Donald Trump: US-Präsident knöpft sich Kanadas Regierungschef vor – der schlägt zurück
Donald Trump teilt erneut heftig gegen Kanada aus und nimmt Regierungschef Mark Carney sowie Ontarios Premier Doug Ford ins Visier. Doch Carney kontert selbstbewusst und weist Trumps Vorwürfe zurück.
Von news.de-Redakteurin Mia Lada-Klein - Uhr
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- Trump attackiert Kanadas politische Führung
- Mark Carney widerspricht dem US-Präsidenten deutlich
- Streit zwischen Washington und Ottawa spitzt sich weiter zu
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Der Ton zwischen Donald Trump und der kanadischen Regierung bleibt rau. Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit sorgt der US-Präsident immer wieder mit Aussagen über das Nachbarland für Aufsehen. Dabei hat Trump mehrfach die Idee ins Spiel gebracht, Kanada könne zum 51. US-Bundesstaat werden.
Nun nimmt der US-Präsident den kanadischen Regierungschef Mark Carney und Ontarios Premier Doug Ford ins Visier. Auf Truth Social holt Trump zu einer scharfen Attacke gegen die beiden Politiker aus.
Trump bezeichnet Kanadas Führung als unfähig
Trump wirft Kanada vor, wirtschaftlich massiv von den USA abhängig zu sein. In seinem Beitrag behauptet er, die Vereinigten Staaten hätten Kanada über Jahrzehnte unterstützt und diese Unterstützung müsse nun ein Ende haben. Besonders Doug Ford bekommt sein Fett weg. Trump stellt ihn als wenig beeindruckenden Politiker dar und zieht sogar einen Vergleich zu dessen verstorbenem Bruder Rob Ford, dem früheren Bürgermeister von Toronto.
Auch Kanadas Regierungschef Mark Carney bleibt von Trumps Angriff nicht verschont. Trump bezeichnet ihn abwertend als Teil einer aus seiner Sicht gescheiterten politischen Führung. Zudem behauptet der US-Präsident, Kanada könne ohne die Vereinigten Staaten wirtschaftlich nicht bestehen. Er verweist unter anderem auf die Energieversorgung und den Handel zwischen beiden Ländern. Gleichzeitig zeichnet Trump ein düsteres Bild der kanadischen Wirtschaft und spricht von einer Arbeitslosenquote von zehn Prozent.
Seine Botschaft fällt entsprechend scharf aus: Kanada müsse seine Politik ändern, andernfalls könnten die Konsequenzen noch deutlich härter ausfallen.
Kanadas Premierminister widerspricht Trump
Mark Carney lässt die Vorwürfe allerdings nicht unwidersprochen. Der kanadische Premierminister betont, dass die Beziehung zwischen beiden Ländern zwar eng sei, Kanada seine Stärke aber nicht den Vereinigten Staaten verdanke.
"Kanada lebt nicht wegen der Vereinigten Staaten. Kanada floriert, weil wir Kanadier sind", erklärt Carney und setzt damit bewusst einen Kontrapunkt zu Trumps Darstellung.
Bereits beim Weltwirtschaftsforum in Davos hatte sich Carney selbstbewusst präsentiert. Dort positionierte er sich unter anderem deutlich gegen imperialistische Bestrebungen und stellte sich in der Debatte über eine mögliche Übernahme Grönlands durch die USA an die Seite Dänemarks und anderer europäischer Staaten.
Carney wirbt für ein selbstbewusstes Kanada
In einer Ansprache an die Kanadier formulierte Carney zudem ein politisches Gegenbild zu nationalistischen und populistischen Tendenzen. Kanada solle in einer zunehmend unruhigen Welt ein stabilisierendes Beispiel sein. Dabei stellte er insbesondere die Bedeutung von Vielfalt und demokratischen Grundrechten heraus. Ein vielfältiges Land könne Stärke aus seiner Unterschiedlichkeit ziehen, so die Botschaft des Regierungschefs.
Donald Trump zieht Konsequenzen
Donald Trump reagiert auf Carneys selbstbewusstes Auftreten offenbar wenig begeistert. Der US-Präsident nahm demnach eine Einladung Carneys in den von Trump gegründeten Friedensrat wieder zurück. Damit dürfte sich der Konflikt zwischen Washington und Ottawa weiter verschärfen.
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mlk/sfx/news.de
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