Ukraine-Krieg aktuell: Russland rüstet auf - neue Drohne bringt Nato in Bedrängnis

Im Ukraine-Krieg spielen Drohnen eine bedeutende Rolle. Immer wieder kommt es dabei zu Vorfällen, bei denen Drohnen über Nato-Gebiet abgeschossen werden müssen. Nun droht für das westliche Militärbündnis offenbar eine neue Gefahr.

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Die Drohnenabwehr könnte für Nato-Soldaten künftig komplizierter werden. (Foto) Suche
Die Drohnenabwehr könnte für Nato-Soldaten künftig komplizierter werden. Bild: picture alliance/dpa | Jan Woitas
  • Warnung vor neuer russischer Geran-5-Drohne
  • Laut Politikwissenschaftler Thomas Jäger weniger Vorwarnzeit "für Abwehr durch Nato-Truppen"
  • Estnischer Sicherheitsexperte fordert Abschuss von Drohnen ohne Zögern und harte Reaktionen gegenüber Moskau

Trotz zahlreicher Rückschläge im Ukraine-Krieg setzt Russland seine Angriffe ununterbrochen fort. Derweil rückt der Konflikt immer näher an die Nato heran. US-Geheimdienste und Sicherheitsexperten warnen, dass Wladimir Putin bereits in wenigen Wochen einen militärischen Vorstoß gegen das westliche Militärbündnis wagen könnte. Besondere Sorge mit Blick auf den weiteren Kriegsverlauf bereitet auch die neue russische Geran-5-Drohne mit einer Reichweite von 1.000 Kilometern, wie aktuell die "Bild" berichtet.

Ukraine-Krieg aktuell: Russische Geran-5-Drohne bringt Nato in Bedrängnis

Laut dem Kölner Politikwissenschaftler Thomas Jäger fliegt sie deutlich schneller als ihre Vorgängermodelle, was "für die Abwehr durch Nato-Truppen die Vorwarnzeit" drastisch verkürze. Grundsätzlich verfügt das Bündnis über verschiedene Mittel zur Drohnenbekämpfung. Das zentrale Problem liegt jedoch in der Ökonomie: Die Kosten für die Abwehr übersteigen den Preis der angreifenden Drohnen bei Weitem. Laut Jäger arbeitet die Nato zwar daran, ihre Verteidigung nicht nur effektiv, sondern auch finanziell tragbar zu gestalten – vollständig einsatzbereit sei man an dieser Front allerdings noch nicht.

Drohnen über Nato-Gebiet abgefangen: Forderung nach härterer Reaktion gegenüber Wladimir Putin

Immerhin gibt es Lichtblicke: Über Polen, Estland, Lettland und Rumänien wurden zuletzt mehrere Drohnen abgefangen. Der estnische Sicherheitsexperte Erkki Koort sieht laut "Bild" darin einen wichtigen Schritt: "Das hat dazu beigetragen, das Zögern bei Entscheidungen zu überwinden – eine wesentliche Voraussetzung, um Bedrohungen zu begegnen." Koort fordert, dass Sicherheitsbehörden grundsätzlich befugt sein müssten, unidentifizierte Drohnen vom Himmel zu holen, und verlangt härtere Reaktionen gegenüber Moskau."Jeder Angriff auf Nato-Gebiet muss mit einer sofortigen Reaktion auf russischem Boden beantwortet werden." Der Konflikt habe gezeigt, dass nicht teure Hochtechnologie, sondern die schiere Masse den Unterschied mache.

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