Wladimir Putin und die Benzin-Krise: Perfider Trick macht Putins Russen beim Tanken zu Ukraine-Unterstützern
Russland steckt nach ukrainischen Drohnen-Angriffen in einer handfesten Sprit-Krise - und wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. An den Tankstellen tappen nun reihenweise Russen in eine neue ukrainische Falle.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Wladimir Putin stürzt Russland mit Ukraine-Krieg in die Benzin-Krise
- Sprit ist in Russland Mangelware nach ukrainischen Drohnen-Attacken
- Gefälschte Tank-Codes machen Russen zu unwissentlichen Unterstützern der Ukraine
In Russland ist aktuell jeder Tropfen Benzin Gold wert - ukrainische Drohnen-Attacken auf russische Ölraffinerien und Treibstofflager hatten zuletzt dafür gesorgt, dass in Wladimir Putins Machtbereich eine handfeste Treibstoff-Krise ausgebrochen ist und die Warteschlangen an Russlands Tankstellen immer länger werden. Doch wer den Schaden hat, braucht für den Spott bekanntlich nicht zu sorgen - nun sollen Berichten zufolge reihenweise verzweifelte Russen beim Tanken in eine neue Falle getappt sein.
Verzweifelte Russen werden beim Tanken zu Unterstützern der Ukraine
Auf der besetzten Krim hat die Verzweiflung an den Zapfsäulen zu einer überraschenden Wendung geführt: Bewohner von Sewastopol griffen Berichten zufolge zu gefälschten QR-Codes, um trotz strenger Rationierung an Benzin zu gelangen – und überwiesen ihr Geld dabei unwissentlich direkt an die ukrainischen Streitkräfte.
QR-Codes an der Tankstelle lassen Putins Bevölkerung Geld an die Ukraine überweisen
Wie "UkrMedia.news" berichtet, landeten die Zahlungen in einem Fonds, der Pick-up-Trucks für die FPV-Drohneneinheit der 110. Brigade der ukrainischen Armee finanziert. Die Käufer erfuhren erst nach der Überweisung, wohin ihr Geld tatsächlich geflossen war - doch da waren die Transaktionen bereits abgeschlossen und das Geld futsch, zu allem Übel blieb auch das erhoffte Benzin verwehrt. Die Codes, für die sie bezahlt hatten, waren wertlos und berechtigten zu keinerlei Betankung. Statt günstiges Benzin erhielten die Betroffenen also weder Treibstoff noch ihr Geld zurück – dafür aber die unfreiwillige Rolle als Unterstützer des ukrainischen Militärs.
Wladimir Putin muss Treibstoff streng rationieren - doch das System hat Schwachstellen
Hintergrund der Misere ist ein Rationierungssystem, das die russische Besatzungsverwaltung in Sewastopol wegen akuter Benzinknappheit eingeführt hat. Jeder Fahrzeughalter erhält einen persönlichen QR-Code, mit dem maximal 20 Liter getankt werden dürfen – danach ist erst nach sieben Tagen ein neuer Code verfügbar.
Doch das System war von Beginn an fehleranfällig. Die erste Charge an Codes war innerhalb einer Stunde vergriffen. Anschließend wurden bereits ausgegebene Codes wieder deaktiviert, weil die Treibstofflieferungen ins Stocken gerieten. Autofahrer standen stundenlang an Tankstellen Schlange, ohne Garantie, tatsächlich bedient zu werden – selbst mit gültigem Code. Diese chaotischen Zustände schufen den perfekten Nährboden für einen florierenden Schwarzmarkt.
Russland steckt in der Benzin-Krise - Verzweiflung als Geschäftsmodell
Im Juni sah sich die Besatzungsverwaltung gezwungen, den freien Benzinverkauf vorübergehend komplett einzustellen. Verfügbare Vorräte wurden für Versorgungsbetriebe, medizinische Einrichtungen und Sicherheitskräfte reserviert. Für gewöhnliche Autofahrer blieb praktisch nichts übrig. In diese Lücke stießen unbekannte Verkäufer, die im Internet Codes anboten, mit denen sich die geltenden Beschränkungen angeblich umgehen ließen. Nach einer erneuten technischen Störung im QR-System tauchten die Angebote massenhaft auf – und fanden bereitwillige Abnehmer.
Was die Käufer nicht ahnten: Die Überweisungen flossen nicht an findige Schwarzmarkthändler, sondern speisten einen Sammelfonds für Fahrzeuge der FPV-Drohneneinheit der ukrainischen 110. Brigade. Die Bewohner der Krim finanzierten damit ausgerechnet jene Truppen, gegen die Russland auf der Halbinsel aufrüstet.
Perfide Tank-Betrugsmasche lässt bei ukrainischen Streitkräften die Kasse klingeln
Wie viele Menschen auf den Betrug hereinfielen und welche Gesamtsumme zusammenkam, ist bislang nicht öffentlich bekannt. Die 110. Brigade der ukrainischen Streitkräfte bestätigte den Geldeingang allerdings mit einem in sozialen Medien veröffentlichten Video.
Die Episode verdeutlicht jedoch, welche absurden Blüten die Treibstoffkrise und das undurchsichtige Verteilungssystem auf der besetzten Halbinsel treiben. Wer versuchte, die Restriktionen der Besatzungsverwaltung zu umgehen, stand am Ende nicht nur ohne Benzin da – sondern hatte ungewollt dazu beigetragen, Transportmittel für ukrainische Drohneneinheiten zu beschaffen. Für die betroffenen Bewohner Sewastopols dürfte die Erkenntnis, wohin ihre Rubel tatsächlich wanderten, den ohnehin bitteren Geschmack der Benzinknappheit noch einmal deutlich verschärft haben.
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loc/news.de/stg
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