Wladimir Putin: Drohnenangriffe auf Russland – Ukraine setzt Kremlchef unter Druck

In den vergangenen Monaten hat die Ukraine immer wieder Ziele tief innerhalb Russlands mit Drohnen angegriffen. Militärflugplätze, Energieanlagen, aber auch die Schwarzmeerflotte auf der Halbinsel Krim gerieten ins Visier.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wladimir Putin muss sich im Ukraine-Krieg verstärkt mit ukrainischen Drohnenangriffen auf russisches Gebiet befassen. (Foto) Suche
Wladimir Putin muss sich im Ukraine-Krieg verstärkt mit ukrainischen Drohnenangriffen auf russisches Gebiet befassen. Bild: picture alliance/dpa/Sputnik Kremlin Pool via AP | Alexander Kazakov
  • Ukraine trifft bei Drohnenangriffen regelmäßig Ziele im russischen Hinterland
  • Putin-Bomber bei "Operation Spinnennetz" ins Visier genommen
  • Größte russische Ölraffinerie in Omsk gerät in Brand
  • Moskauer Gebiet im August 2026 unter schwerem Beschuss
  • Drohnenangriffe auf die Krim treffen Putins Schwarzmeerflotte und sorgen für Versorgungsengpässe

Der Ukraine-Krieg wird zunehmend auch tief im russischen Hinterland ausgetragen. Kiew hat in den vergangenen Monaten seine Drohnenangriffe auf russisches Staatsgebiet deutlich ausgeweitet. Dabei geraten längst nicht mehr nur Grenzregionen ins Visier: Ukrainische Drohnen erreichen Moskau, Industriezentren, Rüstungsbetriebe und Militärflugplätze Tausende Kilometer von der Front entfernt.

Rückschlag für Wladimir Putin: Russische Bomber bei "Operation Spinnennetz" getroffen

Am 1. Juni 2025 sorgte die sogenannte "Operation Spinnennetz" weltweit für Schlagzeilen. Es handelte sich um einen hochpräzisen Schlag gegen mehrere russische Militärflugplätze.Ukrainische Drohnen griffen nach Angaben Kiews mindestens vier Stützpunkte an, darunter Belaja in Sibirien, Olenja in der Region Murmansk, Iwanowo und Djagilewo. Dabei sollen über 40 russische Kampfflugzeuge getroffen worden sein.Zu den betroffenen Maschinen gehörten strategische Bomber, die Russland für Angriffe auf die Ukraine einsetzt. Kiew bezifferte den entstandenen Schaden auf rund sieben Milliarden US-Dollar.

Ukrainischer Drohnenangriff auf größte russische Ölraffinerie in Omsk

Regelmäßig werden auch russische Energieanlagen zum Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Immer wieder nehmen Kiews Streitkräfte dabei den Treibstoff-Nachschub für Putins Soldaten ins Visier. Im Juli 2026 wurde beispielsweise die größte russische Ölraffinerie im sibirischen Omsk getroffen - rund 2.500 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Im Netz verbreitete Videos zeigten einen Brand auf dem Gelände. Moskau äußerte sich nicht zu möglichen Schäden an der Anlage.

Hunderte Drohnen auf Moskau abgefeuert – Berichte über Todesopfer

Einer derschwersten ukrainischen Drohnenangriffe auf russisches Gebiet ereignete sich in der Nacht zum 16. August 2026. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden landesweit 822 ukrainische Drohnen abgefangen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach allein mit Blick auf die Hauptstadtregion von rund 600 Drohnen, von denen 201 über dem Moskauer Gebiet abgefangen worden seien. Es gerieten unter anderem ein großes Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries, das auch als "russisches Amazon" bezeichnet wird, sowie weitere Industrie- und Lagerstandorte in Brand. Nach Angaben russischer Behörden starb im Moskauer Gebiet ein 83-jähriger Mann, mehrere Menschen wurden verletzt. Auch bei früheren ukrainischen Drohnenangriffen soll es bereits Todesopfer gegeben haben. 

Ukraine attackiert Ziele auf der Krim – Nachschub für Putins Truppen blockiert

Darüber hinaus führten ukrainische Spezialeinheiten weitere Drohnenangriffe auf die seit 2014 durch Russland völkerrechtswidrig annektierte Krim durch. Im Juni 2026 soll dabei die letzte wichtige Versorgungsbrücke für Putins Truppen in Armjansk zerstört worden sein. Außerdem geriet die russische Schwarzmeerflotte im selben Monat offenbar so sehr unter Druck, dass sie ihren wichtigsten Stützpunkt auf der Krim in Sewastopol räumen musste. Die Angriffe im Sommer 2026 führten auf der Krim zudem zu Stromausfällen und Versorgungsengpässen, was innerhalb der Bevölkerung den Wunsch nach einem Ende des Krieges vergrößerte. Zudem brachten ukrainische Drohneneinheiten eine wichtige Versorgungsroute auf dem Krim-Donezk-Korridor unter ihre "Feuerkontrolle".

In folgenden Artikeln finden Sie weiterführende Informationen zu den schlimmsten ukrainischen Drohnenangriffen auf russisches Gebiet:

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