Donald Trump: US-Präsident droht Golfplatz-Desaster - doch er ignoriert alle Warnungen
Anderthalb Meter abgesunken, regelmäßig überflutet und von Experten als grundsätzlich schlechte Idee eingestuft - ausgerechnet hier will Donald Trump seinen prestigeträchtigen Golfplatz bauen. Das Weiße Haus ignoriert sämtliche Warnungen.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
Suche
- Donald Trump droht Golfplatz-Desaster
- Donald Trumps Golfplatz droht der Untergang
- Donald Trump ignoriert die Warnungen
- Anwohner gehen gegen Donald Trump auf die Barrikaden
Die Bauarbeiten haben noch nicht einmal begonnen, doch Donald Trumps prestigeträchtiges Golfplatz-Projekt in Washington, D.C. steckt bereits jetzt in ernsthaften Schwierigkeiten – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.
Donald Trump droht Golfplatz-Desaster
Der US-Präsident, der zuletzt von einem engen Vertrauten verlassen wurde, hatte angekündigt, dass die Bauarbeiten an den East Potomac Golf Links am Hains Point ab dem 1. September beginnen sollen. Das Problem: Die künstliche Insel am Potomac River sackt seit ihrer Entstehung im 19. Jahrhundert kontinuierlich ab - regelmäßige Überschwemmungen haben dort bereits ein Freibad zur Schließung gezwungen.
Donald Trumps Golfplatz droht der Untergang
Trump hatte sich den Golfplatz in diesem Jahr im Rahmen seiner umstrittenen Übernahme öffentlicher amerikanischer Wahrzeichen gesichert. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache - gegen Trumps Plan: Seit der Aufschüttung der künstlichen Insel im 19. Jahrhundert hat sich das Gelände um mindestens anderthalb Meter abgesenkt. Gleichzeitig ist der Wasserstand rund um Hains Point um mehr als 60 Zentimeter angestiegen - eine Entwicklung, die Wissenschaftler auf den Klimawandel zurückführen.
Donald Trump ignoriert die Warnungen
Fachleute lassen kein gutes Haar an dem Vorhaben. Hydrologe Peter Feldman stuft die Errichtung eines Golfplatzes am East Potomac bei "Mother Jones" als "grundsätzlich schlechte Idee" ein. Ed Stierli, ein leitender Mitarbeiter der National Parks Conservation Association, reagierte laut "The Daily Beast" fassungslos auf die ersten Entwürfe: "Eine meiner ersten Fragen war: Ignorieren die hier komplett die Landschaft?"
Stierli zieht zudem Parallelen zu einem anderen umstrittenen Regierungsprojekt. Was am Hains Point vorangetrieben werde, gleiche dem Vorgehen beim Reflecting Pool: "Eine Regierung, die Klima ignoriert, Wissenschaft ignoriert und die eigenen Pläne des Park Service ignoriert." Zusätzlich müsste die bestehende Ufermauer grundlegend saniert werden, um Trumps Vision überhaupt umsetzen zu können. Der Präsident stürme schlicht vorwärts, "völlig losgelöst von der Realität dieses Standorts und seiner Landschaft", so Stierli.
Anwohner und Denkmalschützer gehen gegen Donald Trump auf die Barrikaden
Doch nicht nur Wissenschaftler schlagen Alarm - auch juristisch formiert sich Widerstand. Die D.C. Preservation League hat gemeinsam mit lokalen Golfspielern Klage gegen das Projekt eingereicht. Parallel dazu hat sich die Bürgerinitiative "Save East Po" gegründet, die dafür kämpft, dass der East Potomac Park öffentlich zugänglich und bezahlbar bleibt.
Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:
- Entsetzen nach Anordnung - US-Präsident droht explosive Untersuchung
- Trump tobt mitten in der Nacht wegen Milliarden-Flop
- Lügen-Wirbel bei Ehemann Jared - ein Brief bringt ihn in Bedrängnis
- Nach Blamage vor Gericht - US-Präsident packt Kronzeugen aus
- US-Präsident kann Absturz nicht stoppen - Trump erfindet Umfragewerte
rut/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.