Wladimir Putin: Putins Militärflugplatz in Flammen - Russland kassiert nächste Drohnen-Schlappe

Putins Hinterland kommt nicht zur Ruhe: Ukrainische Drohnen sollen erneut einen Militärflugplatz und eine wichtige Ölraffinerie getroffen haben. Explosionen und Feuer sorgen für neuen Druck auf den Kreml.

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Drohnen-Alarm bei Putin: Explosionen erschüttern russischen Militärflugplatz in Rostow. (Foto) Suche
Drohnen-Alarm bei Putin: Explosionen erschüttern russischen Militärflugplatz in Rostow. Bild: picture alliance/dpa/Pool EPA vai AP | Maxim Shipenkov
  • Wladimir Putin kassiert offenbar nächsten Rückschlag
  • Ukraine nimmt offenbar Militärflugplatz in Rostow ins Visier
  • Explosionen und Feuer in einer Ölraffinerie in Jaroslawl
  • Neue Angriffe verschärfen den Druck auf Russlands Treibstoffversorgung

Schon wieder muss Wladimir Putin einen schweren Rückschlag im Ukraine-Krieg verkraften. Nachdem zuletzt der Verlust eines russischen Top-Generals für Aufsehen sorgte, gerieten in der Nacht zum 16. September offenbar erneut Ziele tief im russischen Hinterland unter ukrainischen Beschuss.Laut "The Kyiv Independent" wurden dabei ein Militärflugplatz in der Region Rostow sowie eine Ölraffinerie im rund 1.000 Kilometer von der Front entfernten Jaroslawl getroffen.

Nächster Putin-Rückschlag: Ukraine nimmt Öl-Raffinerie und Militär-Flugplatz ins Visier

Vom Angriff auf den Flugplatz veröffentlichte der ukrainische Monitoring-Kanal Exilenova+ Videoaufnahmen, die den Einschlagsmoment sowie eine weitere Explosion auf dem Gelände zeigen sollen. In Jaroslawl drangen Drohnen laut Berichten in die Industriezone der Raffinerie ein – kurz darauf waren auf Aufnahmen Flammen nach Detonationen zu sehen. Das ukrainische Militär hat sich bislang nicht öffentlich zu den Angriffen geäußert.

Rostows Gouverneur beschwichtigt – die Vorgeschichte spricht dagegen

Der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljusar, erklärte auf Telegram, russische Kräfte hätten den Luftangriff abgewehrt und Drohnen über den Bezirken Millerowski und Kamenski abgefangen. Weder Opfer noch Schäden am Boden seien gemeldet worden.

Allerdings lässt die jüngere Vergangenheit Zweifel an solchen Entwarnungen aufkommen: Erst Ende August hatten ukrainische Drohnen den Militärflugplatz Millerowo in derselben Region getroffen. Dabei wurden nach Angaben der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme mehrere russische Radaranlagen zerstört und die Luftfahrtinfrastruktur beschädigt. Die Region Rostow beherbergt mehrere militärische Flugeinrichtungen und gerät daher immer wieder ins Visier Kiews.

Jaroslawl brennt – Putins Ölraffinerie erneut im Fadenkreuz

Auch die Ölraffinerie in Jaroslawl blieb in der Nacht nicht verschont. Telegram-Kanäle berichteten, dass Drohnen in das Industriegelände der Anlage eindrangen, bevor Explosionen und anschließende Brände auf Videoaufnahmen dokumentiert wurden. Das genaue Ausmaß der Zerstörung ließ sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.

Die Raffinerie ist kein neues Ziel: Bereits in der jüngeren Vergangenheit hatten ukrainische Drohnen Ölanlagen in der Region Jaroslawl angegriffen und dabei Feuer ausgelöst. Die Stadt liegt weit nördlich von Moskau – ein Beleg dafür, wie tief die ukrainischen Langstreckendrohnen mittlerweile in russisches Territorium vordringen können.

Drohnen als Wirtschaftswaffe: Moskaus Treibstoffversorgung unter Druck

Die nächtlichen Angriffe fügen sich in eine systematische ukrainische Strategie ein, die weit über symbolische Nadelstiche hinausgeht. Kiew nimmt seit Monaten gezielt russische Flugplätze, Verteidigungsanlagen und Energieinfrastruktur ins Visier, um Moskaus Fähigkeit zur Kriegsführung zu untergraben.

Besonders die wiederholten Attacken auf Raffinerien haben sich dabei als wirtschaftlich folgenreichster Aspekt der Langstrecken-Drohnenkampagne erwiesen. Laut "Kyiv Independent" trugen die Angriffe über den Sommer hinweg zu Treibstoffengpässen bei und ließen die russische Produktion deutlich einbrechen – ein Effekt, der Moskau empfindlicher treffen dürfte als mancher Erfolg auf dem Schlachtfeld.

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