Donald Trump: "Sie werden dezimiert" – US-Präsident verschärft Iran-Drohung
Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu. Donald Trump will künftig jeden Angriff auf Schiffe in der Straße von Hormus mit Luftschlägen gegen iranische Infrastruktur beantworten. Die Ölpreise reagieren bereits auf die neue Eskalation.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken
- Teheran kündigt Vergeltung bei US-Angriffen an
- Konflikt um Straße von Hormus treibt Ölpreise nach oben
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Donald Trump veröffentlichte am Mittwoch (22.07.2026) auf seiner Plattform Truth Social eine unmissverständliche Warnung an Teheran: Für jeden iranischen Beschuss eines Schiffes in der Straße von Hormus werde das US-Militär eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran zerstören.
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Donald Trump droht mit Angriffen auf iranische Infrastruktur
Trump wurde dabei ungewöhnlich konkret. "Ab sofort werden die Vereinigten Staaten EINE BRÜCKE ODER EIN KRAFTWERK bombardieren und zerstören, einschließlich solcher, die sich in der Nähe oder in der Hauptstadt Teheran befinden", schrieb er. Dabei sei es unerheblich, ob der Angriff auf ein Schiff mit Raketen, Drohnen oder anderen Waffen erfolge. Diese Ankündigung geht deutlich über frühere Drohungen des US-Präsidenten hinaus, in denen er bereits die Zerstörung iranischer Infrastruktur und sogar der Zivilisation des Landes in Aussicht gestellt hatte.
Iran droht mit Gegenschlägen auf Energieinfrastruktur
Der Iran reagierte umgehend auf Trumps Ankündigung. Ein iranischer Militärvertreter erklärte laut der halboffiziellen Nachrichtenagentur Tasnim, Teheran werde gleichartig zurückschlagen. "Sollten die Amerikaner eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran angreifen, wird der Iran im Gegenzug Infrastruktur und Brücken in der Region treffen, darunter Energieanlagen, an denen die Vereinigten Staaten Interessen haben", so die Quelle. Zugleich betonte der Vertreter, die Durchfahrt durch die Straße von Hormus sei für Schiffe sicher – allerdings nur bei vorheriger Abstimmung mit dem Iran. Genau darin liegt der Kern des Konflikts: Teheran beansprucht die Hoheit über die strategisch bedeutsame Meerenge und beruft sich dabei auf ein gescheitertes Abkommen zwischen beiden Seiten. Washington hingegen besteht darauf, dass Hormus wieder als internationale, frei befahrbare Wasserstraße gelten muss. Die Feindseligkeiten flammten erneut auf, nachdem Schiffe die Meerenge auf omanischer Seite ohne iranische Genehmigung passiert hatten.
Erneuter Raketenangriff auf Jordanien
Während der Schlagabtausch der Drohungen andauert, griff der Iran am Mittwoch erneut Jordanien mit Raketen an. In der Hafenstadt Aqaba heulten Warnsirenen, über der Stadt stiegen Rauchsäulen auf. Aufnahmen aus dem benachbarten israelischen Eilat zeigten die Einschläge. Israelische Behörden bestätigten den iranischen Raketenangriff, betonten jedoch, dass keine Trümmerteile auf israelisches Gebiet gefallen seien.
Jordanien gerät wiederholt ins Visier Teherans, weil das Königreich US-Soldaten und amerikanische Militärflugzeuge beherbergt. Bereits bei einem früheren Beschuss von Aqaba warnten israelische Vertreter vor einem möglichen Übergreifen der Angriffe auf ihr Staatsgebiet.
Allein in diesem Monat kamen mindestens vier US-Soldaten durch iranische Angriffe in Jordanien und im Irak ums Leben, weitere wurden verletzt. Das Pentagon identifizierte am Dienstag den 28-jährigen Angel Rampersad als drittes Todesopfer eines Raketenschlags in Jordanien.
Zwölf Tage Krieg – und kein Ende in Sicht
Seit nunmehr zwölf Tagen liefern sich beide Seiten einen offenen militärischen Schlagabtausch. Ein Memorandum of Understanding, das den Krieg eigentlich beenden sollte, scheiterte am Streit über die Kontrolle der Straße von Hormus. Seitdem greift das US-Militär sowohl militärische Ziele als auch zivile Häfen und Brücken im Iran an und tötet dabei Dutzende Menschen. Teheran antwortet mit Raketen- und Drohnensalven auf Stützpunkte mit US-Personal in der gesamten Region. Trump reiste am Mittwoch zur Dover Air Force Base in Delaware, um die Leichen der gefallenen Soldaten bei der sogenannten "Dignified Transfer" zu empfangen. Vor seinem Abflug kündigte er Vergeltung an: Der Iran werde "einen hohen Preis zahlen" für die getöteten US-Soldaten. "Sie werden dezimiert", sagte der US-Präsident.
Ölpreise schießen nach oben – Benzin in den USA über vier Dollar
Die erneute militärische Konfrontation schlägt sich unmittelbar auf die globalen Energiemärkte nieder. Nach einer kurzen Entspannung während der Waffenruhe zwischen beiden Ländern klettern die Ölpreise wieder steil nach oben.
Für US-Verbraucher macht sich die Krise direkt an der Zapfsäule bemerkbar: Der durchschnittliche Benzinpreis hat die Marke von vier Dollar pro Gallone (rund 3,4 Liter) überschritten. Während des Waffenstillstands war der Preis zwischenzeitlich auf etwa 3,80 Dollar gefallen – nach einem Höchststand von 4,50 Dollar vor der Feuerpause.
Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt für den Öltransport. Solange beide Seiten um die Kontrolle über die Meerenge kämpfen und Schiffe dort unter Beschuss geraten, dürfte der Druck auf die Energiepreise anhalten.
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