Donald Trump: US-Präsident entsetzt mit Geheimplan - selbst sein Außenminister ist dagegen
Es wäre ein Trump-Plan mit weitreichenden Folgen. Bis zu 40.000 US-Soldaten könnten aus Europa abgezogen werden - der größte Kahlschlag seit dem Ende des Kalten Krieges. Doch selbst Trumps eigener Außenminister stellt sich quer.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump könnte US-Truppen aus Nato-Ländern abziehen
- Donald Trump will "Fort Trump" in Polen errichten
- Donald Trump fühlt sich nicht unterstützt im Iran-Krieg
- Trumps eigener Außenminister warnt vor Truppenabbau
Es wäre ein echter Hammer von Donald Trump. Das US-Verteidigungsministerium prüft offenbar einen drastischen Rückzug amerikanischer Streitkräfte vom europäischen Kontinent. Wie der Sender NBC berichtet, stehen Pläne im Raum, zwischen 25.000 und 40.000 Soldaten aus den Nato-Staaten abzuziehen. Im Maximalfall würde das die Hälfte der derzeit rund 80.000 in Europa stationierten US-Truppen betreffen. Auch innerhalb des Pentagons soll es Querelen geben, wie zuletzt berichtet wurde. Sogar über eine Rebellion gegen US-Kriegsminister Pete Hegseth wurde spekuliert.
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Donald Trump könnte US-Truppen aus Nato-Ländern abziehen
Ein solcher Schritt wäre der umfangreichste Abbau amerikanischer Militärpräsenz seit dem Ende des Kalten Krieges in den 1990er‑Jahren. Neben Bodentruppen könnten auch Flugzeuge, Schiffe und weitere Waffensysteme betroffen sein. Endgültig beschlossen ist der Abzug laut dem Bericht allerdings noch nicht. Derzeit werden verschiedene Optionen ausgearbeitet, eine finale Empfehlung soll am 6. November vorgelegt werden. In den 1950er-Jahren waren noch über 400.000 US-Soldaten in Europa stationiert - beim weitreichendsten Szenario bliebe davon nur noch rund ein Zehntel übrig.
Trump-Hammer trifft Deutschland besonders hart
Besonders gravierend wären die Auswirkungen für Deutschland. Mit etwa 36.000 stationierten Soldaten ist die Bundesrepublik der mit Abstand größte Standort amerikanischer Streitkräfte in Europa. Dem NBC-Bericht zufolge gehört Deutschland neben Italien und Spanien zu den Ländern, in denen vorrangig Kontingente reduziert werden sollen.
Noch ist der Plan jedoch nicht abgeschlossen. Nato-Oberbefehlshaber General Alexus Grynkewich soll Verteidigungsminister Pete Hegseth erstmals mehrere Varianten für die weitreichende Neuaufstellung der US-Präsenz in Europa präsentieren. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wie viele Soldaten abgezogen werden - sondern auch darum, ob Teile der Truppen innerhalb Europas an andere Standorte verlagert werden könnten.
Donald Trump will "Fort Trump" in Polen errichten
Laut Insidern werden derzeit vier verschiedene Optionen durchgespielt. Diese reichen von tiefgreifenden Einschnitten bei Luftwaffe, Marine und Bodentruppen bis hin zu Varianten, bei denen Kräfte verstärkt an die östliche Nato-Flanke verlegt würden. Konkret könnte das bedeuten: weniger Soldaten in Deutschland und Südeuropa, dafür eine stärkere Präsenz etwa in Polen.
US-Präsident Donald Trump erklärte zuletzt, bei der dauerhaften Stationierung amerikanischer Truppen in Polen seien Fortschritte gemacht worden. Zudem kündigte er den Bau einer neuen Militärbasis an, die er nach sich selbst benennen wolle. "Fort Trump" solle der Stützpunkt heißen, wie "Politico" berichtete.
Donald Trump fühlt sich nicht unterstützt im Iran-Krieg
Hinter den Abzugsplänen steht eine seit Langem erhobene Forderung des US-Präsidenten: Die europäischen Partner sollen die Hauptlast ihrer eigenen Verteidigung selbst tragen. Trump fühlt sich im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg von den Verbündeten nicht ausreichend unterstützt. Gegenüber Nato-Generalsekretär Mark Rutte formulierte er zuletzt unmissverständlich, was er von den Partnern erwarte: "Loyalität."
Trumps eigener Außenminister warnt vor Truppenabbau
Sollte Donald Trump den radikalen Schritt tatsächlich vollziehen, muss er mit erheblichem Gegenwind rechnen - auch aus der eigenen Partei. Mehrere Republikaner stehen den Abzugsplänen kritisch gegenüber. Selbst innerhalb des Kabinetts regt sich Widerstand: Außenminister Marco Rubio gilt als entschiedener Bremser. Bereits im Juni sollte ein weitreichender Truppenabbau vorgestellt werden, doch Rubio verhinderte die Präsentation offenbar in letzter Minute, heißt es laut CBS.
Die Pläne fallen in eine Phase wachsender Sicherheitsrisiken durch Russland. Sabotageaktionen, Cyberangriffe und Drohnenflüge über europäischem Territorium sorgen bei den Verbündeten für zunehmende Besorgnis. Kritiker sehen darin ein gewichtiges Argument gegen eine Reduzierung der amerikanischen Militärpräsenz auf dem Kontinent.
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