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Wladimir Putin entsetzt: Um Kriegsverbrecher zu bestrafen! Ukraine bringt "Buch der Henker" heraus

Die Ukraine will Beweise für russische Kriegsverbrechen sammeln und in einem sogenannten "Buch der Henker" ordnen. Das kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videoansprache an. Kreml-Soldaten sollen durch dieses Hilfsmittel für Vergewaltigungen, Morde und Plünderungen zur Rechenschaft gezogen werden.

Wolodymyr Selenskyj will härter gegen russische Kriegsverbrecher vorgehen. Bild: picture alliance/dpa/Planet Pix via ZUMA Press Wire | Ukraine Presidency

Der schreckliche Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine tobt seit mehr als drei Monaten. Während der Kreml immer wieder behauptet, nur militärische Ziele anzugreifen, gibt es ständig neue Berichte über getötete Zivilisten. Russische Truppen sollen dabei schon schreckliche Kriegsverbrechen begangen haben - beispielsweise wurden in der zerstörten Hafenstadt Mariupol offenbar Leichen in einem Supermarkt entsorgt. Die Ukraine will Soldaten, die sich an solch grauenhaften Taten beteiligen, hart bestrafen. Um die mutmaßlichen Verbrecher aufzuspüren, greift Präsident Wolodymyr Selenskyj zu einem neuen Mittel.

"Buch der Henker" soll laut Selenskyj Informationen über russische Kriegsverbrechen beinhalten

Wolodymyr Selenskyj kündigte am Dienstag eine Sonderveröffentlichung namens "Buch der Henker" an, die in der kommenden Woche erscheinen soll. "Es handelt sich um ein Informationssystem, in dem bestätigte Daten über Kriegsverbrecher und Verbrecher aus der russischen Armee gesammelt werden." Dieses neue Element werde es ermöglichen, kriminelle russische Soldaten und ihre Befehlshaber zur Verantwortung zu ziehen, die in der Ukraine Gräueltaten begangen haben. "Das sind konkrete Fakten über konkrete Personen, die sich konkreter grausamer Verbrechen an Ukrainern schuldig gemacht haben."

Ukraine-Krieg: Russland soll Zivilisten in Butscha erschossen haben

Die Ukraine wirft Russland unter anderem vor, für Massaker im Kiewer Vorort Butscha verantwortlich zu sein. Bilder von auf offener Straße erschossenen Zivilisten lösten im April weltweit Empörung aus. Der Kreml bestreitet die Verantwortung für die Gräueltaten, spricht von Propaganda der ukrainischen Führung gegen die russischen Streitkräfte.

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/bua/news.de