INSA-Umfrage aktuell: Wachsender AfD-Zuspruch in Berlin stellt CDU-Koalition vor Probleme
In der Bundeshauptstadt läuft der Wahl-Countdown: Am 20. September wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Aktuelle Umfragen sehen die AfD derzeit erstmals als zweitstärkste Kraft, während die CDU zunehmend unter Druck gerät.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- AfD in Berlin laut Insa-Umfrage zweitstärkste Kraft hinter CDU
- Christdemokraten von Kai Wegner vor Abgeordnetenhaus-Wahl zunehmend unter Druck
- Schwarz-rot ohne Mehrheit in Berlin? So könnte die Hauptstadt nach der Wahl regiert werden
In der Bundeshauptstadt Berlin bahnen sich wenige Monate vor den Wahlen zum Abgeordnetenhaus offenbar folgenreiche Veränderungen an: Laut einer aktuellen INSA-Umfrage, von der aktuell in der "Bild" zu lesen ist, klettert die AfD auf 17 Prozent und erreicht damit erstmals den zweiten Platz in der Gunst der Hauptstadt-Wählerschaft. Die CDU des Regierendem Bürgermeisters Kai Wegner behauptet sich zwar mit 22 Prozent an der Spitze, doch die derzeitige schwarz-rote Regierungskoalition steht 207 Tage vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September 2026 vor einem Problem.
AfD in Berlin erstmals auf Rang 2 laut aktueller Umfrage - CDU in Nöten
Gemeinsam kommen CDU und SPD nur noch auf 38 Prozent – für eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus würde das nicht ausreichen. Die Sozialdemokraten erreichen in der INSA-Erhebung lediglich 16 Prozent. Für den CDU-Regierungschef wird die Lage demnach kompliziert. Um weiterhin das Rote Rathaus zu führen, müsste Wegner sowohl die SPD als auch die Grünen für eine gemeinsame Koalition gewinnen. Eine Zweier-Konstellation erreicht rechnerisch keine Mehrheit im Parlament – dafür wären mindestens 43 Prozent erforderlich.
Ist Schwarz-rot im Berliner Abgeordnetenhaus am Ende? Kai Wegner vor Koalitionsproblem
Bestimmte Bündnisse kommen für den 53-Jährigen ohnehin nicht infrage: Koalitionen mit der Linken und der AfD hat der CDU-Chef kategorisch ausgeschlossen. "Es ist völlig offen, welche der drei Parteien links der Mitte am Wahltag vorn liegt", erklärt INSA-Chef Hermann Binkert zur unübersichtlichen Situation. Doch es gibt eine Alternative zur CDU-geführten Regierung: Die drei linken Parteien könnten gemeinsam die Macht übernehmen. SPD, Grüne und Linke liegen in der Umfrage dicht beieinander – die Sozialdemokraten bei 16 Prozent, Grüne und Linke erreichen jeweils 15 Prozent.
Zusammengerechnet käme ein solches Rot-Rot-Grün-Bündnis auf 46 Prozent und damit auf eine klare Mehrheit im Abgeordnetenhaus. Für Wegner hätte dieses Szenario drastische Folgen: Nach knapp vier Jahren an der Regierung würde die CDU auf die Oppositionsbank zurückkehren.
Berlin wählt neues Abgeordnetenhaus: CDU hat trotz Umfrage-Klatsche noch Wachstumspotenzial
Trotz der schwierigen Ausgangslage ist für die Hauptstadt-CDU noch nicht alles verloren. Die INSA-Analyse zeigt: Etwa 16 Prozent der Wähler anderer Parteien können sich vorstellen, ihr Kreuz bei Wegners Partei zu setzen. Bei der Wahl 2023 hatte die CDU noch 28,2 Prozent erreicht.
Die kleineren Parteien kämpfen derweil ums politische Überleben. FDP und BSW liegen mit jeweils 4 Prozent knapp unter der Fünf-Prozent-Hürde. Laut INSA-Chef Binkert "wahren sie ihre Chancen, den Sprung ins Abgeordnetenhaus doch noch zu schaffen".
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loc/news.de/stg
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