Friedrich Merz: Kanzler-Knall immer verheerender - AfD mit großem Abstand stärkste Kraft

Diese Umfrageergebnisse sind ein Armutszeugnis für Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Kabinett. Während die AfD mit großem Abstand weiterhin stärkste Kraft bleibt, wächst die Unzufriedenheit mit dem Kanzler und seiner Regierung weiter. Allerdings kassiert auch die Weidel-Partei einen kleinen Dämpfer.

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Friedrich Merz' Zustimmungswerte befinden sich weiterhin im Sinkflug. (Foto) Suche
Friedrich Merz' Zustimmungswerte befinden sich weiterhin im Sinkflug. Bild: picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg
  • Aktuelle Insa-Umfrage: Friedrich Merz erhält verheerende Nachrichten
  • AfD bleibt mit großen Abstand stärkste Kraft vor der Union
  • 78 Prozent unzufrieden mit der Arbeit der Merz-Regierung
  • Merz' Zustimmungswerte weiterhin im Sinkflug

Diese Umfrageergebnisse sollten bei Friedrich Merz, der unlängst mit seinem Optimismus die Wut der Wähler auf sich gezogen hat, und seinem Kabinett sämtliche Alarmglocken schrillen lassen. Nur noch 17 Prozent der Deutschen stehen hinter dem Bundeskanzler und seiner Regierung und die AfD ist weiterhin mit großem Abstand die stärkste Kraft. Zwar muss die Rechtsaußen-Partei im aktuellen Insa-Sonntagstrend einen leichten Dämpfer hinnehmen, kommt aber noch immer auf 28 Prozent.

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Kanzler-Knall immer verheerender - AfD bleibt mit großem Abstand stärkste Kraft

Damit führt die AfD das Ranking weiterhin mit erheblichem Vorsprung an. Die Union kommt unverändert auf 20 Prozent und der Abstand zwischen beiden Parteien beträgt damit satte acht Punkte. CDU und CSU schaffen es trotz Regierungsverantwortung nicht, den Rückstand zu verkürzen. Bei den übrigen Parteien zeigt sich im aktuellen Insa-Sonntagstrend ein weitgehend unverändertes Bild.

SPD verzeichnet minimalen Aufschwung - Sozialdemokraten gleichauf mit den Grünen

Die SPD kann sich geringfügig steigern und klettert von 12 auf 13 Prozent. Damit liegen die Sozialdemokraten gleichauf mit den Grünen, die ebenfalls bei 13 Prozent verharren. Die Linke hält sich stabil bei 10 Prozent. BSW und FDP erreichen jeweils 4 Prozent und würden damit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Auf sonstige Parteien entfallen unverändert 8 Prozent. Bemerkenswert: Insgesamt gehen 16 Prozent der Stimmen an Parteien, die den Einzug in den Bundestag derzeit verfehlen würden, was erhebliche Auswirkungen auf die Mehrheitsverhältnisse hat. Bereits gut 42 Prozent der Stimmen würden damit rechnerisch für eine parlamentarische Mehrheit genügen.

Armutszeugnis für Merz - AfD fast gleichauf mit beiden Regierungsparteien zusammen

Die Koalitionsarithmetik offenbart das ganze Ausmaß der Merz-Krise. Union und SPD erreichen gemeinsam gerade einmal 33 Prozent. Die AfD als einzelne Oppositionspartei liegt mit ihren 28 Prozent nur fünf Punkte dahinter. Ein rot-grün-rotes Bündnis aus SPD, Grünen und Linken käme rechnerisch auf 36 Prozent und würde damit sogar die aktuelle Regierungskoalition übertreffen. Für eine tatsächliche parlamentarische Mehrheit würde das allerdings nicht reichen.

Einzig eine sogenannte Kenia-Koalition aus CDU/CSU, SPD und Grünen könnte mit zusammen 46 Prozent eine Mehrheit im Bundestag sichern. Angesichts der niedrigen Hürde von rund 42 Prozent für eine Parlamentsmehrheit wäre dieses Dreierbündnis rechnerisch handlungsfähig.

Friedrich Merz' Zustimmungswerte weiterhin im Sinkflug

Die Zufriedenheitswerte für die Regierungsspitze fallen auch in der aktuellen Umfrage weiterhin desaströs aus. 78 Prozent der Befragten bewerten die Arbeit der Bundesregierung negativ. Kanzler Merz persönlich steht mit 77 Prozent Unzufriedenheit kaum besser da. Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil schneidet im Vergleich etwas weniger schlecht ab, erreicht aber ebenfalls einen Negativwert von 65 Prozent.

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