Wladimir Solowjow: Putin-Propagandist ruft "heiligen Krieg" aus und droht mit Vernichtung

In einer bizarren Rede im russischen Staatsfernsehen hat Top-Putin-Propagandist Wladimir Solowjow von einem "heiligen Krieg" gegen den Westen gesprochen. Er drohte Russlands Feinden zudem mit "gnadenloser" Vernichtung.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Laut Putin-Propagandist Wladimir Solowjow führt Russland einen heiligen Krieg. (Foto) Suche
Laut Putin-Propagandist Wladimir Solowjow führt Russland einen heiligen Krieg. Bild: picture alliance / dpa | Alexander Shcherbak/Tass/Host Ph
  • Wladimir Solowjow ruft im russischen Staatsfernsehen den "heiligen Krieg" aus
  • Laut Putin-Propagandist führt Moskau einen Kampf gegen "Satanisten"
  • Westlichen Ländern droht er mit Vernichtung

Die ukrainischen Drohnenangriffe auf russisches Gebiet setzen dem Kreml weiterhin schwer zu. Erst in der Nacht zu Donnerstag, dem 20. August, sollen erneut mehrere wichtige Öl-Anlagen im Hinterland getroffen worden sein.Bereits Anfang der Woche hatte Kiew die Region um Moskau Berichten zufolge wieder mit Hunderten Drohnen angegriffen. Die aktuellen Entwicklungen sorgen für Ärger beim Top-Propagandisten Wladimir Solowjow, der dem Westen die Schuld für die anhaltenden Angriffe gibt. In einer bizarren Rede im Staatsfernsehen rief er nun einen "heiligen Krieg" aus.

Wladimir Solowjow spricht im russischen Staatsfernsehen vom "heiligen Krieg"

"Seit langem schon ist dieser Krieg von Natur aus heilig", behauptete Solowjow. Dazu führte er in seiner Sendung, von der ein Ausschnitt auf dem YouTube-Kanal "Russian Media Monitor" veröffentlicht wurde, weiter aus: "Es ist kein Zufall, dass wir es mit regelrechten Dämonen zu tun haben. Wir stehen denen gegenüber, die gegen Gott kämpfen. Im Großen und Ganzen haben wir es mit Satanisten zu tun, die daraus nicht einmal einen Hehl machen." Eine direkte Warnung richtete er an den britischen Premierminister und drohte mit dem Einsatz der Unterwasserdrohne "Poseidon" mit Nuklearantrieb. "Wir sollten aufhören, sie zu warnen – es ist Zeit, sie zu vernichten."

Putin-Propagandist droht dem Westen mit Vernichtung

"Was kürzlich in Moskau geschehen ist, ist ein Symbol der Heiligkeit, ein Symbol dafür, dass Russland zu einem heiligen Kampf gegen das absolute Böse, gegen die absolute Finsternis berufen ist", erklärte Solowjow weiter. Während Bilder einer religiösen Zeremonie eingeblendet wurden, verbreitete der Putin-Propagandist weitere erschreckende Theorien: "Unser Sieg ist ebenso unvermeidlich wie der Sieg des Lichts über die Finsternis. Parallelen zum Großen Vaterländischen Krieg sind angebracht. Parallelen zur gesamten Geschichte unseres Landes sind angebracht. Eine Geschichte voller Kriege und Siege. Eine Geschichte der Selbstverwirklichung und der Selbstfindung." Gott sei mit den Russen. "Wenn Gott mit uns ist, wer kann dann gegen uns sein?" Russlands Feinde würden im Gegenzug "in Sünde versinken" und Sünder verehren. "Dies ist ein heiliger Krieg, und wir sind verpflichtet, ihn zu gewinnen ... Es ist das größte Glück und die größte Ehre, in diesem entscheidenden Moment der Weltgeschichte und der Geschichte unseres Landes die schwierigste spirituelle Berufung zu erfüllen, die die wichtigste ist und mit nichts anderem verglichen werden kann."

Solowjow zieht bizarren Bibel-Vergleich

Gegenüber der Nato richtete Solowjow eindringliche Worte: "Der Westen wütet. Wir haben Mittel, um dem entgegenzuwirken. Wir stehen einer wahren Horde gegenüber, der Finsternis, den Legionen. Wieder einmal kommen sie, um das russische Volk, die Spiritualität und die Orthodoxie zu vernichten." Er forderte dazu auf, Waffenfabriken und Kommandozentralen in Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland zu zerstören. Russland müsse schließlich nur Gott fürchten. "Die Bibel sagt, wie es geschehen soll. Feuer fiel vom Himmel herab, und Sodom und Gomorra wurden vernichtet. Und nun müssen das neue Sodom und Gomorra der Nato gnadenlos vernichtet werden." Für Solowjow ist klar: "Es ist an der Zeit, dass sich die heiligen russischen Truppen zeigen, indem sie ihren ganzen gerechten Zorn gegen die Gottlosen entfesseln." 

"Klingt nach einem üblen LSD-Trip": Spott für Solowjows Aussagen

Solowjow gilt als Hardliner. Während des Ukraine-Kriegs forderte er im russischen Staatsfernsehen bereits mehrfach zum Einsatz von Atomwaffen. Bislang hat Putin jedoch nicht auf solch ein ultimatives Mittel zurückgegriffen. Auf X (vormals Twitter) sorgen die neuesten Äußerungen des Propagandisten für Spott. In den Kommentaren heißt es:

  • "Das klingt nach einem üblen LSD-Trip."
  • "Er übertrifft Goebbels bei weitem darin, völligen Unsinn von sich zu geben."
  • "In der Hölle gibt es einen besonderen Platz für die gottlosen Russen, diesen abscheulichen Terroristen-Abschaum."

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