Donald Trump: "Unser Präsident ist verrückt" – Trump sorgt mit Drohung für Entsetzen

Donald Trump hat im Konflikt mit dem Iran offenbar eine neue Eskalationsstufe gezündet. Mit einer beispiellosen Wirtschaftsoperation will der US-Präsident Teheran isolieren und droht gleichzeitig allen Unterstützern des Regimes. Damit könnte Trumps Kampfansage plötzlich auch für andere Weltmächte gefährlich werden.

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Donald Trump sorgt mit seiner neuesten Iran-Drohung für Wirbel. (Foto) Suche
Donald Trump sorgt mit seiner neuesten Iran-Drohung für Wirbel. Bild: Jacquelyn Martin/AP/dpa/dpa
  • Trump kündigt einen "wirtschaftlichen D-Day" gegen den Iran und dessen Unterstützer an
  • China, Russland und Nordkorea könnten durch die angedrohten Maßnahmen ebenfalls unter Druck geraten
  • Während Trump verbal aufrüstet, sichert das US-Militär offenbar einen Schifffahrtskorridor durch die Straße von Hormus

Nachdem die Gespräche zwischen den USA und dem Iran vollständig zum Erliegen gekommen sind, hat Donald Trump am Mittwoch (19.08.2026) auf seiner Plattform Truth Social zu einem verbalen Rundumschlag ausgeholt. Er kündigte die "verheerendste Wirtschaftsoperation, die jemals gegen ein Land eingeleitet wurde" an und verglich sein Vorhaben mit einem "wirtschaftlichen D-Day" – in Anlehnung an die alliierte Landung in der Normandie am 6. Juni 1944, die den Anfang vom Ende der Nazi-Herrschaft in Westeuropa einläutete.

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Donald Trump droht Iran-Verbündeten mit "gewaltigen wirtschaftlichen Konsequenzen"

In gewohnt großspurigem Ton erklärte Trump, die iranische Marine sei "erledigt", die Luftwaffe "zerstört", die Rüstungsfabriken "in Trümmern" und die Landeswährung "wertlos". Diese "Wahnsinnigen" hingen "am seidenen Faden". Doch damit nicht genug: Sämtliche Staaten, deren Finanzinstitutionen, Unternehmen, Flughäfen oder Regierungsstellen dem Iran irgendeine Form von Rettungsleine zuwerfen, müssten selbst mit "GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen" rechnen, droht Trump in seinem Post. Alle Verbündeten der USA seien aufgerufen, sich an der Isolierung Teherans zu beteiligen. "DER IRAN WIRD NIEMALS EINE ATOMWAFFE BESITZEN", schloss der US-Präsident seinen Beitrag.

Bereits seit geraumer Zeit unterliegt der Iran US-amerikanischen Wirtschaftssanktionen. Trump will diese nun offenbar drastisch ausweiten. In seinem Truth-Social-Beitrag zählte er auf, was ab sofort unterbunden werden müsse: "Ölschmuggel, Währungstauschabkommen, Geldtransfers, Wechselstuben, Schiffsregister, Tarnfirmen – all das muss sofort gestoppt werden." Welche konkreten Mechanismen der US-Präsident dafür einsetzen will, ließ er allerdings offen. Ebenso unklar blieb, welche Staaten er mit seinen Drohungen ins Visier nimmt. Naheliegend wäre vor allem China, das nach wie vor iranisches Öl importiert – die zentrale Einnahmequelle des Regimes in Teheran. Doch auch Russland und Nordkorea unterhalten wirtschaftliche Verbindungen zum Iran. Ob Washington tatsächlich bereit wäre, gegen diese Länder vorzugehen, darf bezweifelt werden – ein Punkt, den Kritiker umgehend aufgriffen.

"Unser Präsident ist wahnsinnig": Wirbel um Trumps neueste Drohung

In den sozialen Medien erntete Trump für seine Aussage heftige Kritik. Die preisgekrönte Autorin Jennifer Erin Valent schrieb auf X: "Das ist erschreckend. Unser Präsident ist wahnsinnig." Die konservative Politikberaterin Camille Mackenzie sah in der Ankündigung lediglich einen weiteren verzweifelten Versuch, "sich aus dem Schlamassel zu befreien, den er selbst angerichtet hat". Die Gruppe "Republicans against Trump" merkte süffisant an, die USA hätten dank Trumps Politik kaum noch Verbündete übrig. Besonders häufig stellten Nutzer die Frage, ob die angekündigten Strafmaßnahmen auch für Russland, China und Nordkorea gelten würden. Professor und Politikberater Adam Cochran brachte es auf den Punkt: Würde Trump seine Drohung tatsächlich umsetzen, müsste er auch Russland sanktionieren, und daran habe er keinerlei Interesse. Es sei daher nichts als "heiße Luft".

Teheran zuckt nach Trump-Drohung mit den Schultern

Während sich in den USA die Empörung entlud, reagierte man im Iran betont gelassen auf Trumps neueste Eskalation. Die iranische Nachrichtenagentur Fars tat die Ankündigung auf Telegram als routinemäßige "psychologische Kriegsführung und Propagandakampagne" ab. Trump habe schließlich schon mehrfach den unmittelbar bevorstehenden Kollaps der Islamischen Republik beschworen. Passiert sei bisher wenig.

Ähnlich unaufgeregt ordnete die Nachrichtenagentur Tasnim die Lage ein: Die Vereinigten Staaten versuchten seit Jahren, sämtliche wirtschaftlichen Verbindungen zum Iran zu kappen – das sei "keine neue Entwicklung". Teheran habe inzwischen "gelernt, diese Beschränkungen zu umgehen, und ist darin mittlerweile sehr versiert".

Tatsächlich steht Trump zweieinhalb Monate vor den US-Zwischenwahlen unter erheblichem innenpolitischem Druck. Weder diplomatisch noch militärisch kann er bislang greifbare Fortschritte im Konflikt mit dem Iran vorweisen.

Nächtliche Konvois durch Straße von Hormus

Während Trump verbal aufrüstet, läuft im Persischen Golf längst eine handfeste Militäroperation. Wie "Axios" berichtete, hat das US-Militär einen gesicherten Schifffahrtskorridor durch die Straße von Hormus eingerichtet. Jede Nacht passieren demnach 15 bis 20 Tanker die Meerenge über eine südliche Route nahe der omanischen Küste – sowohl beladene Schiffe auf dem Weg hinaus als auch leere Tanker, die Öl in den Golfstaaten aufnehmen.

Täglich gelangen so rund zehn Millionen Barrel Rohöl auf den Weltmarkt – etwa die Hälfte des Vorkriegsvolumens. Eine zweiwöchige Militärkampagne des US-Zentralkommandos hatte zuvor Irans Radar- und Überwachungssysteme weitgehend ausgeschaltet. Die iranischen Revolutionsgarden feuern seither Drohnen und Marschflugkörper weitgehend blind in Richtung der vermuteten Schiffsrouten. Allein am Montagabend schoss das US-Militär acht Drohnen und zwei Marschflugkörper ab.

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/sfx/news.de/dpa/stg

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