Wladimir Putin in der Klemme: Drohnen-Terror, Inkompetenz-Vorwürfe und ein bizarrer Bunker-Auftritt
Die Lage für Wladimir Putin wird zunehmend schwieriger: Die Ukraine verstärkt ihre Angriffe auf russische Ziele, während im eigenen Land Kritik an der Kriegsführung und Engpässe bei der Versorgung zunehmen. Gleichzeitig vollzieht der Kreml eine bemerkenswerte sprachliche Kehrtwende und spricht erstmals offiziell von einem "Krieg".
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
Suche
- Die Ukraine setzt verstärkt auf weitreichende Drohnenangriffe gegen Ziele tief im russischen Hinterland
- Der Kreml verwendet erstmals offiziell den Begriff "Krieg" statt "militärische Spezialoperation"
- In Russland wächst laut Berichten die Kritik an Verteidigungsproblemen und Folgen der Angriffe
Die militärische und politische Lage für Wladimir Putin hat sich in dieser Woche drastisch verschärft. Was über vier Jahre lang euphemistisch als "Militärische Spezialoperation" bezeichnet wurde, hat der Kreml nun offiziell als "echten Krieg" anerkannt – ein spätes Eingeständnis angesichts massiver Rückschläge und einer eskalierenden ukrainischen Luftoffensive. Während die Ukraine den Himmel zum entscheidenden Schlachtfeld erklärt hat und Ziele in Tausenden Kilometern Entfernung angreift, wächst im Inneren Russlands die Wut über militärische Inkompetenz, während gleichzeitig die Versorgung der Bevölkerung mit Kraftstoff ins Wanken gerät.
Die Links zu den jeweiligen Putin-Meldungen finden Sie am Ende dieses Textes.
Schwerer Rückschlag für Putin: Ukrainische Drohnen greifen Ziele tief in Russland an
Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine neue Phase des Krieges eingeläutet und den Himmel zum entscheidenden Schauplatz erklärt. Mit massiven Angriffen, bei denen allein in einer Nacht über 430 Drohnen in Richtung Moskau geschickt wurden, setzt Kiew die russische Hauptstadt unter Dauerbeschuss. Im Zentrum dieser neuen Strategie steht eine ukrainische "Wunderwaffe": Die Langstreckendrohne FP-1(ER) verfügt über eine Reichweite von bis zu 3.400 Kilometern und macht damit deutlich, dass kein Ort in Russland mehr vor ukrainischen Schlägen sicher ist. Ziel dieser Angriffe ist es, die russische Militärmaschine durch die systematische Zerstörung der Logistik und Energieinfrastruktur zu schwächen.
Kreml-Blamage in Sibirien: Wut über Luftabwehr-Versagen
Ein spektakulärer Drohnenangriff auf die größte Ölraffinerie des Landes im sibirischen Omsk hat die gravierenden Lücken in der russischen Verteidigung offengelegt. Die ukrainischen Drohnen legten über 2.500 Kilometer unentdeckt zurück, während Sicherheitskräfte vor Ort verzweifelt versuchten, die Angreifer mit Handfeuerwaffen abzuwehren. In der einflussreichen russischen Kriegsblogger-Szene sorgt dieses Versagen für eine Welle der Entrüstung; Kritiker werfen der Führung "Inkompetenz" vor und fordern personelle Konsequenzen für das Desaster. Der erfolgreiche Schlag gegen die Anlage, die jährlich 22 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet, markiert einen strategischen Wendepunkt.
Keine Spezialoperation in der Ukraine: Kreml gesteht "echten Krieg" ein
Nachdem jahrelang Gefängnisstrafen für die Verwendung des Begriffs "Krieg" drohten, vollzog Kreml-Sprecher Dmitri Peskow nun eine rhetorische Kehrtwende und erklärte offiziell: "Es herrscht Krieg". Diese neue Sprachregelung wird mit der Unterstützung des Westens für Kiew begründet, dient aber offensichtlich auch dazu, die russische Bevölkerung auf weitere Entbehrungen vorzubereiten. Die Auswirkungen sind bereits im Alltag spürbar: Durch die Angriffe auf Raffinerien herrscht landesweit akuter Kraftstoffmangel, was zu kilometerlangen Warteschlangen an Tankstellen und sogar zu Handgreiflichkeiten unter Autofahrern führt.
Bunker-Drama im XXL-Anzug: Wladimir Putin macht sich bei PR-Auftritt zum Gespött
Um in der Krise Stärke zu demonstrieren, inszenierte der Kreml einen seltenen Frontbesuch Putins, der jedoch in einem PR-Debakel endete. In einer viel zu großen, unvorteilhaften Militäruniform wirkte der Kremlchef in einem getarnten Kommandoposten sichtlich niedergeschlagen und orientierungslos. Während Generalstabschef Gerassimow versuchte, die Stimmung mit Erfolgsmeldungen zu heben, blieb Putins Miene grimmig. Ukrainische Experten verspotten den Auftritt zudem als plumpe Fälschung und behaupten, der gesamte Besuch sei lediglich in einem Bunker-Filmset mit künstlicher Kulisse und Tarnnetzen im Innenraum gedreht worden.
Gefährliche Obsession: Putin plant neue Offensive trotz interner Widerstände
Trotz der prekären Lage und Warnungen aus dem eigenen Beraterkreis zeigt sich Wladimir Putin unnachgiebig und lehnt Vorschläge für einen Waffenstillstand kategorisch ab. Insider berichten von einer "gefährlichen Obsession" des Präsidenten mit der vollständigen Eroberung des Donbas, für die er in den kommenden Monaten eine neue Großoffensive plane. Doch auch an der wirtschaftlichen Heimatfront bröckelt die Fassade: Bei einem Treffen zur Exportförderung musste Putin erfahren, dass seine "Made in Russia"-Strategie auf russischen Online-Plattformen international völlig scheitert, da dort schlichtweg niemand einkauft.
Lesen Sie die jeweiligen Artikel hier noch einmal:
- Selenskyjs neue Strategie: Luftkrieg eskaliert - Ukraine jagt Hunderte Drohnen auf Moskau
- "Inkompetenz"-Wut auf Putin - russische Luftabwehr versagt
- Kremlsprecher erklärt Putin-Kehrtwende nach Rückschlägen
- Putin niedergeschlagen im Bunker - neue Fotos werfen Fragen auf
- Kremlchef stellt sich gegen Berater – neue Ukraine-Offensive geplant
bua/bos/news.de/cpt
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.