Ramsan Kadyrow: Von Wahl-Liste gestrichen - Rätsel um Putin-Bluthund

Ramsan Kadyrow tritt offenbar nicht als Kandidat bei der russischen Parlamentswahl im September an. Der Tschetschenen-Führer und Putin-Bluthund fehlt erstmals seit 2007 auf einer Liste der Kremlpartei "Einiges Russland". Was steckt dahinter?

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Tschetschenien-Machthaber Ramsan Kadyrow (vorne) fehlt überraschend auf einer Kandidatenliste für die russische Parlamentswahl. (Foto) Suche
Tschetschenien-Machthaber Ramsan Kadyrow (vorne) fehlt überraschend auf einer Kandidatenliste für die russische Parlamentswahl. Bild: picture alliance/dpa/Saudi Press Agency | -
  • Tschetschenien-Machthaber Ramsan Kadyrow fehlt auf Kandidatenliste für russische Parlamentswahl
  • Putin-Bluthund steht damit erstmals seit 2007 nicht mehr zur Wahl
  • Zuletzt hatte es Gerüchte über eine Erkrankung Kadyrows gegeben

Wegen massiver Menschenrechtsverletzungen sorgte Ramsan Kadyrow, Machthaber der russischen Teilrepublik Tschetschenien, immer wieder für Negativschlagzeilen. Gleichzeitig gilt er als enger Verbündeter von Kremlchef Wladimir Putin. Er wird auch als dessen "Bluthund" bezeichnet und unterstützte Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Doch nun gibt es eine überraschende Entwicklung um Kadyrow.

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Wie "t-online" unter Berufung auf das russische Oppositionsportal "Meduza" schreibt, taucht Kadyrow nicht auf der Kandidatenliste der Kreml-Partei "Einiges Russland" für die anstehende Parlamentswahl im September auf. Sein Name fehlt damit zum ersten Mal seit 2007.

Über die genauen Hintergründe gibt es bislang keine offiziellen Angaben.Kadyrows Abwesenheit auf der Liste für die Duma-Wahl wirft jedoch Fragen auf. In jüngster Zeit kursierten Berichte über eine mögliche Erkrankung des tschetschenischen Politikers. Kadyrow selbst hat sich zu den Gerüchten nicht geäußert.

Gerüchte über Erkrankung des "Bluthunds" von Wladimir Putin

Putins "Bluthund" spielt für Moskau laut "t-online" eine doppelte Rolle: Mit hartem Durchgreifen gegen tschetschenische Kämpfer beendete er die Unabhängigkeitsbestrebungen in der Region. Gleichzeitig sorgte er dafür, dass die lokalen Machteliten eng an den Kreml gebunden wurden.

Ob sich Kadyrows Fehlen bei der Wahl negativ auf die Partei "Einiges Russland" auswirkt, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur, dass Kremlchef Wladimir Putin derzeit mit sinkenden Zustimmungswerten und heftigem Gegenwind für seinen Krieg gegen die Ukraine zu kämpfen hat. 

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