Wladimir Putin: Afrikaner enthüllt Russlands perfiden Kriegs-Trick
Er wollte sich in Russland zum Leibwächter ausbilden lassen – stattdessen landete ein 22-jähriger Afrikaner an der Ukraine-Front. Mit falschen Versprechen geködert, kämpfte er ums Überleben und wagte schließlich die spektakuläre Flucht.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Ein 22-jähriger Student aus Äquatorialguinea wollte sich in Russland zum Leibwächter ausbilden lassen
- Statt Ausbildung erlebte er Kampfhandlungen, Hunger und massive Verluste in seiner Einheit
- Mit einer erfundenen Geschichte und diplomatischer Hilfe gelang ihm schließlich die Rückkehr
Ein 22-jähriger Informatikstudent aus Äquatorialguinea wurde mit falschen Versprechungen nach Russland gelockt – und landete an der Frontlinie im Ukraine-Krieg. Daniel Angel Masie Nchama wollte sich zum Leibwächter ausbilden lassen und hoffte auf ein besseres Leben. Stattdessen erlebte er monatelang Kampfhandlungen, Hunger und Todesangst.
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Putin schickt Afrikaner unter falschem Vorwand in den Ukraine-Krieg
Wie "Bild" unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP berichtet, hatte ein Mann namens Fabrice den jungen Afrikaner Ende 2025 mit dem Versprechen einer militärischen Bodyguard-Ausbildung angeworben. Doch statt eines Trainingszentrums erwartete Nchama die Hölle des Krieges. Nach wochenlangem Überlebenskampf gelang ihm schließlich mit einer List und diplomatischer Unterstützung seiner Regierung die Rückkehr in die Heimat.
Stundent unter Waffendrohung zur Unterschrift gezwungen
Als Nchama im Dezember 2025 in Russland eintraf, wurden ihm und weiteren afrikanischen Rekruten Dokumente in russischer Sprache vorgelegt. "Es war eine Drohung. Wir mussten unterzeichnen", schildert der 22-Jährige. Als er versuchte, den Inhalt der Papiere mit seinem Handy zu übersetzen, platzierte ein Soldat demonstrativ eine Waffe auf dem Tisch. Anschließend wurden sämtliche Reisepässe eingezogen.
Raketenangriff offenbart die brutale Realität
Lediglich zwei Wochen Grundausbildung folgten – danach wurde seine Gruppe in die Ukraine verlegt. Nach weiteren 45 Tagen intensiver Ausbildung ging es schließlich an die Front. In seiner Einheit befanden sich neben Nchama auch Kämpfer aus Kolumbien, Kamerun, Nigeria und Libyen. Wo genau er sich befand, wurde dem jungen Afrikaner erst bewusst, als eine Rakete in unmittelbarer Nähe einschlug und zwei seiner Kameraden das Leben kostete.
Von 424 Soldaten blieb nur einer übrig
Die Verluste waren verheerend. In Donezk kämpfte Nchama zunächst in einem Bataillon mit 424 Mann – nach zwei Wochen war er nach eigener Aussage der letzte Überlebende. Danach verlegte man ihn nach Wolnowacha, wo seine Einheit den Auftrag erhielt, sechs ukrainische Ortschaften zu erobern. "Von 566 Rekruten waren am Ende nur drei von uns übrig", berichtet der Student.
Afrikaner spricht über katastrophale Front-Zustände
Die Zustände an der Front waren katastrophal. Neun Tage lang bekamen die Soldaten keinerlei Verpflegung. "Wir haben ein Reh erlegt und es roh gegessen, so hungrig waren wir", erzählt Nchama. Neben dem ständigen Hunger herrschten bittere Kälte und permanente Todesangst. Wer Befehle verweigerte, musste um sein Leben fürchten: "Wenn sie dir sagten: 'Mach das' und du hast es nicht getan, konnten sie jemanden schicken, um dich zu töten."
Mit einer Lüge gelingt die Flucht aus Russland
Im März 2026 gelang es Nchama, seine Familie über seine Lage zu informieren. Die genauen Umstände dieser Kontaktaufnahme sind unklar. Seine Eltern wandten sich daraufhin an die Medien in Äquatorialguinea, woraufhin die Regierung des Landes diplomatische Maßnahmen einleitete.
Nach weiteren elf Tagen im Fronteinsatz durfte Nchama schließlich nach Russland zurückkehren. Dort unterbreiteten ihm seine Vorgesetzten ein Angebot: einen russischen Pass, eine reguläre Soldatenstelle sowie ein Haus und ein Auto. Doch der 22-Jährige wollte nach allem Erlebten nur noch heim.
Um zu fliehen, ersann er einen Vorwand: "Ich sagte, ich würde das Wochenende bei einem Freund verbringen. Ich habe mir sogar einen Namen ausgedacht." Stattdessen traf er sich heimlich mit dem Botschafter seines Landes. Kurz darauf verließ er Russland mit einer Reisegenehmigung.
Vater warnt vor russischen Rekrutierungsversprechen
Nchamas Vater richtet nach der Heimkehr seines Sohnes einen eindringlichen Appell an junge Menschen auf dem afrikanischen Kontinent. Er warnt ausdrücklich vor den Methoden russischer Rekrutierer: "Diese Versprechen bedeuten den sicheren Tod." Die verlockenden Angebote einer Ausbildung oder eines besseren Lebens seien nichts als Köder, um ahnungslose junge Afrikaner in den Krieg zu schicken.
Gleichzeitig überwiegt bei der Familie die Erleichterung über die glückliche Rückkehr. Seit sein Sohn wieder zu Hause sei, bezeichne er sich als den "glücklichsten Mann der Welt", so der Vater gegenüber AFP.
Der Fall Nchama verdeutlicht ein Muster, bei dem ausländische Rekruten unter Vorspiegelung falscher Tatsachen für den russischen Fronteinsatz in der Ukraine angeworben werden.
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sba/sfx/news.de
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