21.04.2021, 08.25 Uhr

Ukraine-Konflikt: Angst vor Krieg in Europa! Zettelt Putin einen Krieg um Wasser an?

Massive Spannungen in Osteuropa: Nachdem Putin Zehntausende Soldaten an die Grenze zur Ostukraine beorderte, verlässt der US-Botschafter John Sullivan vorübergehend Moskau. Plant Russland etwa einen Krieg?

Plant Putin einen Krieg gegen die Ukraine? Bild: dpa

Inmitten massiver Spannungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten verlässt US-Botschafter John Sullivan Moskau vorübergehend. Er werde in dieser Woche für Konsultationen nach Washington zurückkehren, teilte der Diplomat am Dienstag in Moskau mit.

US-Botschafter verlässt inmitten der Spannungen vorübergehend Moskau

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte Sullivan in der vergangenen Woche die Heimreise nahegelegt, nachdem die USA zehn russische Diplomaten ausgewiesen und Sanktionen gegen Moskau verhängt hatten. Die Strafmaßnahmen ergingen unter anderem wegen Vorwürfen, Russlands habe sich in die US-Wahl im vergangenen Jahr eingemischt.

Zuvor hatte bereits Russland seinen Botschafter Anatoli Antonow aus Washington zu Konsultationen in die Heimat zurückgerufen. Dazu kam es, nachdem US-Präsident Joe Biden in einem Interview die Frage bejaht hatte, ob er seinen russischen Kollegen Wladimir Putin für einen "Killer" halte. Auf die jüngsten US-Sanktionen hatte Russland ebenfalls mit Strafmaßnahmen reagiert und im Gegenzug auch zehn US-Diplomaten ausgewiesen.

"Ich glaube, es ist wichtig für mich, direkt mit meinen neuen Kollegen in der Biden-Regierung in Washington über den gegenwärtigen Zustand in den bilateralen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland zu sprechen", teilte Sullivan mit. Er habe auch seine Familie seit mehr als einem Jahr nicht mehr gesehen. "Das ist ein weiterer wichtiger Grund für mich, für einen Besuch nach Hause zurückzukehren."

Massive Spannungen! Plant Russland einen Krieg gegen die Ukraine?

Doch Sullivans Rückkehr nach Washington könnte auch einen anderen Grund haben. In den vergangenen Tagen hatten russische Truppenbewegungen in der Nähe der ukrainischen Grenze international Sorge hinsichtlich einer Eskalation in der Ostukraine ausgelöst. Neben zehntausenden Soldaten an der Grenze zur Ostukraine hält Putin im Schwarzen Meer ein Manöver mit mehr als 20 Kriegsschiffen und der Beteiligung der Luftwaffe ab. Droht der Ukraine ein Angriff?

Wie die "Bild" schreibt, ist auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim das Trinkwasser knapp. Militärs fürchten daher, dass Putin Wasserversorgungsanlagen in der Südukraine aus der Luft oder mit Amphibienfahrzeugen angreifen könnte.

Ukraine-Konflikt: Selenskyj schlägt Putin Treffen im Donbass vor

Wegen der angespannten Situation in der Ostukraine hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an seinen russischen Kollegen gewandt. "Ich bin bereit, weiter zu gehen und Ihnen ein Treffen an jedem Punkt des ukrainischen Donbass vorzuschlagen, wo Krieg herrscht", sagte der 43-Jährige auf Russisch in einer am Dienstagabend veröffentlichten Ansprache. Gleichzeitig versicherte Selenskyj, dass die Ukraine nicht als erste einen Krieg anfangen werde.

Zwar würden die Ukraine und Russland unabhängig von der gemeinsamen Vergangenheit unterschiedlich auf die Zukunft blicken, sagte der ukrainische Präsident. Doch wäre das nicht unbedingt ein Problem, sondern eine Möglichkeit.

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bua/fka/news.de/dpa

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