Wladimir Putin: Kremlchef sollte nervös sein - Experte analysiert plötzliche Trump-Wende

Ein Militärexperte sieht im veränderten Verhalten von Donald Trump ein Signal, dass der US-Präsident die Ukraine bei Operationen tief im russischen Hinterland unterstützt. Macht diese Wende Wladimir Putin nervös?

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Wladimir Putin führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. (Foto) Suche
Wladimir Putin führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Bild: picture alliance/dpa/Russian Presidential Press Service via AP | Uncredited
  • Wladimir Putin sollte nach Trump-Wende nervös sein laut Experten-Urteil
  • Donald Trump lacht über Selenskyjs Moskau-Witz
  • Wladimir Putin im Visier: USA unterstützen Ukraine bei Angriffen auf Russland
  • Donald Trump beeindruckt von Selenskyjs Strategie

Der Militärexperte Nico Lange hat eine bemerkenswerte Veränderung in der Haltung von US-Präsident Donald Trump, der zuletzt mit Nato-Attacken entsetzte, gegenüber der Ukraine festgestellt. Im Podcast von "Bild"-Mann Paul Ronzheimer bewertet der 51-Jährige die gemeinsame Pressekonferenz von Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim Nato-Gipfel in Ankara - mit Folgen für Wladimir Putin.

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Wladimir Putin sollte nach Trump-Wende nervös sein laut Experten-Urteil

Die ukrainischen Drohnenangriffe auf russisches Territorium setzen Wladimir Putin und seine russischen Truppen nicht nur auf militärischer und wirtschaftlicher Ebene unter Druck. Sie verschaffen Kiew auch Anerkennung beim amerikanischen Präsidenten, so Lange. Die Zusammenkunft der beiden Staatsoberhäupter verlief überraschend harmonisch.

Der Experte sieht darin eine mögliche Wende in Trumps Position gegenüber Russland. Die Ukraine nutzt ihre Offensivoperationen gegen das russische Hinterland strategisch, um ihre Position zu stärken. Für Wladimir Putin könnten diese Entwicklungen beunruhigend sein, analysiert Lange in seiner Einschätzung der aktuellen Lage. Der Kremlchef sollte nervös sein.

Donald Trump lacht über Selenskyjs Moskau-Witz

Auffällig war, dass Trump die ukrainischen Drohnenangriffe auf das russische Hinterland und sogar auf Moskau nicht verurteilte. Stattdessen bewertete der US-Präsident diese Aktionen als eine Form der Eskalation, die zu einem rascheren Ende des Krieges beitragen könne. Diese Haltung markiert einen deutlichen Kurswechsel in seiner Positionierung gegenüber der Ukraine.

Besonders aufschlussreich war eine Szene während der Pressekonferenz: Selenskyj machte einen Scherz darüber, dass er wegen der ukrainischen Drohnenangriffe nicht sicher nach Moskau reisen könne. Trump reagierte darauf mit einem Lächeln, während die Anwesenden in Gelächter ausbrachen. Für Lange ist diese Reaktion höchst bedeutsam.

"Das ist eine Veränderung in der Trump-Positionierung", betont der Militärexperte. Die Tatsache, dass Trump die ukrainischen Offensivoperationen nicht nur toleriert, sondern sie sogar als strategisch sinnvoll einstuft, stellt einen bemerkenswerten Wandel dar. Diese neue Haltung könnte weitreichende Folgen für die weitere Entwicklung des Konflikts haben.

Wladimir Putin im Visier: USA unterstützen Ukraine bei Angriffen auf Russland

Aus dem Gespräch zwischen Trump und Selenskyj wurde laut Lange deutlich, dass Washington die Ukraine bei ihren Operationen tief im russischen Territorium unterstützt. Die amerikanische Hilfe beschränkt sich dabei nicht nur auf Waffenlieferungen. Die USA stellen den ukrainischen Streitkräften offenbar Geheimdienstinformationen zur Verfügung, etwa über die Standorte russischer Luftverteidigungsanlagen.

  • "Es ist auch aus dem Gespräch deutlich geworden, dass die USA zumindest mit einem Teil der Schläge, die die Ukraine tief nach Russland hineinführt, durchaus helfen", erklärt Lange.

Diese Form der Unterstützung ermöglicht es der Ukraine, ihre Angriffe präziser zu planen und durchzuführen. Die amerikanische Hilfe ist keine neue Entwicklung. Bereits 2025 wurde bekannt, dass die USA unter Trump die ukrainischen Streitkräfte bei Angriffen auf russische Öl-Raffinerien unterstützten. Nun könnte diese Unterstützung jedoch noch umfassender ausfallen, bewertet der Militärexperte die aktuelle Situation.

Donald Trump beeindruckt von Selenskyjs Strategie

Die Ukraine hat es nach Einschätzung von Nico Lange geschafft, Trump von ihrer starken Position zu überzeugen. Bei dem amerikanischen Präsidenten sei der Eindruck entstanden, dass Kiew in der Offensive sei und die Initiative innehabe.

  • "Und Trump mag ja Leute, die den Eindruck machen, dass sie gewinnen", erklärt Lange im Podcast.

Der ukrainische Präsident verfolgt seit mehreren Wochen einen konkreten Plan, so der Experte. Durch gezielte Schläge gegen russische Energieanlagen, Rüstungsbetriebe und logistische Einrichtungen will Selenskyj Putin massiv unter Druck setzen. Das Ziel: Der Kremlchef soll befürchten müssen, dass seine Machtposition destabilisiert wird. Mit dieser Strategie will die Ukraine Moskau an den Verhandlungstisch zwingen.

Wladimir Putin wird nie "ein großes Friedensabkommen verhandeln"

Trotz der positiven Entwicklungen mahnt Nico Lange zur Vorsicht. In Europa und besonders im Bundeskanzleramt herrsche eine übertriebene Erwartungshaltung bezüglich baldiger Friedensverhandlungen mit Moskau. Die Vorstellung, man könne schon bald mit Putin am Tisch sitzen und ein umfassendes Friedensabkommen aushandeln, sei unrealistisch.

"Putin wird nie ein großes Friedensabkommen verhandeln", stellt der Militärexperte unmissverständlich fest. Stattdessen sei lediglich ein sogenannter sektoraler Waffenstillstand erreichbar. Gemeint sind damit sehr begrenzte Waffenruhen in bestimmten Bereichen, nicht jedoch ein vollständiger Friedensschluss.

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