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Super Tuesday, Swing States, Primary und Co.: Das sind die wichtigsten Begriffe zu den US-Vorwahlen

In den USA finden aktuell die Vorwahlen zur Präsidentenwahl im Herbst statt. Wie genau entscheiden Demokraten und Republikaner über ihre Kandidaten? Wir erklären hier das Prozedere und fassen die wichtigsten Begriffe zu den Vorwahlen zusammen.

Wie funktionieren die Vorwahlen in den USA? (Foto) Suche
Wie funktionieren die Vorwahlen in den USA? Bild: picture alliance/dpa/AP | Andrew Harnik

Wer in den Vereinigten Staaten Präsident werden will, braucht einen langen Atem. Denn bereits Monate vor der landesweiten Abstimmung müssen sich die Kandidaten bei Vorwahlen in allen 50 US-Bundesstaaten gegen ihre parteiinternen Konkurrenten durchsetzen. Das Prozedere variiert dabei und wirkt auf den ersten Blick ziemlich kompliziert. Wir erklären hier kurz und einfach die wichtigsten Begriffe, die sie zu den US-Vorwahlen kennen sollten.

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Open Primary: Bei dieser Form der Vorwahl ist es unerheblich, ob ein Wahlberechtigter Mitglied oder Anhänger einer Partei ist. Alle registrierten Personen dürfen an der Abstimmung teilnehmen und sich für einen Delegierten der Demokraten oder der Republikaner, der für einen Präsidentschaftskandidaten ins Rennen geschickt wird, entscheiden.

Closed Primary: Im Unterschied zur Open Primary müssen sich die Wahlberechtigten bei einer Closed Primary vorab als Anhänger einer Partei registrieren lassen und dürfen nur dann an der Vorwahl teilnehmen.

Caucus-Treffen: Bei dieser Form der Vorwahl kommen sich Mitglieder bei mehreren kleinen, Parteitag-ähnlichen Treffen zusammen und entscheiden darüber, welcher Delegierte im Präsidentschaftswahlkampf ins Rennen geschickt werden soll. Die Abstimmung in Wahllokalen entfällt. Die Republikaner wählen bei einem Caucasus-Treffen geheim (mit Stimmzetteln), die Demokraten offen (gehen in die Ecke ihres bevorzugten Kandidaten).

Super Tuesday: Der sogenannte Super Tuesday findet 2024 am 5. März statt. An diesem Tag gibt es in 15 Bundesstaaten gleichzeitig Vorwahlen. Es wird in Alabama, Alaska, Arkansas, Colorado, Kalifornien, Maine, Massachusetts, Minnesota, North Carolina, Oklahoma, Tennessee, Texas, Utah, Vermont und Virginia sowie zusätzlich im Pazifik-Außengebiet Amerikanisch-Samoa abgestimmt.

Nominierungsparteitage (National Conventions): Die bei den Vorwahlen erfolgreichen Delegierten der Parteien küren auf den sogenannten Nominierungsparteitagen schließlich ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl. Abhängig ist die Zahl der Delegierten aus einem Bundesstaat vor allem von dessen Bevölkerungsgröße. Es gibt zudem noch sogegannte Superdelegierte (zum Beispiel ehemalige Präsidenten oder -Minister), die bei den National Conventions stimmberechtigt sind, jedoch keine Vorwahl durchlaufen mussten. Bei den Demokraten soll der Nominierungsparteitag vom 19. bis 22. August 2024 in Chicago, Illinois, stattfinden. Die Republikaner wollen über ihren Kandidaten bereits vom 15. bis 18. Juli bei der National Convention in Milwaukee entscheiden.

Swing States: Als Swing States werden Bundesstaaten bezeichnet, die zwischen Republikanern und Demokraten stark umkämpft sind, also nicht eindeutig einem politischen Lager zugeordnet werden können. Für die Präsidentschaftswahl 2024 gelten Arizona, Georgia, Michigan, North Carolina, Ohio, Pennsylvania und Wisconsin als Swing States. Ein Sieg dort im Herbst könnte für Demokraten oder Republikaner möglicherweise eine entscheidende Bedeutung haben.

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/bua/news.de

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