Donald Trump: Vor laufender Kamera vorgeführt – Mann im Publikum raubt Trump die Show

Während Donald Trump in Georgia über seine Politik sprach, machte ein Zuschauer hinter ihm mit auffälligen Gesten auf sich aufmerksam. Seine perfekte Nachahmung des US-Präsidenten verbreitete sich innerhalb kürzester Zeit im Internet.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Georgia: Während der Präsident spricht, sorgt ein Zuschauer hinter ihm mit einer Imitation seiner Gesten für einen viralen Moment. (Foto) Suche
Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Georgia: Während der Präsident spricht, sorgt ein Zuschauer hinter ihm mit einer Imitation seiner Gesten für einen viralen Moment. Bild: picture alliance/dpa/AP | Erik S. Lesser
  • Trump-Imitator sorgt bei Wahlkampfveranstaltung für bizarre Szene
  • Mann kopiert Präsidenten-Gesten live vor Kameras
  • Netz feiert "Akkordeon-Hand"-Parodie

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Marietta im US-Bundesstaat Georgia kam es zu einer ungewöhnlichen Szene: Im Publikum imitierte ein Mann im schwarzen Anzug, der direkt hinter Donald Trump platziert war, die markanten Gesten und die Mimik des US-Präsidenten – und das vor laufender Kamera. Im Netz sorgte die Szene für reichlich Gelächter,

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Akkordeon-Hände und Grimassen: Zuschauer parodiert Donald Trump vor laufender Kamera

In Aufnahmen ist der Mann in der oberen linken Bildecke zu sehen. Während Trump über angebliche wirtschaftliche Rekorderfolge sprach, hob der Zuschauer seine Hände und bewegte sie im typischen Trump-Stil hin und her. In sozialen Medien ist von den typischen "Akkordeon-Händen" die Rede. Der Imitator beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Hände. Er ahmte auch Trumps Mundbewegungen und das charakteristische Kopfwiegen nach. Eine Performance, die dem US-Präsidenten sichtlich die Show stahl. In einer herangezoomten Aufnahme werden sämtliche Details der Nachahmung deutlich: Finger, Hände, Mund und Kopf bewegten sich synchron zu Trumps Gestik.

Wie konnte das Weiße Haus das durchgehen lassen?

Der Journalist Aaron Parnas, der den Vorfall in seiner Sendung "The Parnas Perspective" aufgriff, bezeichnete die Aktion als "gnadenloses Verspotten" des US-Präsidenten auf dessen eigener Bühne. Dass dieser Vorfall überhaupt stattfinden konnte, liege laut Parnas nicht nur am dreisten Auftreten des Imitators, sondern vor allem am Versagen des präsidialen Vorbereitungsteams. Die sogenannte "Advance"-Arbeit gehöre zu den grundlegenden Aufgaben rund um jeden Auftritt des Präsidenten. Dabei werde penibel darauf geachtet, dass die Bühne tadellos wirkt und niemand im Hintergrund durch auffällige Mimik oder Gesten das Bild stört. "Ein zentraler Bestandteil der Advance-Arbeit ist, sicherzustellen, dass die Bühne einwandfrei aussieht", erklärte Parnas. Die Personen hinter dem US-Präsidenten dürften "keine Grimassen schneiden" und "das Weiße Haus nicht in Verlegenheit bringen". Genau das sei hier jedoch passiert und zwar in aller Öffentlichkeit. Irgendjemand im Team habe bei dieser Aufgabe schlicht versagt.

"Der Typ hat ihm komplett die Show gestohlen" - Netz amüsiert sich über Trump-Parodie

Auf der Plattform X wurde der Imitator binnen Stunden zur Sensation. "Schaut euch den Typen im Anzug hinter Trump an, wie er seine Akkordeon-Hände nachmacht", schrieb ein Nutzer. Ein anderer urteilte: "Der Typ im Hintergrund hat ihm komplett die Show gestohlen. Die Imitation war punktgenau." Besonders die Detailtreue beeindruckte: "Er macht auch das Gesicht und den Mund nach", hieß es in einem weiteren Beitrag. Die Reaktionen fielen dabei keineswegs einheitlich aus. Während viele Nutzer forderten, solche Aktionen sollten bei jeder künftigen Rede wiederholt werden, warnte ein anderer mit schwarzem Humor: "Er wird bald in einen Gulag geschickt." Manche Trump-Anhänger verteidigten den jungen Mann hingegen: "Er hatte einfach Spaß – etwas, das ihr Leute verlernt habt."

Verschwitzt, atemlos und auf der Suche nach "Pinky Herman"

Der Imitator war allerdings nicht das einzige Problem des Abends. Trump wirkte während seiner rund einstündigen Rede sichtlich angeschlagen – verschwitzt und kurzatmig, wie Parnas dokumentierte. Internetnutzer kommentierten, der Präsident sehe aus, als würde er gleich einschlafen. Inhaltlich verlor sich Trump in teils schwer nachvollziehbaren Passagen. Er erzählte weitschweifig von einem übergewichtigen Freund und dessen Medikamentenkosten, verwechselte offenbar die Straße von Hormus mit einem "Hormonweg" und verglich Senator Jon Ossoff mit einer Figur namens "Pinky Herman", um dann selbst zu fragen: "Wer ist Pinky Herman?" Die Zuschauer hinter ihm wirkten sichtlich verwirrt. Selbst aus republikanischen Reihen mehren sich die Zweifel. Eine republikanische Abgeordnete räumte ein, dass Trumps Versprechen zur Senkung der Strompreise um 50 Prozent bislang nicht eingelöst worden seien.

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