Donald Trump: Eine Stunde zu spät - Trump gibt der Uhr die Schuld
Er war eine Stunde zu spät und gibt der Uhr die Schuld. Donald Trump schilderte in einem Interview, wie er wegen der Zeitumstellung einen wichtigen Termin verpasste. Daraus entwickelte sich ein kurioser Monolog über Kriminelle, Sport und Kirchturmuhren.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Donald Trump verspätete sich, weil er offenbar die Zeitumstellung vergessen hatte
- US-Präsident will Zeitumstellung abschaffen
- Kuriose Argumente: Kriminalität, Sport und Kirchturmuhren spielen eine Rolle
Donald Trump hat in einem Interview mit dem konservativen Sender "Real America's Voice" am Dienstag (12.08.2026) eine kuriose Anekdote über einen wichtigen diplomatischen Termin erzählt, bei dem er offenbar wegen der Zeitumstellung zu spät auftauchte. Seine Konsequenz: Die Umstellung der Uhren müsse endlich ein Ende haben.
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In dem Gespräch schilderte der US-Präsident, wie er eine volle Stunde zu spät zu einem Termin mit einer wichtigen ausländischen Persönlichkeit aufgetaucht sei, weil er vergessen habe, die Uhr umzustellen. Aus dieser persönlichen Anekdote entwickelte Trump einen weitschweifenden Monolog darüber, warum die USA die halbjährliche Zeitumstellung endgültig abschaffen und dauerhaft auf Sommerzeit umstellen sollten. Seine Argumentation reichte dabei von Kriminalitätsbekämpfung über Sportveranstaltungen bis hin zu den angeblich enormen Kosten für das Umstellen von Kirchturmuhren mittels Kränen und Gerüsten.
"Sir, Sie sind ziemlich spät" – Donald Trump gibt der Uhr die Schuld
Im Gespräch mit Moderator Wayne Allyn Root schilderte Trump die Szene mit sichtlichem Unverständnis: "Ich war spät dran. Ich war eine Stunde zu spät zu einem Termin, einem großen, mit einer großen Person aus einem großen Land", erzählte er. Als er den Raum betreten habe, sei ihm gesagt worden: "Sir, Sie sind ziemlich spät." Seine Antwort: "Wovon reden Sie?" Die Erklärung habe dann gelautet, er habe vergessen, die Uhr vor- oder zurückzustellen.
Welches konkrete Treffen Trump meinte, blieb unklar. Laut "The Daily Beast" war sein jüngster bekannter Verspätungsfall ein Treffen mit Staats- und Regierungschefs im Juni in Frankreich, zu dem er fast eine Stunde zu spät kam und lediglich kommentierte: "Ich bin der Boss."
Kriminelle schlafen lange – und andere Argumente für die Sommerzeit
Doch Trump beließ es nicht bei der Anekdote. Er lieferte gleich eine ganze Reihe von Gründen, warum die permanente Sommerzeit überfällig sei. Besonders kreativ: sein Argument zur Verbrechensbekämpfung. "Kriminelle schlafen lange", erklärte der Präsident. "Sie begehen ihre Verbrechen am Abend, also hilft das Licht." Mehr Helligkeit am Nachmittag sei "gut für Sport, gut gegen Kriminalität, gut für alles." Dass manche Menschen morgens lieber Tageslicht hätten, konnte Trump nicht nachvollziehen: "Ich weiß nicht, warum."
Besonders anschaulich wurde es bei den Kosten der Zeitumstellung. Kirchen und Regierungsgebäude hätten wunderschöne Uhrtürme in zehn Stockwerken Höhe, für deren Umstellung man Kräne und gewaltige Gerüste benötige. Das sei lächerlich, gefährlich, und viele Menschen würden sich dabei verletzen.
Abschaffung der Zeitumstellung im Senat ausgebremst
Die politische Grundlage für Trumps Forderung existiert durchaus. Bereits im Mai stimmte das House Energy and Commerce Committee mit 48 zu 1 Stimmen für einen Gesetzentwurf zur dauerhaften Einführung der Sommerzeit. Das Repräsentantenhaus verabschiedete die Vorlage anschließend, doch im Senat kam das Vorhaben zum Stillstand. Dort bestehen Sicherheitsbedenken, weil Pendler in den Wintermonaten bei Dunkelheit zur Arbeit fahren müssten. Trump selbst hatte den Vorstoß im Mai auf Truth Social gefeiert und die Republikaner aufgefordert, sich den "schönen Sieg" nicht entgehen zu lassen. Laut einer YouGov-Umfrage vom Februar 2026 befürworten 64 Prozent der US-Amerikaner ein Ende der halbjährlichen Uhrenumstellung, während nur 16 Prozent dagegen sind.
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