Wladimir Solowjow: Putins Chef-Hetzer droht Merz, Baerbock und Scholz mit dem Tod

Kaum war die Münchner Sicherheitskonferenz beendet, brannten bei Wladimir Putins Chef-Propagandist alle Sicherungen durch. Im russischen Staatsfernsehen tobte Wladimir Solowjow drauflos und drohte Merz, Baerbock und Co. unverblümt mit Mord.

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Um seine Propaganda gegen den Westen und die Nato unters Volk zu bringen, kann sich Wladimir Putin auf seinen Chef-Hetzer Wladimir Solowjow jederzeit verlassen. (Foto) Suche
Um seine Propaganda gegen den Westen und die Nato unters Volk zu bringen, kann sich Wladimir Putin auf seinen Chef-Hetzer Wladimir Solowjow jederzeit verlassen. Bild: picture alliance / dpa | Alexander Shcherbak/Tass/Host Ph
  • Wladimir Solowjow giftet im Staatsfernsehen gegen Deutschland-Politiker
  • Merz, Scholz und Baerbock mit dem Tod gedroht: Putins Chef-Hetzer eskaliert
  • Münchner Sicherheitskonferenz lässt Putin-Propagandist in üble Morddrohungen verfallen

Mit Kreml-Chef Wladimir Putin teilt Wladimir Solowjow nicht nur den Vornamen: Der Chef-Propagandist des russischen Präsidenten ist Putins erste Anlaufstelle, wenn es darum geht, seine Vernichtungsfantasien den Westen und die Nato betreffend im russischen Staatsfernsehen in die Kamera zu schreien. Die am 15. Februar 2026 zu Ende gegangene Münchner Sicherheitskonferenz ließ bei Putins Chef-Hetzer erneut den Blutdruck steigen und diente als Steilvorlage für neue, unflätige Wutausbrüche und Todesdrohungen - diesmal explizit an deutsche Spitzenpolitiker gerichtet.

Wladimir Solowjow tobt im Russen-TV: Putin-Hetzer bedroht deutsche Politiker mit dem Tod

In seiner Polit-Talkrunde "Sonntagabend mit Wladimir Solowjow" tobte der Gastgeber bei Rossija 1 ungeniert drauflos und brachte seinen gegen Deutschland gerichteten Unmut unverblümt zum Ausdruck. Wer sich ein Bild von Wladimir Solowjows Kreml-Propaganda machen möchte, muss lediglich den YouTube-Kanal "Russian Media Monitor" aufrufen, auf dem die US-Journalistin Julia Davis Ausschnitte aus dem russischen Staatsfernsehen zu Aufklärungszwecken mit englischen Untertiteln versehen veröffentlicht.

"Sie sollten zerstört werden!" Putin-Propagandist will Merz, Scholz und Baerbock tot sehen

Nachdem sich Wladimir Solowjow über die Wirtschaft ausgelassen hatte, fand der Propagandist zu seinem liebsten Hassobjekt in Gestalt westlicher Politiker zurück. Der Moderator bezeichnete sowohl den früheren Bundeskanzler Olaf Scholz, dessen Nachfolger Friedrich Merz, die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock sowie den amtierenden Außenminister Johann Wadephul als legitime Ziele von Mordanschlägen und forderte deren "Zerstörung". Die hasserfüllten Solowjow-Äußerungen fielen im Zusammenhang mit der Münchner Sicherheitskonferenz, bei der westliche Staats- und Regierungschefs über die europäische Verteidigungspolitik diskutierten. Wörtlich sagte Putins Chef-Hetzer:

  • "Die Münchner Sicherheitskonferenz hat einmal mehr gezeigt, dass die Stadt München zerstört werden müsste, denn alles, was aus München kommt, ist abscheulicher Müll."
  • "Diese Menschen sind krank vor Krieg. [Olaf] Scholz sollte zerstört werden. [Friedrich] Merz sollte zerstört werden. [Johann] Wadephul sollte zerstört werden. Annalena Baerbock sollte zerstört werden. Diese Worte klingen beängstigend, nicht wahr?"
  • "Man könnte sich fragen, 'Warum sagen die Russen solche Dinge?' Dabei sagen die Deutschen im Prinzip genau das Gleiche über unsere Führer, unser Land und unsere Interessen, doch in Europa nimmt niemand davon Notiz."
  • "Die Sätze, die sie uns an den Kopf werfen, sind nichts anderes als Anstiftung zum Völkermord und zum Krieg. Drohnen, die der russischen Bevölkerung den Tod bringen, werden nicht nur die ukrainische, sondern auch die deutsche Flagge tragen"
  • "Die Nachkommen der Nazi-Henker wie Rutte (...) leiden an einem Komplex, da sie nicht in der Lage waren, uns auf dem Schlachtfeld zu besiegen. Sie nutzen Niedertracht und psychologische Tricks, um sich selbst davon zu überzeugen, dass sie großartig sind und dass [Russland] nie etwas verstanden hat."
  • "Russland war nie das Reich des Bösen, aber Europa war immer das Reich des Bösen und wird es weiter bleiben. Wir dürfen keiner Illusion anheimfallen: Ursula von der Leyen baut gerade das nächste 'Reich' auf, sie machen sich bereit für den Krieg."

Wutausbruch im Russen-TV: Waren diese Worte bei der Münchner Sicherheitskonferenz der Auslöser?

Es dürften Änderungen wie die des britischen Premierministers Keir Starmer bei der Münchner Sicherheitskonferenz gewesen sein, die Solowjows Blutdruck steigen ließen. Starmer hatte dem "Daily Express" zufolge bei der Münchner Sicherheitskonferenz eindringlich zur Verteidigungsbereitschaft Europas aufgerufen. Angesichts wachsender Bedrohungen durch Russland mahnte er die europäischen Partner zur Wachsamkeit. "Jetzt spüren wir, wie die Festigkeit des Friedens, der Boden unter unseren Füßen, nachgibt", warnte Starmer in seiner Rede. Führungspersönlichkeiten müssten diesen tektonischen Verschiebungen voraus sein. "Wir müssen in der Lage sein, Aggression abzuschrecken, und ja, wenn nötig, müssen wir bereit sein zu kämpfen", betonte der Premier.

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