Nach Treffen mit Xi Jingping: Nation im Niedergang - US-Präsident schlägt im Netz weiter um sich

Offenbar trafen die Worte Xi Jingping beim US-Präsidenten Donald Trump einen Nerv. Noch in der Nacht rechtfertigte sich der 79-Jährige bei "Truth Social" mit einem geballten Wortschwall mit Vorwürfen an seinen Amtsvorgänger Joe Biden.

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Donald Trump traf den chinesischen Präsidenten Xi Jingping in Peking. Doch die Schilderungen des US-Präsidenten und die der chinesischen Regierung gehen wenig später weit auseinander. (Foto) Suche
Donald Trump traf den chinesischen Präsidenten Xi Jingping in Peking. Doch die Schilderungen des US-Präsidenten und die der chinesischen Regierung gehen wenig später weit auseinander. Bild: dpa/Pool Reuters/Evan Vucci
  • Nach Aufeinandertreffen mit Xi Jingping - Donald Trump teilt bei Truth Social gegen Joe Biden aus
  • USA unter Amtsvorgänger im Niedergang - "Sleepy Joe" machte nahezu alles falsch laut Trump
  • Erfolgshistorie Trumps angeblich von Xi Jingping honoriert - selbst der Iran-Krieg
  • Fortsetzung folgt - Ausschreitungen im Nahen Osten sollen weitergehen
  • China mahnt zur Waffenruhe im Iran-Krieg - doch davon will Trump nichts wissen

Donald Trumps Staatsbesuch in China hat beim US-Präsidenten bleibende Spuren hinterlassen. Offenbar kam es im Rahmen des Staatsbesuches in Peking zu einem bitteren Fazit des chinesischen Staatsoberhauptes. Bei "Truth Social" rechtfertigte sich Trump nur wenig später mit einer interessanten Auslegung der weltpolitischen Lage.

USA: Im Niedergang begriffene Nation

"Als Präsident Xi die Vereinigten Staaten so elegant als möglicherweise im Niedergang begriffene Nation bezeichnete, bezog er sich auf den enormen Schaden, den wir während der vier Jahre von 'Sleepy Joe' Biden und seiner Regierung erlitten haben, und in dieser Hinsicht hatte er vollkommen recht", beginnt Donald Trump seinen Post im Netz, um schließlich auszuführen, was sein Amtsvorgänger Joe Biden alles falsch gemacht habe.

Donald Trump macht Joe Biden für "Staatsmisere" verantwortlich

Das Land habe "unermesslich" unter offenen Grenzen, hohen Steuern, der Gleichstellung aller Geschlechter, Männern im Frauensport, Gleichstellung im Frauensport und verheerenden Handelsabkommen sowie grassierender Kriminalität und mehr gelitten, schreibt Donald Trump, nur um schließlich zu den Erfolgen seiner Regierung zu kommen, die Xi Jinping schließlich zu einem anderen Fazit kommen lassen.

Alles besser unter der Trump-Administration? Donald Trump prahlt mit seinen "Erfolgen"

Denn: Unter ihm sei alles besser gelaufen. So hat das Land einen "unglaublichen Aufstieg" während der vergangenen "spektakulären" 16 Monate (Trumps zweiter Amtszeit), erlebt. Darunter zählen laut Trump: Rekordhochs an den Aktienmärkten, militärische Siege, florierende Beziehungen in Venezuela, die mit Abstand stärkste Armee der Welt und eine neu errungene wirtschaftliche Supermacht mit Rekordinvestitionen von 18 Billionen Dollar - der beste US-Arbeitsmarkt der Geschichte mit mehr Beschäftigten als je zuvor.

Iran-Krieg-Aussage lässt aufhorchen: Fortsetzung folgt?

Genau diese Erfolge seien es auch, zu denen Chinas Präsident Xi Donald Trump bei seinem Staatsbesuch gratulierte. Schwierig indes wurde es beim Thema Iran-Krieg. Auch hier beteuert Donald Trump bei Truth Social, dass es "die militärische Zerschlagung des Irans" sei, die ebenfalls zu seiner Erfolgshistorie zählt. Nicht ohne zu bemerken, dass hier eine "Fortsetzung folgt". Tatsächlich aber hat die chinesische Regierung die Iran-Ausschreitungen beim Aufeinandertreffen der Regierungschefs stark kritisiert. 

China kritisiert Ausschreitungen im Nahen Osten - dauerhafte Waffenruhe gefordert

Die Schifffahrtswege sollten so schnell wie möglich wieder geöffnet werden, erklärte das Außenministerium in Peking mit Blick auf die Straße von Hormus laut der "Deutschen Presseagentur". Es brauche eine umfassende und dauerhafte Waffenruhe, um die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität in der Golfregion voranzutreiben, so die Behörde weiter.

Dieser Krieg, der niemals hätte passieren dürfen, müsse nicht weitergehen, erklärte das Ministerium. Bald eine Lösung zu finden, nütze den USA und dem Iran sowie anderen Regionen und der gesamten Welt, hieß es weiter. 

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/sfx/news.de/dpa

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