Donald Trump: Netz-Skandal um Influencerin - Trump-Beauty legt Millionen Follower rein
Eine Trump-Influencerin mit konservativem Lifestyle und Millionenreichweite hat sich als komplette KI-Erfindung entpuppt. Hinter dem Profil steckt kein Model, sondern ein Student aus Indien, der mit der digitalen Figur Geld verdiente.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- KI erschafft Trump-Influencerin "Emily Hart"
- Millionenreichweite und Einnahmen durch Fake-Content
- Identität stammt von indischem Medizinstudenten
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Ein vermeintlicher Social-Media-Star mit klarer politischer Botschaft hat Millionen Nutzer getäuscht. Das Instagram-Profil der angeblichen Trump-Unterstützerin "Emily Hart" wurde inzwischen gesperrt, nachdem der Verdacht aufkam, dass hinter der Figur keine reale Person steckt.
Perfekte MAGA-Figur im Netz
Auf den ersten Blick wirkte Emily Hart wie ein idealisiertes Vorbild für konservative Online-Communities: amerikanische Flagge im Schlafzimmer, Waffen als Lifestyle-Element und ein konsequent patriotischer Auftritt. Genau dieses Bild machte sie für viele Follower attraktiv. Doch die gesamte Identität war frei erfunden. Bilder, Persona und Inhalte wurden vollständig mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.
Erfundene Identität der Trump-Influencerin aus dem Ausland gesteuert
Hinter dem Profil soll kein US-Influencer, sondern "Bild" zufolge ein 22-jähriger Medizinstudent aus Indien stehen. Wie er gegenüber dem Magazin "Wired" schilderte, habe er mit Unterstützung von KI-Systemen wie Googles Gemini die Idee entwickelt, eine fiktive Figur für den amerikanischen Markt zu erschaffen. Die Motivation war offenbar finanzieller Natur: Nachdem familiäre Mittel für das Studium knapp wurden, begann er, digitale Inhalte zu produzieren und zu monetarisieren.
Politische Botschaften als Erfolgsrezept von Trump-Influencerin
Die erfundene Figur wurde gezielt als konservative junge Frau inszeniert. Inhalte zu Waffenbesitz, Religion, Abtreibung und Migration spielten eine zentrale Rolle. Die Posts waren bewusst auf ein politisch polarisiertes Publikum zugeschnitten. Das Konzept funktionierte: Die Reichweite wuchs schnell, einzelne Beiträge erzielten Millionen Aufrufe. Später wurden zudem kostenpflichtige, freizügigere Inhalte angeboten.
Schnelles Geld mit digitaler Fiktion
Nach eigenen Angaben reichte der tägliche Aufwand für das Projekt kaum über eine Stunde hinaus. Dennoch seien innerhalb kurzer Zeit mehrere tausend Dollar verdient worden. Der Erschaffer erklärte zudem, dass ein Teil der Community möglicherweise wusste, dass die Figur nicht real ist, das Konstrukt aber dennoch bewusst unterstützt habe.
Rückzug ins reale Leben
Trotz des Erfolgs im Netz will sich der Student nun wieder auf sein Medizinstudium konzentrieren. Das Projekt habe ihm zwar finanziell geholfen, sei für ihn aber nur eine temporäre Episode gewesen.
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mlk/loc/news.de
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