Donald Trump: "Kann er mit Toten reden?!" US-Präsident verstört mit irrwitzige Aussagen
Als die vier unlängst im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten in ihre Heimat überführt wurden, schaffte es Donald Trump erneut, einen Eklat vom Zaun zu brechen. Kurzerhand legte der US-Präsident den Toten Worte zu seinem eigenen Vorteil in den Mund.
Von news.de-Redakteurin Claudia Löwe - Uhr
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- Donald Trump empört mit Aussagen über gefallene US-Soldaten im Iran-Krieg
- US-Präsident legt Toten Worte in den Mund, um seine Kriegsagenda zu stützen
- "Hat er mit Toten gesprochen?" Donald Trump erntet scharfe Kritik nach wilden Behauptungen
Wer sich für die US Army verpflichtet und bei Auslandseinsätzen sein Leben lässt, für den wird die Dover Air Force Base im US-Bundesstaat Delaware zum letzten Ankunftsort in der amerikanischen Heimat: Auf dem seit 1941 bestehende Luftwaffenstützpunkt an der Ostküste werden die als "dignified transfers" bezeichneten Zeremonien durchgeführt, bei denen die sterblichen Überreste gefallener Soldatinnen und Soldaten in flaggengeschmückten Särgen mit Militärmaschinen in die USA gebracht und würdevoll überführt werden.
Donald Trump wohnt würdevoller Rückführung toter US-Soldaten bei
Am 22. Juli 2026 oblag es Donald Trump, als amtierender US-Präsident einer solchen Zeremonie beizuwohnen, als die Leichen der vier jüngst in Trumps Iran-Krieg gefallenen Armeeangehörigen nach Hause gebracht wurden. Drei der vier Todesopfer starben Reuters zufolge bei einem Luftangriff in Jordanien, ein vierter Armeeangehöriger wurde im Irak getötet, als eine Drohne detonierte.
Donald Trump verstört mit waghalsigen Behauptungen über tote Soldaten
Als die Särge der Gefallenen aus dem Flugzeug gebracht wurden, stand Donald Trump salutierend auf dem Rollfeld und vermittelte den Eindruck, ausnahmsweise einen offiziellen Termin ohne Aufreger-Momente zu absolvieren. Doch schon vor seinem Abflug nach Dover, als der US-Präsident seiner Gewohnheit folgend Fragen von Medienvertretern beantwortete, wendete sich das Blatt, als Donald Trump Aussagen über die gefallenen Soldaten tätigte, die aufmerken ließen.
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US-Präsident legt Gefallenen Zitate in den Mund, doch die Beweise fehlen
Bevor Trump an Bord der Air Force One ging, ließ sich der 80-Jährige zu einer Aussage hinreißen, die wie gewohnt ohne Belege daherkam. Der US-Präsident behauptete, alle der gefallenen Soldaten hätten vollumfänglich seine Kriegsziele im Iran unterstütz: "Sie alle sagten mit Nachdruck, dass wir dem Iran nicht erlauben dürfen, Atomwaffen zu haben", posaunte Trump hinaus, ohne zu erwähnen, woher diese Zitate stammen. Ohne entsprechende Belege, dass er jemals persönlich mitJames Feehan, Isabella Gonzales, Michael Emmanuel Swinton und Angel Rampersad - so die Namen der unlängst im Iran-Krieg Gefallenen - gesprochen habe, muss sich Donald Trump folglich den Vorwurf gefallen lassen, die Zitate frei erfunden und den toten Armeeangehörigen Ansichten angedichtet zu haben, um einen eigenen Vorteil daraus zu ziehen.
Kann Donald Trump mit Toten reden? US-Präsident scharf kritisiert
Donald Trumps Behauptungen blieben auch in den sozialen Netzwerken nicht unbemerkt, sondern wurden dort ebenso wütend wie zahlreich kommentiert. Einer, der Trumps Aussage über die toten US-Soldaten empört in der Luft zerriss, ist der Trump-kritische Politik-Kommentator Brian Krassenstein, der Donald Trumps Äußerung als Videoclip bei X (vormals Twitter) veröffentlichte und fassungslos kommentierte. "Trump behauptete gerade, dass alle der toten Soldaten gesagt hätten, man dürfe den Iran keine Atomwaffen haben lassen. Dieser Mann ist wahnsinnig. Hat er etwa mit ihnen gesprochen, nachdem sie gestorben sind? Wie zur Hölle kann er wissen, was sie gesagt oder gedacht haben?"
WTF!
— Brian Krassenstein (@krassenstein) July 22, 2026
Trump just claimed that the dead soldiers ALL said "We cannot let Iran have a nuclear weapon."
This man is insane. Did he speak to them after they died? How the hell does he know what they said or would be thinking? pic.twitter.com/p9eFBSqat2
Schamloser US-Präsident nutzt tote Soldaten zu eigenem Vorteil aus
Dass Donald Trump toten Soldaten Worte in den Mund legt, um seine eigene Agenda zu stürzen, mag entsetzen, ist jedoch kein Einzelfall. Bereits im April 2026, als Donald Trump bei einer Rede eine würdevolle Rückführung im März Revue passieren ließ, schlug der Republikaner verstörende Töne an:
- "Wir salutieren ihnen und wir müssen sie ehren, indem wir die Mission beenden, für die sie ihre Leben gegeben haben."
- "Jeder einzelne von ihnen und ihre Angehörigen sagten, 'Bitte Sir, beenden Sie die Mission'. Jeder einzelne von ihnen. Und wir werden die Sachen beenden, und das sehr schnell."
Trump: The families of every single dead U.S. service member told me 'Please, sir, please, finish the job.' Every one of them. And we're going to finish the job and we're going to finish it very fast. pic.twitter.com/DAucsPYN3J
— FactPost (@factpostnews) April 2, 2026
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loc/news.de
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