Wladimir Putin: Kremlchef stellt sich gegen Berater – neue Ukraine-Offensive geplant

Während international weiter über eine Waffenruhe gesprochen wird, deuten Insiderberichte auf das Gegenteil hin. Demnach soll Wladimir Putin Vorschläge aus dem eigenen Umfeld zurückgewiesen haben und stattdessen auf eine neue Offensive im Osten der Ukraine setzen.

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Wladimir Putin plant angeblich eine neue Offensive in der Ukraine. (Foto) Suche
Wladimir Putin plant angeblich eine neue Offensive in der Ukraine. Bild: picture alliance/dpa/Russian Presidential Press Service | Uncredited
  • Wladimir Putin soll Vorschläge für einen Waffenstillstand zurückgewiesen habenlaut Kreml-Quellen
  • Kremlchef will die Donbas-Region weiterhin militärisch erobern
  • Die Berichte widersprechen Donald Trumps jüngsten Aussagen über mögliche Friedenschancen

Wladimir Putin hat offenbar Vorschläge für einen Waffenstillstand aus seinem engsten Beraterkreis kategorisch abgelehnt. Stattdessen bereitet der Kremlchef eine neue militärische Großoffensive vor, um die ukrainische Donbas-Region vollständig zu erobern.

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Eine Quelle aus Putins Umfeld erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, die Wahrscheinlichkeit einer massiven Eskalation in den kommenden Monaten sei "hoch". Der russische Machthaber habe eine Gruppe seiner eigenen Berater scharf zurechtgewiesen, nachdem diese einen Kompromiss auf Basis der aktuellen Frontlinien vorgeschlagen hatten. Putin habe sich stattdessen auf sein Ziel versteift, den Rest der ostukrainischen Region einzunehmen.

Wladimir Putin: Gefährliche Obsession mit dem Donbas

Trotz deutlich verlangsamter Geländegewinne seiner Truppen in diesem Jahr hält Putin an seiner Überzeugung fest, die Donbas-Region bald vollständig kontrollieren zu können. Ein Insider, der den russischen Präsidenten regelmäßig trifft, bestätigte: Die Eroberung des Gebiets sei zu einer "gefährlichen Obsession" geworden. Putin brauche "irgendeine Art von Sieg".

Kremlsprecher Dmitri Peskow versuchte, die internen Spannungen herunterzuspielen. Russland sei zu einer friedlichen Lösung bereit, verfüge aber über ausreichende Kapazitäten, um die "militärische Spezialoperation" eigenständig fortzusetzen. Erst kürzlich behauptete Putin, seine Streitkräfte hätten die strategisch wichtige Stadt Kostjantyniwka im Osten der Ukraine eingenommen. Kiew wies diese Darstellung jedoch entschieden zurück.

Trumps Friedenshoffnungen im Widerspruch zur Realität

Die Enthüllungen aus dem Kreml stehen in krassem Gegensatz zu den Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte kürzlich behauptet, Putin wolle den Krieg beenden und eine Lösung sei "näher als die Menschen denken". Trump führte separate Telefonate sowohl mit Putin als auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Letzterer erklärte, man habe über "Ideen, den Frieden näherzubringen" gesprochen.

Doch hinter den Kulissen zeigt sich ein anderes Bild. Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien und Häfen verursachen massive Treibstoffengpässe im Land. Der Krieg erreicht damit Millionen russischer Bürger direkt. Putins Zustimmungswerte sind laut Berichten auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Invasion 2022 gefallen.

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