Donald Trump: "Der Kult schrumpft" – Trumps Macht zerbricht vor aller Augen

Donald Trump verliert rasant an Rückhalt und gleichzeitig wächst die Sorge vor dem, was er als Nächstes tun könnte. In einem brisanten Gespräch zeichnen seine Nichte Mary Trump und Kommentator Wajahat Ali ein düsteres Bild: ein Präsident im Sinkflug, der sich womöglich weigert, die Macht friedlich abzugeben.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump befindet sich im Sinkflug. (Foto) Suche
Donald Trump befindet sich im Sinkflug. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Historischer Absturz: Trump fällt auf nur noch 33 Prozent Zustimmung – unter Nixon-Niveau
  • MAGA in der Krise: Wähler wenden sich ab, interne Konflikte eskalieren
  • Düstere Warnung: Experten befürchten, Trump könnte eine Niederlage nicht akzeptieren

Die MAGA-Bewegung bröckelt und Donald Trumps Zustimmungswerte befinden sich im freien Fall. In einem aktuellen YouTube-Gespräch analysieren seine Nichte Mary Trump und der Kommentator Wajahat Ali den dramatischen Niedergang des US-Präsidenten und warnen vor dem, was noch kommen könnte.

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Mit nur noch 33 Prozent Zustimmung liegt Trump mittlerweile unter den historischen Tiefständen von Richard Nixon. "Er hat Latinos, Unabhängige und junge Wähler verloren", fasst Ali die Lage zusammen. Bei Katholiken sei Trump von plus 20 auf minus 2 Prozentpunkte abgestürzt, nachdem er den Papst öffentlich verspottet hatte. Besonders alarmierend: Ali warnt, dass Trump sich wie jemand verhalte, "der nicht plant, legal oder friedlich zu gehen". Der Grund? Drohende Strafverfolgung. Trump selbst und Steve Bannon hätten bereits angedeutet, dass bei einem demokratischen Wahlsieg Amtsenthebungsverfahren und Gefängnisstrafen drohen würden.

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist der wachsende Einfluss des christlichen Nationalismus im Pentagon. Verteidigungsminister Pete Hegseth steht dabei im Mittelpunkt der Kritik. Sein geistlicher Mentor Doug Wilson lehnt die Trennung von Kirche und Staat offen ab und propagiert einen christlichen Dominismus. Wilson vertritt Positionen, die Ali als zutiefst problematisch bezeichnet: Der Pastor habe geschrieben, dass amerikanische Sklaverei biblisch sanktioniert und "gegenseitig harmonisch zwischen Versklavten und Sklavenhaltern" gewesen sei. Zudem fordere er die Abschaffung des 19. Verfassungszusatzes, der Frauen das Wahlrecht garantiert.

Hegseth habe Wilson dieses Jahr ins Pentagon eingeladen, um dort Gebete zu leiten. Der Verteidigungsminister selbst halte Gebetssitzungen im Ministerium ab und habe in den vergangenen zwei Monaten öffentlich auf Knien für einen Sieg "im Namen Jesu Christi" gebetet. "Das ist jemand, der den Verteidigungsminister instruiert", warnt Ali.

Krieg ohne Plan, Wirtschaft im Sturzflug

Der Iran-Konflikt entwickelt sich laut Ali zu einem wirtschaftlichen Desaster für die USA. Ölpreise, Gaspreise und Energiekosten seien in den zwei Monaten seit Kriegsbeginn drastisch gestiegen. Amerikanische Soldaten und tausende Zivilisten hätten ihr Leben verloren.

Die globalen Auswirkungen reichen weit über den Nahen Osten hinaus. In der asiatisch-pazifischen Region zeichnen sich massive Engpässe ab – bei Öl, Gas und Helium. Indien beziehe 90 Prozent seines Speiseöls aus dem Iran, Katar produziere etwa 35 Prozent des weltweiten Heliums. Fluggesellschaften müssten Flüge streichen oder die Preise verdreifachen. Amerikas Verbündete verlieren das Vertrauen. "Unsere Alliierten schauen jetzt auf China als stabileren und verlässlicheren Partner", berichtet Ali. Die Golfstaaten überdenken ihre Beziehungen, da US-Stützpunkte sie zu Angriffszielen gemacht hätten. Amerikanische Botschaften und Unternehmen würden attackiert – selbst Amazon-Hauptquartiere seien bombardiert worden.

Dreifacher Trump-Verrat an der eigenen Basis

Trump habe seine Anhänger in drei zentralen Punkten betrogen, argumentiert Ali. Erstens: Das Versprechen, keine endlosen Kriege zu führen, sei gebrochen. Netanjahu habe ihn in einen "nicht gewinnbaren Sumpf" hineingezogen. Zweitens: Die angekündigte Veröffentlichung der Epstein-Akten sei ausgeblieben – stattdessen eine "massive Vertuschung". Der dritte Vertrauensbruch trifft die Menschen direkt im Geldbeutel. Viele Latinos und Unabhängige hätten Trump gewählt mit dem simplen Gedanken: "Ich kann meine Rechnungen nicht bezahlen. Lass uns etwas Neues versuchen." Nun seien Inflation und Preise weiter gestiegen – und das bereits vor dem Iran-Konflikt wegen des Handelskriegs. Die MAGA-Bewegung splittere sich auf. Trump greife mittlerweile Tucker Carlson, Marjorie Taylor Greene und Alex Jones an. "Der Kult wird kleiner und kleiner", stellt Ali fest. Bei Unabhängigen liege Trump nur noch bei 22 Prozent Zustimmung.

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Donald Trump außer Kontrolle: Keine friedliche Machtübergabe geplant?

Ali warnt eindringlich vor Trumps Absichten nach einem möglichen Machtverlust. "Er verhält sich wie ein Mann, der nicht plant, legal oder friedlich zu gehen", erklärt der Kommentator. Der Grund liege auf der Hand: Trump und Steve Bannon hätten selbst gewarnt, dass bei einer demokratischen Mehrheit in Kongress und Senat Amtsenthebungsverfahren und Gefängnisstrafen drohen würden. Mary Trump stimmt zu: Unter ihrem Onkel habe es erstmals in der amerikanischen Geschichte keine friedliche Machtübergabe gegeben – "nicht einmal während des Bürgerkriegs". Ein erneuter Versuch werde schlimmer ausfallen als 2020, wenn man nicht vorbereitet sei. Doch Ali lenkt den Blick auch auf die Tech-Oligarchen. Palantir, Elon Musk und Peter Thiel verfolgten eine "technofaschistische Utopie" und investierten bis zu einer halben Milliarde Dollar, um Demokraten zu kaufen. Allein in den Vorwahlen von Chicago hätten KI- und Krypto-Unternehmen 92 Millionen Dollar ausgegeben.

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