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Donald Trump als #DiaperDon: 1. Interview nach Wahl-Niederlage: DAFÜR wurde der Präsident böse verspottet

Erstmals seit der Wahl stellt sich Donald Trump wieder den Fragen von Journalisten. Schnell wird klar: An seinen Betrugsvorwürfen hält er weiterhin fest. Auf Twitter hagelt es Spott und Häme für den scheidenden US-Präsidenten. Sogar ein Twitter-Trend setzte sich durch.

Donald Trump wurde von Twitter verspottet. Bild: dpa

Donald Trump wird das Weiße Haus nach eigenen Worten räumen, falls das Wahlkollegium für den Demokraten Joe Biden als nächsten US-Präsidenten stimmt. Gleichwohl würde er es angesichts des "massiven Wahlbetrugs" für einen "Fehler" halten, Biden zu wählen, betonte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. Der Republikaner hat bislang keine Beweise für den angeblichen Wahlbetrug vorgelegt, von dem er seit Wochen spricht. Trotzdem weigert er sich, Bidens Sieg anzuerkennen. "Das war eine manipulierte Wahl. 100 Prozent", behauptete Trump.

Donald Trump gibt 1. Interview nach Wahl-Niederlage und spricht weiterhin von Wahlbetrug

Es wäre "sehr hart", eine Niederlage einzuräumen, sagte Trump nach einer Videoschalte mit US-Soldaten im Ausland anlässlich des Feiertags Thanksgiving (Erntedankfest). Es war das erste Mal seit der Wahl vom 3. November, dass er sich Fragen von Reportern stellte. Trump sagte, er finde es "nicht richtig", dass Biden bereits ein Kabinett zusammenstelle. Mit Blick auf seine Behauptungen zum Wahlbetrug sagte er, die Wahlinfrastruktur der USA sei wie in einem "Land der Dritten Welt". Auch Tote hätten abgestimmt, behauptete er.

Donald Trump glaubt weiterhin an 2. Amtszeit als US-Präsident

An seine Anhänger gerichtet sagte Trump: "Seid nicht enttäuscht, dieses Rennen ist längst nicht vorbei." Trump und seine Republikaner haben zur Anfechtung der Ergebnisse zahlreiche Klagen angestrengt, bislang aber keine nennenswerten juristischen Erfolge erzielt. Die Frage, ob er der Tradition folgend einer Amtseinführung Bidens im Januar beiwohnen würde, ließ Trump unbeantwortet.

Kandidiert Donald Trump 2024 erneut als US-Präsident?

Auf die Möglichkeit angesprochen, dass er 2024 erneut als Präsidentschaftskandidat der Republikaner antreten könnte, sagte Trump, bis dahin sei noch viel Zeit. Er wolle noch nicht über 2024 sprechen. Auf die Frage einer Journalistin, ob er das Weiße Haus im Fall von Bidens Wahl aus eigenen Stücken verlassen werde, sagte er: "Natürlich werde ich das, und das wissen Sie." Biden hatte im Wahlkampf einmal gesagt, das Militär werde Trump notfalls aus dem Weißen Haus tragen, falls dieser sich weigern sollte, seine Niederlage anzuerkennen.

Twitter-Spott für Donald Trump nach 1. Interview

Auch Twitter verfolgte das erste Interview von Donald Trump. Die User taten ihren Unmut über Trumps Worte im Netz kund und zeigten deutlich, dass sie genug haben von seinen falschen Anschuldigungen eine manipulierte Wahl betreffend. "@realDonaldTrump trump, you loser, no one cares what you say, no one believes your Goddamn lies ! And most importantly, you are a worthless human ! Go pack LOSER !", schreibt ein erzürnter Twitter-User. "Raise your hand if you think that Donald Trump needs to be removed from office immediately", fordert ein anderer auf Twitter die sofortige Entlassung Donald Trumps aus dem Oval Office.

Mächtigster Mann der Welt am Mini-Tisch: Twitter lacht über Donald Trump

Häme erntete der Noch-Präsident auch, weil er während des Interviews nicht am Resolute Desk, also dem eigentlichen Schreibtisch des Präsidenten im Oval Office saß, sondern an einem deutlich kleineren Tisch. "This is the only thing people are going to remember from this press conference", ist sich ein User sicher und teilte ein Bild Trumps an besagtem Mini-Tisch. "This photo is so ridiculous", findet auch ein anderer Nutzer auf Twitter.

Twitter-Trend #DiaperDon: Donald Trump ist nicht erfreut

In Deutschland entwickelte sich Stunden nach dem Interview sogar ein Twitter-Trend. Unter dem Hashtag #DiaperDon (frei übersetzt bedeutet dies so viel wie Windel-Donald) wurde der scheidende US-Präsident von den Usern verlacht, weil er seine Wahl-Niederlage noch immer nicht verkraftet hat und bockt wie ein kleines Kind. Bei Trump sorgte der Twitter-Trend für Erzürnen. "Twitter is sending out totally false "Trends" that have absolutely nothing to do with what is really trending in the world. They make it up, and only negative "stuff". Same thing will happen to Twitter as is happening to @FoxNews daytime. Also, big Conservative discrimination!", wetterte er auf seinem Account gegen den Trend.

Wie geht es für Joe Biden nach dem Wahl-Sieg weiter?

Joe Biden wurde nach der Wahl von US-Medien zum Sieger erklärt. Er konnte sich nach bisherigem Auszählungsstand die Stimmen von 306 Wahlleuten sichern, deutlich mehr als die für einen Sieg nötigen 270 Stimmen. Das Wahlkollegium wird am 14. Dezember den nächsten Präsidenten und dessen Vize wählen. Das Ergebnis der Abstimmung wird allerdings erst am 6. Januar offiziell bekanntgegeben. Beide Schritte gelten angesichts der längst bekannten Wahlergebnisse als Formalien. Biden (78) soll dann am 20. Januar vereidigt werden - als ältester Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

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fka/sig/news.de/dpa