Ukraine-Krieg aktuell: Putins Öl-Anlagen im Visier - Drohnen schlagen erneut zu

Kiew setzt Wladimir Putin weiter unter Druck: In der Nacht sollen bei ukrainischen Drohnenangriffen erneut Ölanlagen in den Regionen Tatarstan und Krasnodar getroffen worden sein. Videos davon wurden in den sozialen Medien verbreitet.

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Schlechte Nachrichten für Wladimir Putin: Erneut hat die Ukraine russische Öl-Anlagen bei Drohnenangriffen getroffen. (Foto) Suche
Schlechte Nachrichten für Wladimir Putin: Erneut hat die Ukraine russische Öl-Anlagen bei Drohnenangriffen getroffen. Bild: picture alliance/dpa/Pool AP | Alexander Zemlianichenko
  • Ukrainischer Drohnenangriff auf Ölraffinerie in Tatarstan und Ölterminal in Krasnodar
  • Auch Umspannstation zur Stromversorgung auf der Krim getroffen laut Berichten
  • Kiew attackierte Ölanlagen bereits in den vergangenen Monaten

Um Wladimir Putin zu Friedensverhandlungen zu zwingen, hat die Ukraine in den vergangenen Monaten ihre Drohnenangriffe im russischen Hinterland intensiviert. Kiew will Moskau wirtschaftlich schwächen und für Versorgungsengpässe bei den Kreml-Truppen an der Front sorgen und nimmt deshalb immer wieder zentrale Energieanlagen ins Visier, die unter anderem Treibstoff liefern. In der Nacht zu Donnerstag, dem 20. August, soll es weitere Treffer gegeben haben.

Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen treffen russische Ölraffinerie und Ölterminal

Wie der "Kyiv Independent" unter Berufung auf russische Telegram-Kanäle berichtet, wurden sowohl die TANECO-Ölraffinerie in der autonomen Republik Tatarstan als auch das Ölterminal Tamanneftegaz in der Region Krasnodar attackiert.In sozialen Medien kursieren Fotos und Videos, die Einschläge von Langstreckendrohnen an der Raffinerie zeigen sollen. Das NASA-Satellitenüberwachungssystem FIRMS registrierte ein Feuer im Terminal. Darüber hinaus wurde offenbar die 500-Kilovolt-Umspannstation Taman angegriffen – ein wichtiger Bestandteil der Stromversorgung der von Russland besetzten Krim. Unabhängig überprüft werden konnten die Angaben bislang nicht. Eine offizielle Bestätigung der mutmaßlichen Angriffe bliebt zunächst aus.

Wladimir Putin unter Druck: Wiederholte Drohnenangriffe auf Anlagen in Tatarstan und Krasnodar

Die TANECO-Anlage in Nischnekamsk gehört zum Tatneft-Konzern und zählt laut "Kyiv Independent" mit einer jährlichen Verarbeitungskapazität von mehr als 17 Millionen Tonnen Rohöl zu den bedeutenden Raffinerien Russlands. Sie liegt rund 1.200 Kilometer von ukrainischem Territorium entfernt. Erst am 10. August hatten ukrainische Streitkräfte dieselbe Raffinerie getroffen. Damals bestätigte der ukrainische Generalstab den Angriff und meldete einen Brand auf dem Gelände. Die Öl- und Petrochemieanlagen rund um Nischnekamsk wurden in den vergangenen Monaten wiederholt getroffen. Auch das Tamanneftegaz-Terminal – eine zentrale russische Ölexportanlage am Schwarzen Meer – soll bereits im Juni beschädigt worden sein.

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