Donald Trump: Wirbel um versprochenes "Billig"-Benzin" - nun geht es vor Gericht
Donald Trump bekommt indirekt einmal mehr Ärger mit der Justiz. Grund dafür ist das von ihm angepriesene Billig-Tankstellennetzwerk "Freedom-Fuel". Das Angebot hat nämlich einen gewichtigen Haken - der Zulieferer soll den Sprit nicht bezahlt haben.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
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- Donald Trump preist günstiges Tankstellennetzwerk an - kurz nach dem Iran-Krieg
- Betreiber von "Freedom Fuel" vor Gericht - Zulieferer soll nicht gezahlt haben
- So reagiert das Weiße Haus auf den neuen Benzin-Wirbel
Es ist nicht das erste Mal, dass US-Präsident Donald Trump Probleme mit der Justiz bekommt. In diesem Fall trifft es den 80-Jährigen zumindest nur indirekt. Dennoch ist der Wirbel um Trumps Tankstellenversprechen groß.
Donald Trump preist "Billig"-Benzinnetzwerk an
Im Juli stellte US-Präsident Donald Trump stolz 25 Tankstellen des sogenannten "Freedom Fuel"-Netzwerks vor und lobte deren besonders niedrige Spritpreise. Doch hinter den verlockenden Angeboten steckt offenbar ein weniger ruhmreiches Geschäftsmodell: Ein Zulieferer des Netzwerks soll seinen Kraftstoff schlicht nie bezahlt haben, berichtet "t-online.de"unter Berufung auf Recherchen des Guardians.
Das geht aus einer Klage hervor, die die Mansfield Oil Company am 19. August bei einem US-Bezirksgericht einreichte. Darin wird dem Unternehmen KRSM vorgeworfen, Treibstoff im Wert von knapp vier Millionen Dollar bezogen zu haben, ohne jemals dafür aufzukommen. Einen Teil dieses Kraftstoffs verkaufte KRSM laut Klageschrift an Tankstellen des Freedom-Fuel-Netzwerks – jenes Netzwerks also, das Trump persönlich als Erfolgsgeschichte präsentierte.
Benzin-Lüge aufgedeckt: Fast vier Millionen Dollar – und kein Cent zurück
Laut der 179 Seiten umfassenden Klageschrift erhielt KRSM zwischen dem 21. Mai und dem 7. Juli mehr als 1,1 Millionen Gallonen Kraftstoff von Mansfield Oil – umgerechnet rund 4,2 Millionen Liter. Die Gesamtkosten beliefen sich auf knapp vier Millionen Dollar. Vertraglich war vereinbart, dass KRSM sämtliche Rechnungen binnen zehn Tagen nach Eingang begleichen muss.
Doch das Geld kam nie an. Ende Juli informierte Mansfields Bank das Unternehmen darüber, dass die ausländische Firma die Scheckanforderungen "abgelehnt" habe, wie es in der Klage heißt. Auch bis Mitte August – dem Zeitpunkt der Klageeinreichung – war die Rechnung weiterhin offen. KRSM wird von Syed Kazmi geführt, der bereits Anfang 2022 den Kreditantrag bei Mansfield unterzeichnet hatte.
Hat Donald Trump zu hoch gepokert? Günstig tanken auf Kosten anderer
Dass Trump die Freedom-Fuel-Stationen ausgerechnet während des Iran-Krieges anpries, kam nicht von ungefähr: Der landesweite Durchschnittspreis für eine Gallone Normalbenzin liegt nach Daten des Automobilclubs AAA derzeit bei rund 4,07 Dollar – umgerechnet etwa 93 Cent pro Liter. Die Freedom-Fuel-Tankstellen boten ihren Sprit dagegen für durchschnittlich rund 89 Cent pro Liter an.
Ein spürbarer Unterschied, der allerdings einen simplen Grund gehabt haben soll: Laut der Klageschrift war KRSM gar nicht in der Lage, Kraftstoff tatsächlich vergünstigt weiterzuverkaufen. Die niedrigen Preise seien nur möglich gewesen, weil das Unternehmen Mansfield Oil als Lieferanten schlicht nie für den bezogenen Treibstoff entlohnt habe.
Das Weiße Haus geht auf Distanz
Die Trump-Regierung bemüht sich derweil, jeden Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Betrug von sich zu weisen. Ein Beamter des Weißen Hauses erklärte gegenüber "The Hill", die Regierung habe "keinerlei Kontakt oder Geschäftsbeziehungen zu KRSM oder Kazmi" gehabt. Auch eine mit dem Freedom-Fuel-Geschäft vertraute Quelle betonte laut der Zeitung, dass weder KRSM noch dessen Chef Syed Kazmi in irgendeiner Weise mit dem Tankstellennetzwerk verbunden seien.
Wie genau der unbezahlte Kraftstoff dann an Stationen gelangte, die Trump höchstpersönlich als Vorzeigemodell präsentierte, bleibt damit vorerst ungeklärt. Die Klageschrift umfasst 179 Seiten – Stoff genug also für weitere unangenehme Details.
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