Donald Trump: "Negative Dinge" in den Akten – Trump verhöhnt gefallene Soldaten
Donald Trump sorgt nach einer Zeremonie für gefallene US-Soldaten für heftige Kritik. Der Präsident lobte einen Offizier als "makellos" und sprach zugleich über "kleine negative Dinge" in den Akten. Seine Worte sorgen im Netz für Empörung.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Trump sorgt mit Soldaten-Aussage für Empörung
- US-Präsident spricht von "kleinen negativen Dingen" in Akten
- Netz kritisiert Umgang mit gefallenen US-Soldaten
Nach einer Überführungszeremonie für vier im Iran-Krieg getötete US-Soldaten auf der Dover Air Force Base hat Donald Trump mit einer anschließenden Rede in Georgia für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. Der US-Präsident sprach an der Wheeler High School über seinen Besuch in Dover und lobte dabei einen der Gefallenen, Lieutenant Tyler Feehan, als makellosen Menschen – nur um im selben Atemzug anzumerken, dass bei anderen verstorbenen Soldaten "ein paar kleine negative Dinge" in den Personalakten stünden. Die Äußerung schlug in den sozialen Medien ein wie eine Bombe.
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Die Gruppe "Republicans against Trump" verbreitete einen Videomitschnitt der entsprechenden Passage und kommentierte ihn lediglich mit einem fassungslosen "WTF". Zahlreiche Nutzer schlossen sich der Kritik an und warfen dem US-Präsidenten vor, gefallene Soldaten respektlos zu behandeln und selbst im Angesicht des Todes zwischen würdigen und weniger würdigen Opfern zu unterscheiden.
Trump on attending dignified transfer ceremonies at Dover for fallen U.S. service members:
— Republicans against Trump (@RpsAgainstTrump) July 22, 2026
“When I go to Dover, I read charts on all of the young people. And some are unbelievable. Some are a little bit you know, they’ve got a little bit of a, little, couple of little bad things… pic.twitter.com/Ol0Zt1v2tm
"Ein paar kleine negative Dinge": Donald Trump verhöhnt gefallenen US-Soldaten
In seiner Rede schilderte Trump zunächst ausführlich die Umstände seines Besuchs auf der Dover Air Force Base, wo die sterblichen Überreste der vier im Iran-Konflikt gefallenen Soldaten auf amerikanischen Boden zurückgebracht wurden. Er bezeichnete die Militärbasis als "unglaublichen Ort", der jedoch häufig mit großer Trauer verbunden sei. Dort sei er auf die Familie von Lieutenant Tyler Feehan getroffen – dessen Mutter Sherry, Vater Stephen und Onkel David. Als Trump erfuhr, dass die Familie ebenfalls nach Georgia reisen wollte, bot er ihnen spontan einen Platz in der Air Force One an. Die Familie habe überwältigt reagiert, sei aber zutiefst gebrochen gewesen, so der US-Präsident. Trump betonte, die Überführungszeremonie sei das Schwierigste, was er in seinem Amt zu bewältigen habe – schwieriger als alles andere, was seine Aufgaben mit sich brächten.
Die entscheidende Passage der Rede kam, als Trump erklärte, er lese bei seinen Besuchen in Dover stets die Personalakten der Gefallenen durch. "Und manche sind unglaublich", sagte er. "Bei manchen ist es ein bisschen so, na ja, da stehen ein paar kleine, ein paar ganz kleine negative Dinge drin." Lieutenant Feehan hingegen hob er als Gegenbeispiel hervor – als "makellosen, perfekten Menschen", dessen Akte "so wunderschön" gelesen habe. Trump beschrieb Feehan als gutaussehend, brillant und von allen respektiert. Der junge Offizier sei auf dem besten Weg gewesen, sehr schnell zum General aufzusteigen. Doch gerade durch dieses überschwängliche Lob für einen einzelnen Gefallenen entstand der Eindruck, die anderen verstorbenen Soldaten seien in Trumps Augen weniger ehrenhaft gewesen – eine Implikation, die den Zorn erst richtig entfachte.
Netz reagiert mit Entsetzen auf Trump-Aussage
In den sozialen Netzwerken entlud sich eine Welle der Fassungslosigkeit. "Im Grunde sagt er damit: Wenn du nicht 'makellos' bist, dann ist dein Opfer für dieses Land, das dich das Leben gekostet hat, vielleicht nicht ganz so ehrenvoll", fasste ein Nutzer die Empörung zusammen. Ein anderer erinnerte spitz an Trumps eigene Militärgeschichte: "Ich bin alt genug, um mich daran zu erinnern, wie Trump seine Knochensporne überwand, indem er in den 1970ern in jedem Nachtclub Manhattans tanzte." Mehrere Kommentatoren stellten Trumps geistige Verfassung infrage und forderten seine Absetzung. "Er hat seine kognitiven Fähigkeiten verloren", schrieb ein Nutzer. Andere bezeichneten den Präsidenten als "Schandfleck für das Militär unseres Landes" und fragten fassungslos, warum er überhaupt irgendetwas Negatives über Gefallene äußern müsse. "Wer bei klarem Verstand würde für IHN kämpfen?", lautete eine weitere vielfach geteilte Reaktion.
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bua/ife/news.de
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