Donald Trump: "Ich war stinksauer!" US-Präsident schäumt vor Wut nach Libanon-Angriff
Kurz bevor Donald Trump einen Deal mit dem Iran verkündete, startete Israel einen weiteren Angriff auf die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon. Dem US-Präsidenten gefiel das gar nicht. In einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie auf Truth Social machte er seinem Ärger Luft.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
Suche
- Donald Trump "stinksauer" auf Benjamin Netanjahu
- Kurz vor Verkündung des Iran-Deals griff Israel den Libanon an
- US-Präsident fand Reaktion auf Hisbollah-Beschuss unverhältnismäßig und fordert zum Waffenstillstand auf
Bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat es einen Durchbruch gegeben. An seinem 80. Geburtstag gab US-Präsident Donald Trump eine Einigung mit Teheran sowie die bevorstehende Öffnung der Straße von Hormus bekannt. Auch die iranische Seite bestätigte, dass am Freitag in der Schweiz ein Abkommen unterzeichnet werden soll. Ob sich die Lage im Nahen Osten damit tatsächlich entspannt, bleibt jedoch fraglich. Denn US-Partner Israel setzte in den vergangenen Tagen seine Angriffe auf den Libanon fort, was Trump richtig wütend machte.
Donald Trump wütet gegen Benjamin Netanjahu nach israelischem Angriff auf den Libanon
Die israelischen Streitkräfte hatten am Sonntag das Dahiyeh-Viertel im Süden Beiruts bombardiert, wie die "Daily Mail" berichtet – eine Gegend, die als Hochburg der mit dem Iran verbündeten Hisbollah gilt. Laut dem Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu richteten sich die Schläge gegen "terroristische Ziele" der Miliz und stellten eine Antwort auf Raketenbeschuss aus dem Libanon dar. Trump war über den Angriff jedoch gar nicht begeistert. In einem Telefonat mit Netanjahu machte er seinem Ärger Luft. "Warum musste Bibi einen verdammten Angriff starten?", fragte der US-Präsident laut dem Axios-Reporter Barak Ravid. "Ich war so stinksauer. Ich habe es ihm gesagt. Er hat kein verdammtes Urteilsvermögen."
US-Präsident fordert vollständigen Waffenstillstand im Nahen Osten vor Unterzeichnung des Iran-Deals
Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er außerdem, der Angriff hätte nicht stattfinden dürfen – "besonders an einem besonderen Tag, an dem wir so nah an einem Friedensabkommen mit dem Iran sind". Israel habe zwar das Recht, sich gegen Bedrohungen zu verteidigen. Doch die Reaktion sei unverhältnismäßig gewesen, da bei dem Hisbollah-Beschuss niemand verletzt oder getötet worden sei. Der US-Präsident forderte alle Beteiligten auf, die Waffen ruhen zu lassen: "Dies könnte der Beginn eines langen und schönen Friedens sein – lasst es uns nicht vermasseln!"
Auch diese News zur US-Politik könnten Sie interessieren:
- US-Präsident beschimpft sie immer wieder - Reporterin hat eine Theorie
- "Lässt ihn wie einen Narren aussehen" - Ex-Verbündete rechnet mit Trumps Team ab
- US-Präsident wird für "schlechteste Personalentscheidung" zerrissen
- Wirbel um Pressekonferenz - Kommentator spottet über "erbärmlichen Moment"
- "Haben ihr Militär in Ruhe gelassen" - US-Präsident irritiert mit neuen Aussagen zum Iran-Krieg
gom/bua/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.