Panik bei Wladimir Putin: Besiegelt Donald Trumps Öl-Plan den Niedergang des Kreml-Chefs?

In Russland macht sich nach dem US-Angriff auf Venezuela und der Maduro-Festnahme Nervosität breit: Wladimir Putin fehlt nicht nur ein wichtiger strategischer Partner, auch Russlands Wirtschaft steht wegen Trumps Öl-Plan am Abgrund.

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Wladimir Putin, hier im September 2019 bei einem Treffen mit dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, hat nach dem US-Angriff auf Venezuela gewaltige Sorgen, was Russlands Öl-Geschäfte betrifft. (Foto) Suche
Wladimir Putin, hier im September 2019 bei einem Treffen mit dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, hat nach dem US-Angriff auf Venezuela gewaltige Sorgen, was Russlands Öl-Geschäfte betrifft. Bild: picture alliance/dpa/Kremlin | ---

Der US-Militäreinsatz gegen den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro versetzt Wladimir Putin in Alarmbereitschaft. Nicht allein der Verlust eines strategischen Partners in Lateinamerika bereitet dem Kreml-Chef Kopfzerbrechen – vor allem die gewaltigen Ölvorkommen des südamerikanischen Landes rücken in den Fokus, wie aktuell in der "Bild" zu lesen ist.

Wladimir Putin in der Klemme: Nach Trumps Venezuela-Angriff wankt seine Macht

Hochrangige Energieexperten aus Russland sowie der Milliardär Oleg Deripaska schlagen Alarm: Die Ölstrategie von Präsident Donald Trump könnte verheerende Auswirkungen auf die russische Volkswirtschaft haben. Sollte Washington seine Ankündigungen wahrmachen, drohen schwerwiegende Konsequenzen für den Staatshaushalt, die Kriegsfinanzierung in der Ukraine und möglicherweise sogar für Wladimir Putins Machtposition. Donald Trump selbst ließ keinen Zweifel an seinen Absichten: "Wir werden unsere sehr großen Ölkonzerne (...) ins Land schicken."

Ist Russlands Wirtschaft zum Niedergang verdammt? Weltgrößte Ölreserven liegen praktisch brach

Venezuela sitzt auf den umfangreichsten Erdölvorkommen des gesamten Planeten. Dennoch exportiert das Land im Vergleich zu den Golfstaaten oder Russland nur minimale Mengen. Der Grund: Die staatliche Ölgesellschaft PDVSA arbeitet ineffizient und gilt als heruntergewirtschaftet. Zusätzlich behinderten amerikanische Sanktionen über Jahre hinweg den Verkauf ins Ausland. Genau hier wittern US-Konzerne ihre Chance. Das brachliegende Potenzial ist enorm – und Washington will es nutzen. Nach dem Sturz Maduros stehen die Türen für amerikanische Energieunternehmen weit offen.

Donald Trump schielt auf Öl aus Venezuela - Putins Albtraum könnte wahr werden

Für russische Beobachter ist dies ein Albtraum-Szenario. Bereits vor der Militäroperation warnte Igor Juschkow von der Moskauer Stiftung für nationale Energiesicherheit: "Für uns ist es wirtschaftlich und politisch wichtig, dass Maduro standhaft bleibt." Die Öleinnahmen bilden das Fundament des russischen Staatshaushalts. Ob Rentenzahlungen, Beamtenbezüge oder die Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine – all das hängt vom Rohölpreis ab.

Das russische Finanzministerium legte seinen Budgetplanungen für 2026 einen Preis von 59 Dollar je Barrel Urals-Öl zugrunde. Die Realität sieht bereits jetzt düsterer aus: Zuletzt notierte das russische Öl bei lediglich 50 Dollar. Rutscht der Kurs noch weiter ab, gerät die gesamte Haushaltsfinanzierung ins Wanken.

Deshalb ist der Sturz von Nicolás Maduro für Wladimir Putin die schlimmste Katastrophe

Der Energieexperte Juschkow hatte den schnellen Sturz Maduros als "Worst Case" bezeichnet. Seine Befürchtung: Amerikanische Unternehmen könnten die venezolanische Förderung massiv hochfahren und damit einen Preisverfall auslösen. Andere Förderländer könnten nachziehen – ein Dominoeffekt mit fatalen Folgen für Moskau.

Der Energieanalyst Sergej Suwerow rechnet nach der Gefangennahme Maduros mit anhaltend niedrigen Ölpreisen. Gegenüber dem Magazin "Argumenti i Fakti" erklärte er, die USA könnten ihre Liefermengen auf dem Weltmarkt "in den nächsten zwei bis drei Jahren" erheblich ausweiten. Moskau drohe damit der Verlust weiterer Öl- und Gaseinnahmen sowie milliardenschwerer Kredite an das gestürzte Regime. Besonders alarmierend äußerte sich Oligarch Oleg Deripaska auf seinem Telegram-Kanal. Der 58-jährige Milliardär prognostiziert, Washington werde den venezolanischen Zugang nutzen, um "den Preis für unser Öl nicht über 50 US-Dollar pro Barrel" steigen zu lassen. Die Konsequenzen für den Kreml seien gravierend: Kostensenkungen, Privatisierungen von Staatsvermögen oder höhere Abgaben für die Wirtschaft würden unausweichlich.

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