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Donald Trump: Streit um US-Militärausrüstung! Ex-Präsident will Taliban angreifen

Der Abzug der US-Truppen in Afghanistan ist offiziell abgeschlossen. Doch was wird aus der US-Militärausrüstung, die noch vor Ort ist? Donald Trump hat bereits einen Plan. Er will die Taliban angreifen und die Ausrüstung zur Not mit Gewalt zurückerobern.

Donald Trump will die US-Militärausrüstung notfalls mit Gewalt zurückerobern. Bild: dpa

Nach dem kompletten Abzug aller amerikanischen Soldaten aus Afghanistan hat US-Präsident Joe Biden seine umstrittene Entscheidung erneut verteidigt. Der Truppenabzug zum 31. August sei nicht auf eine "willkürliche Frist" zurückzuführen, sagte Biden am Dienstag bei einer Ansprache im Weißen Haus. "Sie war so ausgelegt, um amerikanische Leben zu retten."

Donald Trump hat Taliban Macht-Übernahme mit Vereinbarung des Truppenabzugs ermöglicht

Sein Amtsvorgänger Donald Trump hatte eine Vereinbarung mit den Taliban geschlossen und den Abzug der US-Truppen zugesagt. Er selbst habe die Wahl gehabt, daran festzuhalten oder Zehntausende weitere US-Soldaten nach Afghanistan zu schicken und den Einsatz fortzusetzen. Er habe den Krieg nicht ewig verlängern wollen, betonte Biden. Und er habe auch den Abzug nicht ewig verlängern wollen. "Es war an der Zeit, diesen Krieg zu beenden."

US-Militärausrüstung fällt Taliban nach Truppenabzug in die Hände

Doch nach dem Truppenabzug bleibt eine Frage offen: Was geschieht mit der US-Militärausrüstung? Panzer, Lastwagen, Waffen und andere Ausrüstung, die von US-Streitkräften zurückgelassen wurden, haben sich inzwischen die Taliban geschnappt. "Noch nie in der Geschichte wurde ein Rückzug aus einem Krieg so schlecht oder inkompetent gehandhabt wie der Rückzug der Biden-Administration aus Afghanistan", wetterte der ehemalige US-Präsident Donald Trump am Montag in einer schriftlichen Erklärung gegen Joe Biden.

Wie viele US-Waffen hat Joe Biden den Taliban mit dem Truppenabzug überlassen?

Trump sprach sich klar dafür aus, die US-Militärausrüstung mit allen Mitteln zurückzuerobern - notfalls mit Gewalt. Wie viele Waffen das US-Militär zurückgelassen hat, ist unklar. Das Pentagon hat dazu keine genauen Angaben gemacht. Wie "yahoo news" aktuell berichtet, deuten frühere Berichte des Government Accountability Office an, dass Waffenkammern mit 360.000 Gewehren, Tausende von Lastwagen und Humvees sowie eine Reihe von Hubschraubern noch vor Ort sein sollen.

Streit um US-Militärausrüstung! Ex-Präsident will Taliban angreifen

"Wenn sie nicht zurückgegeben, sollten wir entweder mit eindeutiger militärischer Gewalt eingreifen und sie holen, oder sie zumindest bombardieren", zeigte sich der Ex-Präsident Donald Trump entschlossen, gegen die Taliban vorzugehen. "Niemand hätte jemals eine solche Dummheit, wie diesen schwachsinnigen Rückzug, für möglich gehalten! Präsident Joe Biden wies unterdessen erneute Kritik zurück, der Abzug hätte geordneter abgewickelt werden können. Biden wertete die "Herausforderungen", mit denen man bei dem Abzug konfrontiert gewesen seien, als unvermeidbar.

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fka/sba/news.de/dpa