AfD übertrumpft CDU: Umfrage-Debakel setzt sich fort - Weidel-Partei weiter im Höhenflug

Den neuesten Insa-Zahlen zufolge setzt sich das Umfrage-Debakel der CDU ungebremst fort. Erstmals in der Geschichte überholt die AfD die Union beim Wähler-Potenzial – und der Abstand bei den überzeugten Anhängern wächst dramatisch.

Erstellt von - Uhr

In aktuellen Umfragen läuft die AfD in gleich mehreren Punkten der Union den Rang ab. (Foto) Suche
In aktuellen Umfragen läuft die AfD in gleich mehreren Punkten der Union den Rang ab. Bild: picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt
  • Umfrage-Debakel für die Union setzt sich fort
  • Insa-Umfrage sieht AfD acht Prozentpunkte vor CDU
  • Christdemokraten verlieren Wählerrückhalt - AfD-Chefin Weidel beliebteste Politikerin

Zusammen mit der SPD mag die CDU aktuell die Bundesregierung stellen, doch wer sich die aktuellen Umfragewerte der Christdemokraten anschaut, wird Zeuge eines ungebremsten Abwärtstrends. Auch die neuesten Umfragewerte, über die Anfang Juni 2026 in der "Bild" zu lesen ist, verheißen nichts Gutes für die CDU - die "Alternative für Deutschland" hingegen setzt ihren Höhenflug fort.

AfD übertrumpft CDU in Insa-Umfrage in empfindlichem Punkt

Die AfD hat laut der aktuellen Insa-Umfrage bei einer zentralen Kennzahl erstmals die Union überholt. Der Erhebung zufolge erreicht die rechtsextreme Partei beim sogenannten Wähler-Potenzial 35 Prozent – die CDU/CSU kommt nur noch auf 33 Prozent. Diese Potenzial-Analyse misst, wie viele Wahlberechtigte sich grundsätzlich vorstellen können, für eine bestimmte Partei zu stimmen. Für die Potenzial-Analyse befragte Insa insgesamt 1592 Wahlberechtigte. Das Politiker-Ranking basiert auf einer Erhebung unter 2009 Bürgern ab 18 Jahren.

Umfrage sieht AfD acht Prozentpunkte vor dem Christdemokraten

Auch bei der klassischen Sonntagsfrage liegt die AfD deutlich vorn. Mit 29 Prozent distanziert sie die Union um acht Prozentpunkte. Die CDU erreicht lediglich 21 Prozent. Für die Christdemokraten bedeuten diese Zahlen ein alarmierendes Signal, denn die AfD baut ihren Vorsprung kontinuierlich aus.

AfD-Ablehnung schrumpft: So viele Deutsche wollen rechtsextrem wählen

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung bei den sogenannten sicheren Stimmen. Dabei handelt es sich um Wähler, die mit hoher Wahrscheinlichkeit tatsächlich für eine Partei votieren werden. Die AfD verzeichnet hier mittlerweile 22 Prozent überzeugte Anhänger. Die Union hingegen erlebt einen deutlichen Absturz: Noch im September 2025 lag dieser Wert bei 18 Prozent, inzwischen sind es nur noch 14 Prozent. Gleichzeitig sinkt die Ablehnung gegenüber der AfD. Aktuell schließen noch 49 Prozent der Befragten eine Stimmabgabe für die Partei kategorisch aus. Bei der Union wächst dagegen die Skepsis: 31 Prozent können sich nicht vorstellen, CDU oder CSU zu wählen – ein Anstieg um zwei Prozentpunkte.

Düstere Aussichten für die SPD: Sozialdemokraten noch unbeliebter als Grüne

Für die Sozialdemokraten zeigt die Potenzial-Analyse ein düsteres Bild. Die SPD erreicht aktuell nur 12 Prozent, wobei lediglich sieben Prozent der Befragten als überzeugte SPD-Wähler gelten. Immerhin: Beim maximal möglichen Wähler-Potenzial landen die Sozialdemokraten mit 33 Prozent gleichauf mit der Union.

Die Grünen schneiden mit 14,5 Prozent in der aktuellen Erhebung besser ab. Allerdings können auch sie nur auf neun Prozent sichere Stimmen zählen. Ihr theoretisches Maximum liegt bei 28,5 Prozent – deutlich unter dem Potenzial von AfD und Union.

Alice Weidel laut Umfrage wieder beliebteste Politikerin Deutschlands

Auch beim Politiker-Ranking kann die AfD punkten. Parteichefin Alice Weidel kletterte im aktuellen Insa-Ranking auf Platz fünf und verdrängte damit Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Da die vier Positionen vor ihr von Männern besetzt werden, ist die 47-Jährige erneut die populärste weibliche Politikerin des Landes. Bereits im Mai hatte Weidel diese Spitzenposition inne.

Weitere aktuelle Beiträge aus dem Politik-Ressort finden Sie hier:

/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.