Ukraine-Krieg: Putins Armee schrumpft - so viele Soldaten hat Russland verloren

Der Ukraine-Krieg ist für Wladimir Putin mit hohen personellen Verlusten verbunden. Besonders im Herbst 2024 verschärfte sich die Lage für die russischen Truppen. Mittlerweile muss der Kreml übereinstimmenden Angaben zufolge bereits weit über eine Million getötete oder verwundete Soldaten beklagen.

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Wladimir Putin muss im Ukraine-Krieg hohe personelle Verluste verkraften. (Foto) Suche
Wladimir Putin muss im Ukraine-Krieg hohe personelle Verluste verkraften. Bild: picture alliance/dpa/Russian Presidential Press Service | Uncredited
  • Hohe personelle Verluste für Wladimir Putin im Ukraine-Krieg
  • Besonders kritische Phase begann im Herbst 2024 mit über 40.000 gefallenen Soldaten pro Monat
  • Bis zum Sommer 2026 sollen insgesamt rund 1,4 Millionen russische Streitkräfte getötet oder verwundet worden sein

Seit dem Beginn der Invasion am 24. Februar 2022 hat die russische Armee enorme personelle Verluste erlitten. Wie hoch die Zahl der getöteten und verwundeten Soldaten tatsächlich ist, lässt sich nur schwer feststellen. Der Kreml veröffentlicht keine Bilanz dazu, während die Ukraine ihre Angaben zu den sogenannten "personellen Verlusten" täglich aktualisiert. Allerdings sind diese Zahlen mit Vorsicht zu bewerten, da sie von einer Kriegspartei stammen. Abseits davon zeichnen auch andere verfügbare Daten ein deutliches Bild:Besonders seit 2024 soll sich der personelle Aderlass der russischen Streitkräfte erheblich beschleunigt haben.

Hohe Verluste für Wladimir Putin im Ukraine-Krieg: Russische Streitkräfte seit Herbst 2024 enorm unter Druck

Ein besonders verlustreicher Zeitraum begann im Herbst 2024. Bereits der September jenes Jahres wurde als einer der "tödlichsten Monate" für die russischen Streitkräfte seit Beginn der Invasion bezeichnet. Damals berichtete der estnische Militärgeheimdienst, dass durchschnittlich 1.271 russische Soldaten pro Tag gefallen sein sollen - also mehr als 38.000 innerhalb eines Monats. Für Oktober 2024 wurden für Russland 40.000 getötete oder verwundete Soldaten prognostiziert. 

Kaum Geländegewinne, dafür mehr als 100.000 gefallene Soldaten in kurzer Zeit

Noch dramatischer entwickelte sich die Lage im November 2024. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums verlor die russische Armee in diesem Monat sogar 45.720 Soldaten. Eine Analyse der US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) kam zugleich zu dem Ergebnis, dass Russland zwischen September und November 2024 bei seiner Offensive in Donezk rund 125.800 Soldaten verloren haben könnte. Für vergleichsweise geringe Geländegewinne musste die russische Armee demnach einen außergewöhnlich hohen personellen Preis entrichten.

Millionen-Marke bei personellen Verlusten für Russland im Jahr 2025 erreicht

Die Probleme für Wladimir Putin wurden in den darauffolgenden Monaten nicht geringer. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums verzeichnete Russland im Januar 2025 sogar 48.240 personelle Verluste. Zugleich betonte Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj, dass der Kreml allein im Jahr 2024 rund 434.000 Opfer, darunter etwa 150.000 Tote, zu beklagen gehabt habe. Anfang Februar 2025 sollen die Gesamtverluste für Moskau seit Kriegsbeginn bereits auf mehr als 800.000 gestiegen sein. Im späteren Verlauf des Jahres wurde laut Kiew auch noch die Millionen-Marke geknackt. Bereits im September 2025 wurde über knapp 300.000 weitere Gefallene auf russischer Seite seit Jahresbeginn berichtet.

Russlands Verluste übersteigen die der Ukraine

Die hohen Verluste setzten sich auch 2025 und 2026 fort, wenngleich die monatlichen Werte Schwankungen unterlagen. Bis zum 11. Mai 2026 meldete die Ukraine insgesamt rund 1,342 Millionen russische Verluste seit Beginn der Invasion. Eine Analyse des US-Thinktanks Center for Strategic and International Studies (CSIS) aus dem Sommer 2026 bezifferte die russischen Gesamtverluste bis dahin auf rund 1,4 Millionen getötete, verwundete oder vermisste Soldaten. Davon seien nach CSIS-Schätzungen etwa 400.000 bis 450.000 russische Soldaten gefallen. Besonders alarmierend für Moskau: Im ersten Halbjahr 2026 soll das Verhältnis der russischen zu den ukrainischen Verlusten laut CSIS bei etwa 8:1 gelegen haben. Trotz der anhaltend hohen Verluste setzte Putin seinen Angriffskrieg ununterbrochen fort.

Weiterführende Informationen zu den russischen Verlusten und zum Ukraine-Krieg finden Sie in folgenden Artikeln:

/hos/news.de/dpa/cpt

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