Ukraine-Krieg aktuell: Putins Kriegsapparat unter Beschuss - neue Drohnenangriffe treffen Schlüsselziele

Zu Beginn des Monats Juli setzt die Ukraine ihre Drohnenangriffe auf Ziele im russischen Hinterland fort. In der Nacht wurden dabei erneut Anlagen in mehreren Regionen getroffen, die eine wichtige Rolle bei Wladimir Putins Kriegsführung spielen.

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Schlechte Nachrichten für Wladimir Putin: Erneut haben ukrainische Drohnenangriffe Ziele in Russland getroffen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Vyacheslav Prokofyev
  • Ukraine startet neue Drohnenangriffe gegen russische Ziele in der Nacht zu Mittwoch
  • Ölraffinerie in Ufa, Forschungsinstitut in Pensa und Satellitenkommunikationszentrum bei Moskau getroffen
  • Wladimir Putin gestand zuletzt "Probleme" ein

Manche Experten sehen die Ukraine im Krieg gegen Russland aktuell klar im Vorteil und prophezeien bereits Wladimir Putins drohende Niederlage. Besonders die massiven Drohnenangriffe von Kiews Streitkräften, die wichtige Infrastrukturanlagen in Hunderten Kilometern Entfernung von der Grenze treffen, sind für den Kreml verheerend. In der Nacht zu Mittwoch, dem 1. Juli, hat es nun wieder mehrere Rückschläge für Moskau gegeben.

Ukraine-Krieg aktuell: neuer Drohnenangriff auf Ölraffinerie in Ufa

Wie unter anderem "The Independent" und der "Kyiv Independent" berichten, haben ukrainische Drohnen erneut Ziele tief im russischen Hinterland attackiert. Getroffen wurde unter anderem eine Ölraffinerie in Ufa – mehr als 1.300 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Anlage als einen der größten Schmierstoffproduzenten Russlands.

Russisches Forschungsinstitut in der Region Pensa getroffen

Parallel dazu meldete Kiew einen Angriff auf das Forschungsinstitut für physikalische Messungen (NIIFI) in der Region Pensa. Laut ukrainischem Generalstab fertigt das Unternehmen Sensoren für Iskander-, Kalibr- und Kh-101-Raketen sowie Komponenten für russische Kampfflugzeuge und Militärsatelliten. "Jeden Tag wird unser Plan ukrainischer Langstrecken-Sanktionen umgesetzt", erklärte Selenskyj. "Das ist eine völlig gerechte Antwort auf alles, was Russland gegen uns unternimmt."

Ukraine nimmt zum zweiten Mal Satellitenkommunikationszentrum bei Moskau ins Visier

Außerdem traf die Ukraine das Satellitenkommunikationszentrum Dubna nordwestlich von Moskau – zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage. Die Anlage liegt mehr als 500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt und dient nach Angaben Selenskyjs der Aufklärung sowie der Koordination russischer Streitkräfte in der Ukraine.

Beim ersten Angriff am 22. Juni wurden laut Generalstab eine 32 Meter hohe Satellitenantenne und das zentrale Kontrollgebäude beschädigt. Insgesamt habe die Ukraine zuletzt vier vergleichbare Einrichtungen in den Regionen Moskau und Wladimir attackiert, so der Präsident.

Wolodymyr Selenskyj will Wladimir Putin zur Beendigung des Krieges zwingen

Die Attacken sind Teil einer 40-tägigen Kampagne, die Selenskyj vergangene Woche genehmigt hatte, um Russland zur Beendigung des Krieges zu bewegen. Allein im Juni trafen ukrainische Streitkräfte nach Angaben des Verteidigungsministeriums elf Raffinerien sowie Treibstofflager und Rüstungsfabriken.

Die Folgen zeigen sich bereits: An russischen Tankstellen bilden sich Schlangen, in Teilen Sibiriens und auf der besetzten Krim wurde Benzin rationiert. Kremlchef Putin räumte am Sonntag in einem seltenen Eingeständnis ein, die Angriffe auf die Energieinfrastruktur verursachten "Probleme".

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