Donald Trump: Mit diesem Putin-Plan blamiert sich der US-Präsident bis auf die Knochen

Donald Trump will Wladimir Putin zu möglichen Verbindungen Russlands mit dem Iran befragen. Ein früherer US-Botschafter reagiert fassungslos und spricht von einem gefährlichen und schwachen Signal.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump: Vernichtende Kritik an Putin-Strategie – Ex-Botschafter schlägt Alarm (Foto) Suche
Donald Trump: Vernichtende Kritik an Putin-Strategie – Ex-Botschafter schlägt Alarm Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Laura Brett
  • Ex-Botschafter Michael McFaul zerlegt Trumps Putin-Plan
  • Michael McFaul: "Putin wird ihm niemals die Wahrheit sagen"
  • Scharfe Kritik an Trumps Umgang mit Russland und dem Iran-Konflikt

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Donald Trump sorgt erneut für Kopfschütteln. Während Russlands Präsident Wladimir Putin erst kürzlich einem Nato-Land offen drohte, löst der US-Präsident mit neuen Aussagen über den Kremlchef erneut Diskussionen aus. Trump hatte angekündigt, Putin zu möglichen russischen Verbindungen zum Iran-Konflikt befragen zu wollen. Für den ehemaligen US-Botschafter in Moskau, Michael McFaul, ist diese Idee jedoch kaum nachvollziehbar. Er übte scharfe Kritik an Trumps Vorstoß und sprach von einem gefährlichen Signal.

Trump will Putin zu Iran befragen

Donald Trump, der erst kürzlich mit seiner Zollpolitik Deutschland ins Visier genommen hatte, sorgt mit seiner neuesten Idee für deutliche Kritik. Im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten deutete der US-Präsident an, Informationen über eine mögliche russische Unterstützung des Iran direkt von Kremlchef Wladimir Putin erhalten zu wollen. Hintergrund sind Berichte, wonach Moskau und Teheran ihre Zusammenarbeit weiter vertieft haben könnten. Mit dieser Ankündigung löste Trump nicht nur politische Debatten aus, sondern zog auch deutliche Kritik ehemaliger Diplomaten auf sich.

Michael McFaul zeigt sich fassungslos über Donald Trumps Idee

Der frühere US-Botschafter in Russland, Michael McFaul, reagierte in einem TV-Interview mit "MS Now" mit Unverständnis auf Trumps Vorgehen. Er erinnerte daran, dass Russland und der Iran seit Jahren enge Partner seien. "Russland und Iran sind Verbündete. Sie koordinieren sich und verkaufen gemeinsam Waffen", erklärte McFaul.

Vor diesem Hintergrund halte er es für wenig glaubwürdig, dass der Kreml ausgerechnet gegenüber den USA offen über mögliche Geheimdienstinformationen sprechen würde.
Michael McFaul: "Putin wird ihm niemals die Wahrheit sagen"

Besonders deutlich wurde McFaul, als es um Trumps Ankündigung ging, Putin persönlich um Auskunft zu bitten. "Ich werde Putin fragen – im Ernst?", sagte der ehemalige Botschafter und fügte hinzu: "Putin wird ihm niemals die Wahrheit darüber sagen."

Für McFaul wirkt die Idee naiv. Statt sich auf Aussagen des russischen Präsidenten zu verlassen, sollten nach seiner Ansicht vielmehr die eigenen Nachrichtendienste gestärkt werden.

Kritik an Trumps Auftreten

McFaul sieht in Trumps Äußerungen auch ein Problem für dessen politische Außenwirkung. Der frühere Diplomat glaubt, dass solche Aussagen dem Präsidenten eher schaden als nutzen. "Es wirkt so schwach, wenn er solche Dinge sagt", erklärte McFaul. Er könne nicht nachvollziehen, warum Trumps Berater ihn nicht auf die möglichen Folgen solcher Aussagen hinwiesen.

Debatte über Trumps Russland-Kurs geht weiter

Die Aussagen des ehemaligen Botschafters dürften die Diskussion über Trumps Umgang mit Russland weiter anheizen. Während Kritiker dem Präsidenten einen zu nachgiebigen Kurs gegenüber Wladimir Putin vorwerfen, betont Trump immer wieder, Konflikte durch direkte Gespräche lösen zu wollen.

Ob der US-Präsident tatsächlich ein weiteres Gespräch mit Putin führen wird, ist derzeit offen. Seine jüngsten Äußerungen haben jedoch bereits neue Zweifel an seiner außenpolitischen Strategie ausgelöst.

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