Wladimir Putin: Nach Drohnen-Abschüssen – Russland richtet scharfe Drohung an Nato-Staat

Nach mehreren Drohnenabschüssen über Rumänien verschärft sich der Konflikt mit Moskau. Russland droht dem Nato-Mitglied offen mit Konsequenzen – die Spannungen an der Ostflanke nehmen weiter zu.

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Wladimir Putin: Kreml warnt NATO-Staat – jetzt verschärft sich der Konflikt Bild: picture alliance/dpa/Sputnik Kremlin Pool via AP | Alexander Kazakov
  • Rumänien schießt mehrere mutmaßlich russische Drohnen ab
  • Moskau kündigt an: Maßnahmen bleiben "nicht unbeantwortet"
  • Nato beobachtet die Eskalation an der Ostgrenze mit Sorge

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Die Spannungen zwischen Russland und dem Nato-Mitglied Rumänien verschärfen sich weiter. Nachdem die rumänische Luftwaffe innerhalb weniger Tage mehrere mutmaßlich russische Drohnen im eigenen Luftraum abgeschossen hatte, reagiert Moskau mit scharfen Drohungen. Die russische Botschaft kündigte an, die Maßnahmen Bukarests würden "nicht unbeantwortet bleiben".

Mehrere Drohnen über Rumänien abgeschossen

Innerhalb von drei Tagen musste die rumänische Luftwaffe mehrfach eingreifen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden fremde Drohnen über rumänischem Staatsgebiet abgefangen und zerstört. Die Einsätze fanden jeweils über unbewohnten Gebieten statt, sodass nach offiziellen Angaben keine Gefahr für die Bevölkerung bestand.

Bereits die erste abgeschossene Drohne wurde nach Untersuchungen der rumänischen Staatsanwaltschaft als Schahed-Drohne identifiziert – ein Drohnentyp, den Russland im Krieg gegen die Ukraine regelmäßig einsetzt. Auch weitere Untersuchungen der Trümmer deuten auf eine russische Herkunft hin. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich kürzlich ebenfalls zu der Bedrohungslage und warnte davor, dass Russlands Präsident Wladimir Putin künftig auch weitere Länder angreifen könnte.

Bukarest reagiert mit diplomatischen Schritten

Rumäniens Regierung machte Moskau für die wiederholten Verletzungen des eigenen Luftraums verantwortlich. Ministerpräsident Ilie Bolojan sprach von einem inakzeptablen Vorgang. Außenministerin Oana Toiu bestellte den russischen Botschafter ein.

Zusätzlich wies Rumänien ein Mitglied der russischen Botschaft aus. Der Diplomat muss das Land innerhalb von fünf Tagen verlassen. Außerdem kündigte Bukarest an, den eigenen Botschafter aus Russland zurückzurufen.

Moskau kündigt Gegenmaßnahmen an

Die russische Botschaft wies sämtliche Vorwürfe zurück und reagierte laut "Newsweek" mit deutlichen Worten auf die Entscheidungen Rumäniens.

"Die Maßnahmen sind in keiner Weise gerechtfertigt und werden nicht unbeantwortet bleiben."
Außerdem erklärte Moskau, Russland greife Rumänien nicht gezielt mit Drohnen an. Zugleich warnte die Botschaft:

"Sollten rumänische Streitkräfte grenzüberschreitende Operationen durchführen, würde dies Rumäniens direkte Beteiligung an Kampfhandlungen auf ukrainischem Territorium bedeuten."

Für einen solchen Einsatz Rumäniens gibt es bislang allerdings keine Hinweise.

Sorge um weitere Zwischenfälle an der Nato-Ostflanke

Rumänien grenzt auf rund 600 Kilometern an die Ukraine. Immer wieder kommt es dort zu Zwischenfällen, wenn Russland ukrainische Hafenanlagen an der Donau oder in der Region Odessa angreift. Nach Angaben aus Bukarest sind seit Beginn des russischen Angriffskrieges bereits mehr als 30 Drohnen in den rumänischen Luftraum eingedrungen.

Erst im vergangenen Jahr schuf Rumänien die rechtliche Grundlage, um solche Flugobjekte auch über eigenem Staatsgebiet abschießen zu dürfen. Die jüngsten Einsätze markieren nun eine neue Eskalationsstufe.

Natobeobachtet Entwicklung aufmerksam

Trotz der wiederholten Luftraumverletzungen wertet dieNato die Vorfälle bislang nicht als Angriff auf das Bündnis. Deshalb wurde auch kein Bündnisfall ausgerufen. Ausgerechnet dieses Verteidigungsbündnis gilt als eines, vor dem Russlands Präsident Wladimir Putin großen Respekt hat.

Gleichzeitig investieren mehrere osteuropäische Nato-Staaten inzwischen verstärkt in moderne Drohnenabwehrsysteme. Nach einem früheren Drohneneinschlag in Rumänien hatte Bukarest zudem gefordert, die Stationierung zusätzlicher Nato-Ausrüstung an der Ostflanke zu beschleunigen.

Unterdessen setzt Russland seine Angriffe auf die ukrainische Hafeninfrastruktur fort. Vor allem die Regionen Odessa und Ismajil, die unmittelbar an Rumänien grenzen, stehen weiterhin im Fokus der russischen Streitkräfte. Dadurch wächst die Sorge, dass weitere Drohnen erneut in den Luftraum des Nato-Mitglieds geraten könnten.

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/news.de/dpa

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