Ukraine-Krieg aktuell: Kreml-Schwindel aufgeflogen - Putins Generalstabschef als Lügner entlarvt
Eine dreiste Lüge fliegt Wladimir Putins Generalsstabschef aktuell um die Ohren. Waleri Gerassimow hat zum wiederholten Male behauptet, Russland habe die Region Luhansk vollständig erobert. Doch dies entspricht nicht der Wahrheit.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Wladimir Putin belogen von Generalsstabschef?
- Waleri Gerassimow lügt über vollständige Eroberung Luhansks
- Ukrainische Offizielle decken Kreml-Schwindel auf
Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow hat bei einer Pressekonferenz am Dienstag (21. April) erneut behauptet, russische Truppen hätten die gesamte Region Luhansk unter ihre Kontrolle gebracht. "Die Einheiten haben die Befreiung der Volksrepublik Luhansk abgeschlossen", verkündete der Putin-General stolz.
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Putin belogen von Generalsstabschef? Ukrainische Offizielle decken Kreml-Schwindel auf
Wie die britische "The Sun" aktuell berichtet, wiesen ukrainische Vertreter diese Darstellung jedoch umgehend als unwahr zurück. Andrij Kowalenko, Leiter des ukrainischen Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation, erklärte: "Gerassimow hat zum zweiten Mal über die 'vollständige Besetzung der Region Luhansk' gelogen." Der General habe zuvor bereits falsche Angaben zur angeblichen Einnahme von Kupjansk gemacht. Laut Kowalenko gehört Gerassimow zu jenen russischen Eliten, die den Krieg um jeden Preis fortsetzen wollen. Seine Aufgabe bestehe darin, militärische Erfolge zu erfinden.
Nicht nur Gerassimow lügt bezüglich russischer Erfolge im Ukraine-Krieg
Es ist nicht das erste Mal, dass Moskau die vollständige Einnahme Luhansks verkündet. Bereits im Juli 2022 meldete das russische Verteidigungsministerium die angebliche "Befreiung" der Region. Ähnliche Erklärungen folgten im Juni und Oktober 2025. Bei letzterer Gelegenheit behauptete Wladimir Putin persönlich, Russland kontrolliere "nahezu 100 Prozent" des Gebiets. Die Realität sieht jedoch weiterhin anders aus als von Gerassimow dargestellt: Ukrainische Streitkräfte halten noch immer etwa ein Prozent der Region Luhansk. Die Truppen kontrollieren Gebiete südwestlich von Swatowe, an der Schnittstelle der Regionen Charkiw, Luhansk und Donezk.
Waleri Gerassimow lügt über vollständige Eroberung Luhansks
Damit handelt es sich um den vierten Versuch der russischen Führung, die Eroberung Luhansks zumindest auf dem Papier abzuschließen. Dem russischen Präsidenten und anderen Offiziellen wird deshalb vorgeworfen, militärische Erfolge systematisch aufzubauschen. Diese Strategie ist Teil einer wachsenden Propagandawelle, die darauf abzielt, die russische Unterstützung für die Invasion zu stärken und gleichzeitig die Ukraine zu demoralisieren.
Wladimir Putin verliert Personal, aber erobert kaum Territorium
Während der Kreml jedoch Erfolge verkündet, zeichnen die Zahlen ein anderes Bild. Im März erreichten die russischen Verluste mit 35.000 Soldaten innerhalb eines einzigen Monats einen neuen Höchststand. Olesia Horiainowa, stellvertretende Leiterin des ukrainischen Zentrums für Sicherheit und Zusammenarbeit, erklärte gegenüber "LBC": "Zum ersten Mal seit 2022 verliert der Feind mehr Personal, als er mobilisieren kann." Laut dem Institute for the Study of War (ISW) schrumpft zudem das Territorium, das Russland für diese hohen Verluste erobert, langfristig.
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fka/news.de/stg
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