"Deutschlandtrend"-Umfrage aktuell: AfD auf Talfahrt - Union baut Vorsprung deutlich aus

Herber Umfrage-Dämpfer für die AfD: Die rechtsextreme Partei von Alice Weidel und Tino Chrupalla büßt aufgrund der aktuellen Skandale deutlich an Wähler-Zuspruch ein, während die Union ihren Vorsprung ausbaut.

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Dämpfer für Alice Weidel und Tino Chrupalla: Die AfD schmiert im "Deutschlandtrend" deutlich ab. (Foto) Suche
Dämpfer für Alice Weidel und Tino Chrupalla: Die AfD schmiert im "Deutschlandtrend" deutlich ab. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
  • Umfrage-Klatsche für die AfD im ARD-"Deutschlandtrend"
  • Sonntagsfrage aktuell: Union vergrößert Vorsprung vor rechtsextremer "Alternative für Deutschland"
  • Skandal um Vetternwirtschaft kostet AfD wertvolle Umfrageprozente

Die jüngsten an die Öffentlichkeit durchgesickerten Skandale innerhalb der AfD wirken sich af die Umfragewerte der rechtsextremen Partei aus: Laut dem aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" von Infratest dimap erreicht die Union 28 Prozent – ein Plus von zwei Punkten gegenüber Anfang Februar. Die AfD hingegen verliert einen Prozentpunkt und kommt nur noch auf 23 Prozent, wie unter Berufung auf die Umfrageergebnisse in der "Bild" zu lesen ist.

"Deutschlandtrend"-Umfrage aktuell: Union baut Vorsprung vor AfD aus

Damit wächst der Abstand zwischen CDU/CSU und der Rechtsaußen-Partei auf fünf Prozentpunkte an. So groß war die Differenz zuletzt im Sommer 2025. Noch im Oktober 2025 lagen beide Parteien im ARD-"Deutschlandtrend" gleichauf.

Die AfD kämpft derzeit mit einer Vetternwirtschaftsaffäre, die der Partei augenscheinlich schadet und sich direkt in den Umfrageergebnissen niederschlägt. Für die Umfrage wurden zwischen dem 2. und 4. März 2026 insgesamt 1.317 Wahlberechtigte befragt.

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Bei den übrigen Parteien zeigen sich nur geringfügige Veränderungen. Die SPD rutscht um einen Punkt auf 14 Prozent ab, während die Grünen einen Punkt hinzugewinnen und nun bei 13 Prozent stehen. Die Linke büßt ebenfalls einen Prozentpunkt ein und landet bei 9 Prozent.

Sämtliche anderen Parteien scheitern an der Fünfprozenthürde. Rechnerisch käme damit vor allem ein Dreierbündnis aus Union, SPD und Grünen in Frage. Eine Kooperation mit der AfD schließen alle anderen Parteien kategorisch aus. Die Union lehnt darüber hinaus auch eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ab.

Deutschlands Unzufriedenheit mit der Merz-Regierung bleibt trotz leichter Entspannung hoch

Die Zufriedenheit mit der Arbeit des Kabinetts von Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil hat sich minimal verbessert. Aktuell zeigen sich 25 Prozent der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden – Anfang Februar waren es noch 21 Prozent. Dennoch dominiert weiterhin der Unmut: 73 Prozent der Bundesbürger sind weniger oder gar nicht zufrieden mit der Regierungsarbeit. Vor einem Monat lag dieser Wert noch bei 78 Prozent.

Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap gibt die statistische Fehlerquote mit zwei bis drei Prozentpunkten an. Generell gilt: Umfragen bilden lediglich das Meinungsbild zum Befragungszeitpunkt ab und stellen keine Wahlprognosen dar.

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