Lebensraum für Fische gedacht.

Trump-Golfclubs bereits mehrfach wegen Hygiene beanstandet

Das Fisch-Video kommt zudem zu einem ungünstigen Zeitpunkt für die Trump-Organization. Mehrere Golfanlagen des US-Präsidenten sind zuletzt wegen Problemen bei Gesundheits- und Hygieneinspektionen aufgefallen. Beim Trump National Golf Club Westchester in New York stellten Kontrolleure im November 2025 unter anderem Insekten und Nagetiere fest. Außerdem wurden schmutzige Oberflächen, bauliche Mängel sowie Probleme bei Beleuchtung und Belüftung dokumentiert. Insgesamt wurden fünf Verstöße festgestellt. Auch der Trump National Golf Club in Bedminster, New Jersey, wurde im Mai 2025 bei einer Gesundheitskontrolle beanstandet. Laut Forbes wurden dort 18 Verstöße festgestellt, neun davon als kritisch eingestuft. Bei einer anschließenden Kontrolle verbesserte sich die Bewertung deutlich. Und auch der nun wegen des Fisch-Videos im Fokus stehende Club in Virginia hatte bereits mit Problemen zu kämpfen. Bei einer Kontrolle im Juni 2026 wurden unter anderem zahlreiche kleine Fliegen in einem Lagerraum entdeckt. Weitere Beanstandungen betrafen den Umgang mit Lebensmitteln und die Ausstattung.

Der aktuelle Fall reiht sich damit in eine Serie von kontroversen Geschichten rund um Trumps Golfanlagen ein. Ob der US-Präsident selbst von der konkreten Aktion wusste oder sie angeordnet hat, geht aus dem Video allerdings nicht hervor. Der Club ist Teil von Trumps Golf- und Resortgeschäft, doch eine persönliche Beteiligung Trumps an der Fisch-Aktion ist bislang nicht belegt.

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