Donald Trump: Trump tobt mitten in der Nacht wegen Milliarden-Flop
Da konnte Donald Trump nicht mehr an sich halten. Spät in der Nacht feuerte der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social eine wütende Tirade gegen eine Denkfabrik ab. Die hatte ihm einen Milliarden-Flop attestiert.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump setzt laut Analyse Milliarden Steuergelder in den Sand
- Donald Trump schießt gegen Denkfabrik und Geldgeber
- Donald Trump will unbedingt klagen
- Das hat die Trump-Maßnahme tatsächlich bewirkt
Donald Trump, der zuletzt den Abgang eines engen Vertrauten verkraften musste, hat einmal mehr einen wütenden Rundumschlag auf seiner Plattform Truth Social losgelassen. Auslöser war eine Analyse der liberalen Denkfabrik Center for American Progress (CAP), die zu einem für den US-Präsidenten verheerenden Ergebnis kam: Die milliardenschwere Entsendung von Nationalgarde-Truppen in amerikanische Großstädte hat demnach keinerlei messbare Wirkung auf die Gewaltkriminalität gehabt.
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Donald Trump setzt laut Analyse Milliarden Steuergelder in den Sand
Chandler Hall, stellvertretender Direktor für öffentliche Sicherheit beim CAP, stellte die Ergebnisse der Untersuchung der Sendung "Washington Journal" auf C-SPAN vor. Die zentrale Frage lautete, ob sich die bereits bestehenden Kriminalitätstrends durch den Einsatz der Nationalgarde tatsächlich verändert hätten.
- Das Ergebnis fiel eindeutig aus. "Wir haben die Auswirkungen der Nationalgarde-Entsendungen untersucht, nicht nur in D.C., sondern in allen Städten, in denen die Nationalgarde eingesetzt wurde", erklärte Hall.
- Sein Fazit: "Über mehrere Städte, mehrere Datensätze und mehrere Zeitfenster hinweg, finden wir keinen Effekt, dass sich die Gewaltkriminalität nach den Nationalgarde-Entsendungen in irgendeiner der Städte tatsächlich verändert hat."
Demnach habe Trump die knapp 1,7 Milliarden Dollar an Steuergeldern geradezu verschwendet.
Donald Trump schießt gegen Denkfabrik und Geldgeber
In seinem Truth-Social-Beitrag ging Trump zunächst den CAP-Analysten persönlich an und verhöhnte dessen Arbeitgeber als "törichtes Center for American Lack of Progress".
- Den Bericht selbst stempelte er als "weiteren Betrug der radikalen Linken" ab - ebenso wie sämtliche Unterstützer der Organisation, die er als "Haufen von Verrückten" bezeichnete.
Dann folgte eine bemerkenswerte Aufzählung: Trump listete namentlich George Soros, Bill und Melinda Gates sowie Konzerne wie Google, Apple, Visa, Goldman Sachs, Citigroup, Wells Fargo, Bank of America, Walmart, Toyota, T-Mobile und NBC Universal als Geldgeber auf. Auch ausländische Unterstützung prangerte er an - darunter die japanische Botschaft, die Korea Foundation, Taiwans Wirtschafts- und Kulturvertretung sowie die Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate.
- "Diese Leute und ihresgleichen sind so schlecht für unser Land", schrieb der Präsident. "Ihr erklärtes Ziel ist es, alles zu hassen oder herabzusetzen, was 'TRUMP' heißt."
Donald Trump will unbedingt klagen
Doch Trump beließ es nicht bei verbalen Attacken. Er kündigte an, dass bereits eine Klage gegen den Thinktank vorbereitet werde. Darüber hinaus erwäge er, auch einzelne Spender der Organisation in das Verfahren einzubeziehen.
- "Lügner auf diesem Niveau müssen zur Rechenschaft gezogen werden", schrieb er in seinem Beitrag.
Unterstützung erhielt der Präsident von Grenzschutz-Beauftragtem Tom Homan, der bei Laura Ingrahams Fox-News-Sendung die Bilanz in Washington verteidigte.
- "Ich habe mindestens 15 Jahre in D.C. gelebt und hätte die Straßen nicht ohne verdeckte Waffe betreten", sagte Homan.
- Weiter protzte er: Trump habe die Hauptstadt zu einem "Beispiel für die ganze Welt" gemacht - mit über 16.000 Festnahmen, fast 2.000 beschlagnahmten Schusswaffen und drei Dutzend festgenommenen Mordverdächtigen.
Das hat die Trump-Maßnahme tatsächlich bewirkt
Allerdings gestand Hall in seinem C-SPAN-Auftritt "der Fairness halber" zu, dass die Truppenpräsenz in Gebieten wie Washington durchaus einen Rückgang bei sogenannten Gelegenheitsdelikten bewirkt habe - etwa bei Diebstahl und Vandalismus. Doch bei der eigentlichen Zielgröße, der Gewaltkriminalität, steht der CAP-Befund keineswegs allein da. Bereits im Juni kam das überparteiliche Niskanen Center mit Sitz in Washington zu einem nahezu identischen Ergebnis: Die Nationalgarde-Entsendung in die Hauptstadt habe keinen messbaren Effekt auf Gewaltverbrechen gehabt. Die Präsenz der Soldaten in touristisch geprägten Vierteln habe lediglich zu einem Rückgang von Eigentumsdelikten um 24 Prozent geführt.
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rut/news.de/stg
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