Wladimir Putin: Drohnen-Panik beim Kreml – Putin flieht offenbar nach Sibirien

Hunderte ukrainische Drohnen sorgen in der Region Moskau für Chaos und Zerstörung. Während der Kreml von einem der schwersten Angriffe spricht, soll Wladimir Putin offenbar die Flucht nach Osten angetreten haben. Der Kremlchef verlagert seine Aktivitäten zunehmend nach Sibirien – weit weg von den ukrainischen Drohnen.

Erstellt von - Uhr

Wladimir Putins Angst vor den Drohnen – Kremlchef soll sich nach Sibirien zurückziehen. (Foto) Suche
Wladimir Putins Angst vor den Drohnen – Kremlchef soll sich nach Sibirien zurückziehen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Gavriil Grigorov
  • Ukraine startet Drohnen-Hammer gegen Moskau
  • Putin soll sich laut Berichten nach Sibirien und in den Fernen Osten zurückziehen
  • Ukraine nimmt russische Logistik ins Visier

Moskau kommt nicht zur Ruhe: In der Nacht zum 16. August 2026 wurde die russische Hauptstadtregion von einem der bislang schwersten ukrainischen Drohnenangriffe getroffen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach von rund 600 Drohnen, die in Richtung der Region unterwegs gewesen seien. 201 davon seien allein über dem Moskauer Gebiet abgefangen worden. Das russische Verteidigungsministerium meldete landesweit 822 abgefangene ukrainische Drohnen.

Weitere Nachrichten zu Wladimir Putin und den Ukraine-Krieg finden Sie am Ende des Artikels.

Moskau unter Drohnen-Beschuss – jetzt soll Putin das Weite suchen

Die Attacke traf zahlreiche Orte rund um die russische Hauptstadt. Nach Angaben des Moskauer Gebiets-Gouverneurs Andrei Woroschowkam dabei ein 83-jähriger Mann ums Leben. Mehrere Menschen wurden verletzt. Die Angaben stammen von russischen Behörden und konnten nicht in allen Punkten unabhängig überprüft werden. Doch während Moskau unter Beschuss gerät, sorgt vor allem eine andere Nachricht für Aufsehen: Wladimir Putin soll sich offenbar aus der Gefahrenzone zurückziehen.

Wladimir Putin flieht vor den Drohnen: Kremlchef zieht offenbar nach Osten

Nach Angaben des unabhängigen Telegram-Kanals "Mozhem Obyasnit", über die auch "The Daily Beast"berichtet, soll Putin seine Aktivitäten zunehmend in Richtung Osten verlagert haben. Demnach hält sich der russische Präsident inzwischen offenbar jenseits des Urals auf – also in Regionen, die deutlich weiter von den ukrainischen Drohnenangriffen entfernt liegen.

Die Berichte sprechen sogar von einer regelrechten Flucht vor den Drohnen. Der frühere ukrainische Regierungsberater Anton Geraschtschenko schrieb dazu auf X: "Putin hat das Zentrum seiner Aktivitäten verlagert und ist in einen Bunker jenseits des Urals gezogen. Seine Aufenthaltsorte verlagern sich zunehmend nach Sibirien und in den Russischen Fernen Osten."

Lebt Putin dauerhaft im Bunker?

Ob Putin tatsächlich dauerhaft in einem Bunker lebt oder seinen Aufenthaltsort lediglich aus Sicherheitsgründen verändert hat, lässt sich derzeit nicht unabhängig bestätigen. Sicher ist jedoch: Der Kremlchef hält sich seit einiger Zeit verstärkt in russischen Regionen östlich von Moskau auf. "The Daily Beast" berichtet zudem von einem mutmaßlich verdeckten Besuch in Nowosibirsk. Dabei soll ein Täuschungsflugzeug eingesetzt worden sein.

Für den Kreml ist die Entwicklung politisch brisant. Denn ukrainische Drohnenangriffe erreichen inzwischen regelmäßig Ziele tief im russischen Hinterland. Die russische Führung muss damit umgehen, dass der Krieg immer stärker auch im Alltag der russischen Bevölkerung und in der Nähe der Hauptstadt spürbar wird.

Wildberries-Lager brennt: Ukraine trifft russische Logistik

Besonders spektakulär war der Angriff auf ein riesiges Logistikzentrum des russischen Onlinehändlers Wildberries im Ort Koledino südlich von Moskau. Aufnahmen zeigten eine massive Rauchwolke über dem Gelände. Das 250.000 Quadratmeter große Lager gilt als eines der wichtigsten Logistikzentren des Konzerns.

Kiew sieht Wildberries nicht lediglich als gewöhnlichen Onlinehändler. Die Ukraine wirft dem Konzern vor, über seine Plattform auch Güter anzubieten, die militärisch genutzt werden können. Nach ukrainischen Angaben wurden inzwischen sieben der zehn größten Wildberries-Logistikzentren außer Betrieb gesetzt.

Damit zielt die Ukraine nicht nur auf militärische Einrichtungen, sondern zunehmend auch auf wirtschaftliche Strukturen, die für die russische Kriegswirtschaft von Bedeutung sind.

Putins eigener Ökonom rechnet ab – und fliegt raus

Dass der Krieg für Russland nicht nach Plan läuft, gestehen inzwischen selbst Kreml-Vertraute ein. Andrei Klepatsch, Chefökonom der staatlichen Wneschekonombank und einst von Putin selbst eingesetzt, zog bei einem Forum in Moskau eine vernichtende Bilanz. "Wir fallen zurück", sagte er laut "The Moscow Times". "Wir verlieren den technologischen und wirtschaftlichen Wettbewerb weltweit. Und wir verlieren nicht nur gegen China und die USA, sondern in mancher Hinsicht auch gegen die Ukraine."

Den Zermürbungskrieg könne Russland nicht gewinnen, so Klepatsch weiter: "Wir leben in der Illusion, dass alles zusammenbrechen wird. Das ist nicht passiert, und es wird nicht passieren. Unsere Kosten steigen." Wenige Tage nach Bekanntwerden seiner Äußerungen wurde er entlassen.

Auch diese Putin-News sind einen Blick wert:

/gom/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.