Ukraine-Krieg aktuell: Nächster Angriff auf die Krim - Satellitenbilder zeigen zerstörte Flugzeug-Hangars
Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf die Krim fort. Nun haben Kiews Streitkräfte den Militärflugplatz "Saki" ins Visier genommen. Satellitenbilder zeigen beschädigte Spezial-Hangars. Wurden mehrere russische Kampfjets zerstört?
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Laut dem ukrainischen Geheimdienst SBU wurden bei Angriff auf den Flugplatz "Saki" auf der Krim mindestens sieben russische Flugzeuge zerstört oder beschädigt
- Satellitenaufnahmen zeigen Schäden an verstärkten Hangars
- Konkretes Ausmaß der Schäden bleibt jedoch unklar
Es ist der nächste Rückschlag für Wladimir Putin, der momentan im eigenen Land mit wachsendem Widerstand gegen seinen Krieg in der Ukraine kämpft: Kiew hat bereits am vergangenen Freitag einen Drohnenangriff auf den russischen Luftwaffenstützpunkt "Saki" auf der Krim durchgeführt. Nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes SBU wurden dabei sieben Hangars getroffen, in denen russische Kampfjets und Frontbomber der Typen Su-30SM, Su-30 sowie Su-24 stationiert waren.
Ukrainischer Drohnenangriff auf Militärflugplatz "Saki" auf der Krim
Über den Vorfall berichtet das Militärnachrichtenportal "The War Zone"."Nach vorläufigen Informationen wurden mindestens sieben Flugzeuge zerstört oder beschädigt", teilte der SBU mit. Der Stützpunkt beherbergt das 43. unabhängige Marineangriffsfliegerregiment der russischen Marine, das hauptsächlich Su-30SM-Maschinen einsetzt.
Die Attacke reiht sich in eine Serie ukrainischer Schläge gegen russische Luftwaffen- und Logistikeinrichtungen auf der 2014 annektierten Halbinsel ein. Bereits am Mittwoch hatte der SBU nach eigenen Angaben russische Kampfflugzeuge zerstört.
Nächster Rückschlag für Wladimir Putin? Satellitenaufnahmen zeigen beschädigte Hangars
Visuelle Beweise für den Angriff lieferte das Satellitenbildunternehmen Vantor. Aufnahmen vom Samstagmorgen zeigen erhebliche Schäden an sechs der sieben verstärkten Flugzeugunterständen auf dem Stützpunkt. Bei vier Hangars wurden die Tore komplett abgesprengt – sie liegen nun auf dem Rollfeld davor.
Ob sich zum Zeitpunkt des Angriffs tatsächlich Flugzeuge in den Schutzbauten befanden und welchen Schaden diese erlitten, lässt sich aus der Vogelperspektive nicht feststellen. Möglich wäre laut SBU eine Beschädigung durch Feuer oder Splitter. Angaben von Kriegsparteien sind jedoch nicht zu hundert Prozent verlässlich, da es sich dabei auch um Propaganda handeln könnte. Satellitenaufnahmen von Planet Labs vom 27. Juni zeigten die Hangars noch unbeschädigt.
Wolodymyr Selenskyj will Putin mit Angriffen zu Verhandlungen zwingen
Der Angriff auf "Saki" ist Teil einer umfassenden ukrainischen Strategie, Russland auf der annektierten Halbinsel systematisch unter Druck zu setzen. Seit Monaten attackiert Kiew Brückenverbindungen zum Festland sowie Treibstoffdepots und andere Versorgungseinrichtungen.
Die Lage hat sich für die Bevölkerung spürbar verschlechtert: Behörden auf der Krim versuchten bereits, Benzinrationierungen einzuführen – ausgerechnet mitten in der traditionellen Sommerurlaubssaison. Präsident Wolodymyr Selenskyj verfolgt mit dieser Kampagne das Ziel, Moskau so viel Schaden zuzufügen, dass Wladimir Putin zu Verhandlungen über ein Kriegsende bereit wird.
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