Wladimir Putin angezählt?: Kreml-Rückschlag - Kiew macht über 4.600 Putin-Drohnen den Garaus
Die jüngsten Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg sind gescheitert, neue Zahlen des ukrainischen Verteidigungsministeriums zeigen allerdings: Putin steckt in einer misslichen Lage. Im August 2026 fing die Ukraine zwar über 4.600 Drohnen und Raketen ab.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
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- Ukraine mit beeindruckender Abschussbilanz im August
- Putins neue Drohnen setzen Kiews Luftabwehr unter Druck
- Bis zu 600 km/h schnelle Banderol-Drohnen sorgen für Alarm
- Selenskyj rechnet offenbar mit einem langen Ukraine-Krieg
Die ukrainische Flugabwehr hat im August 2026 eine beeindruckende Bilanz vorgelegt. Laut dem Verteidigungsministerium der Ukraine wurden im vergangenen Monat mehr als 4.600 Drohnen und Raketen bei der Abwehr großangelegter feindlicher Angriffe abgeschossen. Zusätzlich neutralisierten die Streitkräfte über 50.000 unbemannte Fluggeräte auf taktischer Ebene.
Ukraine-Zahlen belegen Erfolg - neue Putin-Drohnen bereiten jedoch Sorgen
An diesem Ergebnis waren verschiedene Teilstreitkräfte beteiligt: Neben der Luftwaffe und den Flugabwehrraketeneinheiten trugen auch Einheiten für elektronische Kriegsführung, unbemannte Systeme sowie mobile Feuergruppen der ukrainischen Verteidigungskräfte zur erfolgreichen Abwehr bei. Besondere Sorge bereitet den Militärs dabei eine neue Generation strahlgetriebener Drohnen, die mit Geschwindigkeiten von bis zu 600 km/h die bestehende Luftverteidigung vor wachsende Herausforderungen stellt.
Raketen, Kampfdrohnen, Aufklärer: Die ukrainische Abschussbilanz im Detail
Die Aufschlüsselung der abgefangenen Ziele zeigt das breite Spektrum der russischen Angriffe. Bei den Raketen verzeichnete die Luftwaffe 25 Marschflugkörper vom Typ Kh-101, acht ballistische Iskander-M/KN-23, acht Kalibr-Marschflugkörper, 21 gelenkte Kh-59/69-Luft-Boden-Raketen, vier Iskander-K-Marschflugkörper sowie fünf Oniks-Antischiffsraketen.
Den größten Anteil machten jedoch Drohnen aus: 1.876 Angriffsdrohnen der Typen Shahed-131/136 und 1.460 Shahed-238 wurden abgeschossen. Hinzu kamen 1.031 Aufklärungsdrohnen und 820 Lancet-Kamikaze-Drohnen. Besonders auffällig: 101 abgefangene S8000 Banderol – jene strahlgetriebenen Flugkörper, die als Mischung aus Drohne und Marschflugkörper gelten und zunehmend zum Problem werden.
Strahlgetriebene Drohnen werden zur täglichen Gefahr
Ballistische Raketen stellen nach wie vor die größte Herausforderung für die ukrainische Flugabwehr dar. Doch über den Sommer hinweg hat Russland den Einsatz von Drohnen mit Strahlantrieb massiv ausgeweitet. Bei einigen der schweren Angriffswellen machten diese schnellen Flugkörper bereits rund die Hälfte aller eingesetzten Langstrecken-UAVs aus.
Herkömmliche strahlgetriebene Drohnen erreichen Geschwindigkeiten von etwa 400 km/h, was die verfügbare Reaktionszeit für Erkennung und Bekämpfung erheblich verkürzt. Noch bedrohlicher ist die S8000 Banderol: Diese als Drohnen-Raketen bezeichneten Loitering-Munitionstypen fliegen mit bis zu 600 km/h. Laut dem ukrainischen Verteidigungsministerium setzt der Feind sie mittlerweile praktisch täglich ein – eine Entwicklung, die den Druck auf die Luftverteidigung kontinuierlich erhöht.
Ukraine-Krieg aktuell - Kiew drängt auf mehr Hilfe aus dem Ausland
Das ukrainische Verteidigungsministerium arbeitet nach eigenen Angaben systematisch daran, die Flugabwehr des Landes zu stärken. Gleichzeitig richtet es einen dringenden Appell an die internationalen Partner: Diese sollen die heimische Drohnenproduktion der Ukraine finanziell unterstützen und die Lieferung von Raketen für bestehende Luftverteidigungssysteme beschleunigen.
Die Augustzahlen unterstreichen zwar die Leistungsfähigkeit der ukrainischen Luftabwehr, offenbaren aber zugleich das enorme Ausmaß der täglichen Angriffe. Ohne zusätzliche internationale Unterstützung dürfte es immer schwieriger werden, die hohen Abfangquoten aufrechtzuerhalten.
Zudem gilt es zu Bedenken, dass die Überprüfbarkeit der ukrainischen Angaben nicht möglich ist, da die Quellenlage während des gesamten Verlaufs des Ukraine-Kriegs nicht einsehbar ist. Das positive Herausstellen der Kriegserfolge beider Seiten ist strategisch ein wichtiger Baustein bei der Berichterstattung über den Ukraine-Krieg und dient auch dazu, die Moral der Truppen zu stärken und Verhandlungsverläufe zu beeinflussen.
Nach Verhandlungen zwischen Wladimir Putin und den USA -Selenskyj mit wenig Hoffnung
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj indes hat sich nach seinen Unterredungen mit Vertretern der USA und Europas wenig optimistisch über die Aussichten auf einen baldigen Frieden geäußert. "Sollte sich der Krieg bis zum Winter ziehen, und danach sieht es aktuell aus, brauchen wir ein "Winterpaket"", sagte Selenskyj nach Angaben ukrainischer Medien. Darüber habe er länger mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner sowie den Vertretern Europas gesprochen. Die Unterredungen selbst nannte er lediglich "äußerst inhaltsvoll".
"Wir haben vereinbart, dass sich die Ukraine, Europa und Amerika in Kürze treffen werden", sagte Selenskyj nach den Verhandlungen in Kiew, an denen sich auch die Sicherheitsberater der Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien beteiligt hatten. Einen konkreten Termin nannte Selenskyj nicht.
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ife/sfx/news.de/stg/dpa
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